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  • Helix sie werden uns ersetzen

    Von: Manuela Hahn Datum: 1. November 2016

    Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer Bäuerin, während auf den Nachbarfeldern die Ernte von Schädlingen vernichtet wird und in den USA wird einem kinderlosen Ehepaar das Angebot gemacht, mittels Gentechnologie ein sonderbegabtes Kind zu bekommen.

    Meine Meinung:
    Klingt spannend, ist es auch, aber es ist auch ein sehr schwieriges Buch, viele Personen die alle eine wichtige Rolle spielen und sehr viele wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen die die volle Konzentration beim Lesen erfordern und man muss dran bleiben am Buch, immer mal nur ein paar Seiten kurz vorm Schlafen gehen, geht nicht dafür ist es zu kompliziert, das wird aber ein bisschen ausgeglichen durch den flüssigen Schreibstil Marc Elsbergs und die recht kurzen Kapitel.
    Der Autor entwirft ein erschreckendes Szenario, bei dem ich immer hoffte das es soweit niemals kommen wird, mir aber gleichzeitig klar ist, das die Wissenschaft alles tut was in ihrer Macht steht um es Wirklichkeit werden zu lassen und dabei wird sie von der Politik und den Wirtschaftmächten nach Kräften unterstützt.
    Ich hatte leider zeitweise das Gefühl das der Autor ein Grundwissen bezüglich der Thematik voraussetzt, das zumindest bei mir nicht gegeben war, so das ich doch das eine oder andere Mal versucht war Google zu befragen, das habe ich mir aber verkniffen, ich erwarte bei Unterhaltungsliteratur das sie doch zum größten Teil selbsterklärend ist, auch wenn es sich um so ein komplexes Thema handelt.
    Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, mein Wissen hat im Nachhinein wohl doch gereicht.
    Ich gebe für das Buch gerne eine Leseempfehlung.

  • Spannung trifft auf Wissenschaft.

    Von: buecherkompass Datum: 1. November 2016


    ZUM AUTOR

    Marc Elsberg, 1967 in Wien geboren, war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Mit seinen internationalen Bestsellern Blackout und Zero machte er sich einen Namen als Meister des Science-Thrillers. Beide Werke wurden von bild der wissenschaft mit dem Titel Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet und machten den Autor zu einem gefragten Gesprächspartner in Politik und Wirtschaft.

    Mit Helix bringt Marc Elsberg einen weiteren Gesellschaftsthriller auf den Markt und greift ein hochaktuelles Thema auf.

    ZUR GENTECHNIK

    Gentechnik ist ein zentraler Bestandteil unserer Lebenswelt. Ob bei Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten, Reinigungsmitteln, Biokraftstoffen oder Pflegemitteln: das Thema Genmanipulation ist omnipräsent. Dabei scheint der Begriff Gentechnik häufig negativ konnotiert.

    Marc Elsberg greift die Thematik auf und regt seine Leser zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Gentechnik an.

    INHALT

    Während seiner Rede in München bricht der US-Außenminister plötzlich leblos zusammen. Bei der Obduktion offenbart sich Unfassbares. Auf dem Herzen des Außenministers zeichnen sich seltsame Flecken ab. Der Seuchenschutz greift ein und unterzieht den Ministerstab einer gründlichen Untersuchung. Eine Verbreitung des Killervirus ist nicht auszuschließen.

    Zugleich entdecken Mitarbeiter eines europäischen Chemie- und Biotechkonzerns immens hochentwickelte Genmanipulationen an Organismen in Brasilien, Indien und Afrika. Die an Baumwolle, Ziegen und Mais vorgenommenen Manipulationen sind dem derzeitigen Stand der Wissenschaft um Jahre voraus. Die Quelle der Entwicklungen: unbekannt.

    Ein Paar Ende dreißig kann auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen und lässt sich von einem Arzt dazu ermuntern, eine Einrichtung in San Diego aufzusuchen. Hier wachsen Wunderkinder auf, die normalen Kindern haushoch überlegen sind. Auch Helen und Greg könnten ein sonderbegabtes Kind bekommen. Was sie nicht wissen: Eines der Kinder ist bereits vor einigen Tagen verschwunden.

    Und plötzlich häufen sich die sonderbaren Ereignisse.

    MEINUNG

    Mit Helix greift Marc Elsberg ein Thema auf, das uns alle betrifft. Zugleich ist der Thriller vom ersten Satz an packend. Als Leser steigt man direkt in die Handlung ein, gerät in einen Strudel aus Ereignissen und ist hin und hergerissen zwischen dem Pro und Contra der Gentechnik.

    Marc Elsberg verfügt über einen prägnant Schreibstil. Er schweift nicht in die Welt der Worte ab, sondern konzentriert sich vielmehr auf das was zählt. Zugleich sind seine Begriffe gut gewählt und verleihen der Geschichte ihre ganz eigene Atmosphäre.

    Das Buch ist neun Teile aufgegliedert, wobei jeder Teil jeweils einen weiteren Tag im Geschehen darstellt. Von Kapitel zu Kapitel springt man beim Lesen zwischen den Perspektiven der unterschiedlichen Protagonisten hin und her, sodass man einen zunehmend umfassenden Einblick in den Gesamtzusammenhang erhält.

    Als Wissenschaftsthriller war Helix für mich nicht nur spannend bis zum Schluss, sondern zudem besonders lehrreich. Im Vorfeld des Schreibprozesses hat Marc Elsberg sich umfassend mit der Thematik Gentechnik befasst und sein Wissen durch Gespräche mit Experten ergänzt. Dies kommt den Lesern nun zugute.

    Marc Elsberg regt bewusst zum Nach- und Weiterdenken an. Für mich war die Lektüre seines Buches eine absolute Bereicherung. Fünf Sterne von mir, für einen Gesellschaftsthriller, aus dem sicher jeder etwas für sich herausziehen kann.

  • Helix - Sie werden uns ersetzen

    Von: Seehase1977 Datum: 1. November 2016

    Zum Inhalt:
    Bei einem Staatsbesuch in München bricht der US-Außenminister urplötzlich zusammen und stirbt. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein ungewöhnliches Zeichen gefunden. Was hat es damit auf sich? Ist der US-Politiker an einem Virus gestorben? Außerdem entdecken Wissenschaftler in Indien, Afrika und Südamerika Tiere und Nutzpflanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die es eigentlich so nicht existieren können. Zeitgleich wenden sich Helen und Greg an eine Kinderwunschklinik, da die beiden auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Dort bekommen sie ein ungewöhnliches Angebot. Sie haben die Möglichkeit ihr Wunschkind nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen „zusammenzustellen“. Ein sonderbegabtes Kind, das es einmal leichter haben wird in der modernen und schnelllebigen Welt zu bestehen. Eines dieser bereits existierenden besonderen Kinder verschwindet und die Behörden müssen sich die Frage stellen, ob das Verschwinden mit den sonderbaren Ereignissen rund um die Welt in Zusammenhang steht…

    „Helix“ von Marc Elsberg war zugegebener Maßen mein erstes Buch des Autors, in welchem die Themen Gentechnologie und Ethik eine besonders große Rolle spielen. Elsberg hat einen hochkomplexen und anspruchsvollen Plot kreiert, der es mir anfangs schwer machte, in die Story zu finden. Unkonzentriert oder unter Ablenkung ist es schier unmöglich, der Handlung zu folgen und die vielen gut recherchierten Informationen zu verstehen und zu verarbeiten. Marc Elsberg hat einen tollen und flüssigen Schreibstil, sein Buch ist unterteilt in mehrere Handlungsstränge, die jeweils in kurze und spannende Kapitel unterteilt sind. Jessica, die US-Stabsmitarbeiterin und ihr Team wollen den mysteriösen Tod des US-Außenministers aufklären und entdecken „New Garden“, eine geheime Area, in der Wissenschaftler außergewöhnliche und mehr als hochbegabte Kinder „züchten“. Dort trifft der Leser dann auch das Paar Helen und Greg wieder, die sich für solch ein Kind interessieren und kurz vor einer künstlichen Befruchtung stehen. All diese Handlungsstränge führen zu einem spannenden und erschreckenden Szenario und doch waren mir manche Szenen und Handlungen etwas zu unglaubwürdig und konstruiert. Dennoch bleibt die Frage: Wie weit würde man selbst gehen, wenn man die Chance hätte sein Kind nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen schaffen?

    „Helix“ von Marc Elsberg ist ein hochkomplexer und intelligent geschriebener Wissenschafts-Thriller, der dem Leser seine ganze Aufmerksamkeit abverlangt und kaum Luft zum Atmen lässt. Ein nicht einfach zu lesendes Buch mit erschreckenden Zukunftsvisionen. Für mich war das alles manchmal etwas zu viel, dennoch gibt es von mir eine Leseempfehlung, vor allem für all diejenigen, die solche komplexen Wissenschafts-Thriller lieben.

  • Erschreckende Visionen oder doch bereits Realität?

    Von: Elke Heid-Paulus Datum: 1. November 2016

    Der Wiener Autor Marc Elsberg schreibt Thriller und wurde für seine beiden Veröffentlichungen „Black Out“ und „Zero“ von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ ausgezeichnet. Die Themen, die er behandelt, sind vielfältig, ob das nun die dubiosen Machenschaften der Energiebranche sind oder die Totalüberwachung durch staatliche Stellen, stets ist es der wissenschaftliche Fortschritt, der zum Schaden der Menschheit von skrupellosen Individuen und Organisationen missbraucht wird. Nun also „Helix – Sie werden uns ersetzen“, der neueste Roman aus der Feder Elsbergs. Und hier behandelt er, wie bereits der Titel vermuten lässt, ein brisantes Thema. Es geht um Veränderungen im Erbgut, die in der Retorte erzeugt werden, spätestens seit Klon-Schaf Dolly sowie der Debatte um Monsanto-Saatgut ein Thema, das informierten Lesern einen Schauer über den Rücken jagt. Und vielleicht ist die Forschung hinter verschlossenen Labortüren ja bereits viel weiter, als wir es uns vorstellen können.

    Von dieser Annahme geht auch Marc Elsberg in „Helix“ aus und entwickelt aus verschiedenen Handlungssträngen ein schreckendes Zukunftsszenario. Dabei schreibt sehr realitätsnah und immer auf der Höhe der aktuellen Forschung im Genetik-Bereich, allerdings sollte der Leser, wenn er denn die theoretischen Einschübe verstehen möchte, ein gewisses Maß an naturwissenschaftlichem Basiswissen mitbringen. Aber auch wenn dieses nicht vorhanden ist, bietet „Helix“ spannende Unterhaltung. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge und die schnell wechselnden Perspektiven legt der Autor ein hohes Tempo vor und hat einmal mehr einen rasanten Pageturner abgeliefert, der den Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt.

  • Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

    Von: Yvis Leseecke Datum: 31. Oktober 2016

    Meine Meinung:
    Ich fand den Schreibstil des Autor einfach super. Generell bin ich nicht so ein Mega Fan von so "Verschwörungstheorien" und Büchern dazu. Aber hier hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Ich wurde mit diesem Buch nicht enttäusch. Der Autor hat einen einfachen Schreibstil und beschreibt nichts "tot". Es fallen zwar auch ein paar Fachbegriffe, aber diese werden immer sehr gut, kurz und knapp erläutert oder es sind solche die eigentlich geläufig sind. Das zeigt auch wie intensiv der Autor für dieses Buch recherchiert hat.

    Besonders gut hat mir der Wechsel der verschiedenen Personen.Perspektiven gefallen. Dadurch wurde es nie langweilig. Jedoch ist dadurch auch schwierig sich auf einen zu 100 % zu fixieren und ich konnte nicht bei allen Charakteren mitfiebern.

    Die Thematik regt natürlich zum Nachdenken an und ist wahnsinnig komplex.

    Ich konnte das Buch super schnell lesen, musste aber auch immer sehr Aufmerksam dabei sein, da es eben doch komplexer ist. Das jedoch war kaum ein Problem weil es eben auch super spannende war. Ich habe mich hier zu keiner Zeit gelangweilt. Das hat man aber auch vor allem den kurzen Kapiteln zu verdanken, die das Buch so dynamisch machen. Aber auch durch diesen Wechsel von Fachlichen, Wissenschaflern und "normalen" Menschen mit Kinderwunsch etc.

    Was ich aber überhaupt nicht mochte und warum ich einen Punkt abgezogen habe, war die Geschichte um die Polizistin Jessica. Sie versucht Ihrer Arbeit nach zu gehen und dadurch gibt es natürlich Eheprobleme. Das leist man halt in 90 % von allen Thrillern oder Krimis. Ich finde das vermittelt immer ein ganz komisches Bild, als ob man Karriere und eine gut laufende Ehe nie haben könnte.

    Fazit: Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

  • Interessantes Thema! Regt zum Nachdenken an! Allerdings nicht so spannend und mitreißend, wie ich mir vom Klappentext erhofft hatte!

    Von: Barbaras Paradies Datum: 31. Oktober 2016

    Nachdem ich schon zwei Romane von Marc Elsberg gelesen habe und von diesen total begeistert war, musste ich natürlich auch sein neuestes Werk unbedingt haben.

    Der Einstieg war ein bisschen schwierig. Man lernt nach und nach die vielen Charaktere kennen, die im Buch vorkommen, und hat zuerst mal Schwierigkeiten, sich alle zu merken. Es gibt mehrere Handlungsstränge und man braucht ein bisschen, bis man sich eingelesen hat. Die Kapitel sind anfangs sehr kurz, was bequem ist, wenn man nur wenig Zeit hat und mal schnell 2 Kapitel liest (allzu schnell auch nicht, weil man doch ziemlich aufpassen muss). Es nervt aber auch ein bisschen, weil sobald man im Handlungsstrang drinnen ist, wird man wieder herausgerissen und es geht mit einem anderen weiter. Dadurch wird aber die Spannung sehr gut aufgebaut.

    Es geht um Genmanipulation. Das Buch wirkt gut sehr recherchiert (ich kann bei dem Thema nicht mitreden). Die wissenschaftlichen Erklärungen verlangen einem teilweise volle Konzentration ab, aber es wird auch für Laien recht gut erklärt. Das Thema ist aktuell und regt einem selbst zum Nachdenken an. Wie weit würde man selber gehen? Würde man selber die genetischen Anlagen seines zukünftigen Kindes "verbessern" wollen?

    Der Schreibstil ist wie von Marc Elsberg gewohnt. Das Buch wird in der 3. Person erzählt. Es fließen aber teilweise die Gedanken der handelnden Personen ein und man lernt die Sicht von vielen verschiedenen Charakteren kennen, was dem Leser einen guten Überblick über das Geschehen verschafft.

    Dieses Buch kann für mich leider nicht mit Blackout und Zero mithalten. Vielleicht weil ich auch thematisch mehr mit diesen beiden Büchern anfangen konnte. in eine Geschichte, die von einem Stromausfall handelt, kann man sich wahrscheinlich eher hineindenken. Das Thema rund um Genetik und Genmanipulation ist schon interessant, aber, auch wenn manches davon sicher schon Realität ist, ist das Ganze für mich noch etwas zu weit weg. Da kann ich mir als Leser einen Stromausfall eher vorstellen.

    Leider nicht so gut wie erwartet! Und lässt mich doch ein bisschen enttäuscht zurück.

    Fazit:

    Interessantes Thema! Regt zum Nachdenken an! Allerdings nicht so spannend und mitreißend, wie ich mir vom Klappentext erhofft hatte!

  • HELIX. Sie werden uns ersetzen

    Von: gosureviews Datum: 31. Oktober 2016

    Nach "Blackout" ist "Helix" der zweite Roman von Mark Elsberg, den ich gelesen habe, der allerdings nicht an sein Debüt heranreicht. Gerade das zugrundeliegende Themengebiet, mit dem sich dieser Roman beschäftigt, war für mich schon immer sehr interessant. Beim Lesen der Lektüre merkt man gleich, dass sich der Autor eingehend mit der Thematik rund um die Gentechnologie beschäftigt hat. Elsberg stellt hier eine gut recherchierte Zukunftsvision auf, die in Teilen gar nicht mehr so „zukünftig“ ist, sondern schon in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gefunden hat. Verpackt hat er dies in eine über weiten Strecken doch spannende Handlung, der es aber leider an Tiefe fehlt.
    Der Hauptgrund, warum man nur schwer in die Geschichte findet und keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann, ist, dass es sehr viele kurze, sprunghafte Kapitel gibt, die abrupt in eine vollkommen andere Erzählperspektive hineinspringt. Teilweise ist ein Kapitel nicht einmal eine Seite lang. Dies stört den Fluss der Geschichte ungemein. Hat man sich gerade zurecht gefunden bei welcher Person man gerade ist, wird man schon wieder in eine neue Szene hineingezerrt. Ich komme auf ca. sieben Seiten pro Kapitel. Aber auch innerhalb etwas längerer Kapitel kommt es zu abrupten Sprüngen.
    Zwar führt dieser Stil dazu, dass die Handlungen nie wirklich langweilig werden, allerdings überwiegen hier die Nachteile. Die Geschichte an sich ist verständlich dargestellt und vermittelt gerade im technischen Bereich einen leicht verständlichen Überblick. Hatte auf mich allerdings nicht den gleichen Einfluss wie zum Beispiel Blackout.
    Fazit:
    Ein durchaus unterhaltsamer Thriller, mit einem interessanten Themengebiet. Jedoch sollte man in der Lage sein sich schnell innerhalb vieler Handlungsstränge orientieren zu können.

  • Fluch oder Chance?

    Von: Hirilvorgul Datum: 31. Oktober 2016

    Das Thema Gentechnik beschäftigt uns schon länger. Bisher stand ich dem recht aufgeschlossen gegenüber (und das hat sich auch nach der Lektüre nicht geändert), da ich in ihr durchaus viele positive Aspekte sehe: Kampf gegen Hunger und Armut, die Chance, bisher unheilbare Krankheiten zu besiegen – um nur zwei Punkte zu nennen.
    Elsberg wäre nicht Elsberg, würde er uns nicht noch ganz andere Aspekte vor Augen halten. Wie immer entwickelt er aus einem eigentlich alltäglichen Szenario (kinderlose Paare wählen den Schritt der künstlichen Befruchtung) eine Horrorvision unserer Zukunft. Wobei: ist es wirklich eine Horrorvision? Oder eine große Chance? Die Frage bleibt am Ende offen, denn natürlich hat der Autor keine allgemeingültige Antwort darauf. So wirft er uns in eine Handlung, in der wir mitfiebern, voller Staunen die Augen aufreißen, die Stimmung von Angst zu Hoffnung wechselt und wieder zurück. Das alles erzählt der Autor in seiner eher sachlichen Art, die gerade so unheimlich viel Spannung aufbaut. Das ist kein reißerischer Roman, der nach Effekten hascht, sondern eine Szenario, dass der Leser dem Autor sofort abnimmt. Da man bei Elsberg auf sehr gute Recherche vertrauen kann, erübrigt sich auch das nebenher selbst im Internet nach Informationen suchen (erst jetzt, nachdem ich das Buch weggelegt habe, werde ich noch ein oder zwei Begriffe nachschlagen), sondern man eilt von Seite zu Seite, um am Ende sehr nachdenklich zurückzubleiben. Mich beschäftigt vor allem ein Gedanke: wird die Menschheit irgendwann reif genug sein, für ihre eigenen Fähigkeiten? Auch darauf gibt der Autor nicht direkt eine Antwort. Die indirekte am Ende des Romans macht nicht allzu viel Hoffnung.

    Einziger wirklich minimaler Kritikpunkt: die stellenweise unprofessionelle Vorgehensweise der Ermittler, die man ihnen aber vielleicht angesichts der Umstände nicht mal zum Vorwurf machen kann.

    Dieser Roman wird, wie seine Vorgänger, für viel Diskussionsstoff sorgen. Gut so. Nicht nur Lesern, die an wissenschaftlichen Themen interessiert sind, lege ich dieses Buch ans Herz, sondern alle, die sich um die Zukunft der Menschheit Gedanken machen. Was können, was sollen, was dürfen wir im Namen der Wissenschaft tun? 5 Sterne trotz meiner minimalen Kritik, denn keiner öffnet uns die Augen so gut, wie Elsberg und regt zum Nachdenken an, ohne den Zeigefinger zu heben. Vielmehr zeigt er Pro und Contra aus verschiedensten Blickwinkeln auf und fordert den Leser auf, sich selbst zu entscheiden. Keine Unterhaltungslektüre, aber spannend bis zur letzten Zeile.

    Fazit:
    Gentechnik – Fluch oder Chance? Elsberg gibt keine Antwort, aber viel Stoff zum Nachdenken. Unbedingt lesen!

  • Grauenerregend realistisch, aber fesselnd

    Von: Gwees Bücherwelt Datum: 30. Oktober 2016

    Optisch hält sich der Roman sehr zurück und fällt trotzdem auf, vielleicht gerade wegen dieser Zurückhaltung. Der angedeutete DNA-Strang als Titel ist auf jeden Fall ein origineller Blickfang. Innen ist das Buch typographisch sehr angenehm gestaltet und vor allem die vielen kürzeren Kapitel und Abschnitte laden zum Weiterlesen ein. Die Kurzbeschreibung ist zwar recht lang, aber dennoch – oder gerade deswegen – Interesse weckend und verrät nur die Ausgangspunkte der Geschichte.

    Der Roman hält sich nicht mit langen Erklärungen auf, sondern springt sofort ins Geschehen. Der Außenminister ist tot. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Geschehnisse, die noch kommen. Das Thema Gentechnik wird hier auf sehr interessante Art verarbeitet und hinterlässt bis zum Schluss ein beklemmendes Gefühl und weckt grausige Horrorvisionen für die Zukunft. Hier werden viele Plotstränge vermischt, die an verschiedenen Orten auf der Welt spielen und auf den ersten Blick nur eines miteinander zu tun haben, das große Thema Gentechnik. Diese Plotstränge werden hier raffiniert verwoben und bieten trotz einem ruhigen Erzähltempo viel Spannung und eine rasante Handlung. Bis zum Schluss bleibt die Handlung undurchsichtig, dann sogar noch mehr als zuvor. Vor allem wie geschickt die verschiedenen Handlungen verknüpft werden, ist wirklich bemerkenswert. Gentechnik ist ein Thema, das schon heute Menschen verschreckt und nervös macht, aber die Szenarien, die in dem Roman beschrieben werden, wirken so realistisch, dass alles davon bereits möglich sein könnte. Vor allem die Designerkinder finde ich eine wirklich gruselige Vorstellung. Auch die Entwicklungen an sich sind nachvollziehbar und auch für Laien, die mit vielen der fachspezifischen Begriffe nicht vertraut sind, leicht verständlich. Am Ende lässt der Roman einen vor allem aufgewühlt zurück. Das eher offene Ende ist dabei auf positive Art provokant.

    In „Helix“ gibt es sehr viele Charaktere, die sogar ab und an Perspektivträger sein dürfen. Die wichtigsten sind aber vermutlich Jessica und Helen, die den größten Anteil an der Geschichte haben. Beides sind Frauen, die man vielleicht nicht unbedingt mögen muss, aber vor allem authentisch reagieren. Vor allem Jessica war eine sehr angenehme Figur, mit der man sehr leicht mitfühlen kann. Helen wiederum ist in einer Situation, die vermutlich keiner von uns nachfühlen kann, aber dennoch war für sie auch immer Verständnis da, auch wenn ich ihr Verhalten deswegen nicht unbedingt gebilligt habe. Generell wirken alle Charaktere wie Menschen von der Straße und sind gerade durch die spärliche Charakterausschmückung, die dem Schreibstil sehr entgegen kommt, glaubwürdig.

    Dieser ist sehr sachlich und aufs notwendigste beschränkt. Es gibt keine ewigen Gedankenmonologe oder poetisch anmutende Beschreibungen. Stattdessen erzählt Elsberg direkt und ohne Umschweife. Er kommt auf den Punkt, was gerade in diesem Roman eine Notwendigkeit ist, um das Thema in den Vordergrund zu rücken, was ihm auch gut gelingt. An manchen Stellen waren die Absätze unangenehm lang und erstreckten sich manchmal auch über mehr als eine Seite, aber dies wird von den häufigen Perspektivwechseln wieder ausgeglichen.

    „Helix“ ist in summa ein Roman, der einen noch lange zu beschäftigen weiß und nachdenklich macht. Das Thema ist hochaktuell, heikel und konfliktgeladen und bietet damit den perfekten Stoff. Zudem werden hier die verschiedensten Arten wie Gentechnik eingesetzt werden könnte, kombiniert, wodurch ein noch eindrucksvolleres Bild entsteht. Dies war mein erstes Buch von Elsberg und die vielen positiven Meinungen, die man über den Autor hört, kann ich nur bestätigen. Ihm ist hiermit ein wirklich gutes Werk gelungen. Dennoch muss ich sagen, dass mir bis zum Ende hin das gewisse Etwas gefehlt hat.

    Fazit:
    Dieser Roman hat durch die brisante Themenwahl und sachlich gute Umsetzung das Potenzial dazu, ein neuer Bestseller zu werden. Das Tempo ist zwar eher mäßig gehalten, dennoch möchte man bis zum Schluss weiterlesen.

    Gesamt: 4/5

    Inhalt: 4/5
    Charaktere: 4/5
    Lesespaß: 4/5
    Schreibstil: 5/5

  • Wieder ein sehr empfehlenswerter Science-Thriller mit topaktuellem Thema

    Von: moni2506 Datum: 30. Oktober 2016

    Helix von Marc Elsberg ist ein Science-Thriller, in dem es um Genmanipulation an Pflanzen, Tieren und letztendlich auch Menschen geht. Erschienen ist der Roman Ende Oktober 2016 im blanvalet-Verlag.

    Auf einer Sicherheitskonferenz in München sackt der US-Außenminister plötzlich leblos zusammen und stirbt. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein ungewöhnliches Zeichen entdeckt. Was ist das für ein Virus? Und warum stirbt nur der Außenminister daran?
    Gleichzeitig werden auf der ganzen Welt Tiere und Nutzpflanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften gefunden, die es eigentlich nicht geben kann.
    Helen und Greg wollen Eltern werden. Kurz vorm Einsetzen der befruchteten Eizellen erhalten Sie ein ungewöhnliches Angebot. Wenn sie möchten, können sie ihren Nachwuchs nach ihren Vorstellungen gestalten und zu Wunderkindern machen, die in der modernen Welt viel konkurrenzfähiger sind als normale Kinder.
    Eines der dort schon hervorgebrachten sonderbegabten Kinder verschwindet und mit der Zeit ergeben sich Hinweise, dass all die außergewöhnlichen Ereignisse einen Zusammenhang haben...

    Auch mit Helix ist dem Autor Marc Elsberg wieder ein spannender und äußerst interessanter Science-Thriller gelungen. Wie auch schon bei Zero oder Blackout wurde hervorragend recherchiert. Das Thema der Genmanipulation, wie sie in diesem Thriller beschrieben wird, ist topaktuell. Wenn man einige der Begriffe, die im Buch auftauchen, googelt, findet man hierzu sehr aktuelle News, die dem entsprechen, was Marc Elsberg in seinem Roman erzählt.
    Der Autor geht aber noch über die heutigen Möglichkeiten hinaus (hoffentlich zumindest) und erschafft ein erschreckendes Szenario, was mit der im Buch beschriebenen Technik alles möglich sein könnte. Hierbei lässt er aber auch nicht aus, dass es durchaus auch positive Effekte geben könnte.
    Der Schreibstil hat mir durchweg sehr gut gefallen und war gut und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und die Szenen werden schnell gewechselt, so dass die Spannung durchgehend aufrecht erhalten wird und der Roman sehr temporeich ist. Hierzu tragen auch immer wieder kurze und prägnante Sätze bei.
    Mit dem Thema Genmanipulation hat sich Marc Elsberg ein sehr komplexes und schwieriges Thema ausgesucht. Die Zusammenhänge werden auch für Laien verständlich dargestellt, so dass ich dem Geschehen jederzeit folgen konnte und auch das Gefühl hatte, das Gelesene verstanden zu haben, auch wenn man natürlich davon ausgehen muss, dass hier einiges vereinfacht dargestellt wurde.
    Wie ich in einem kürzlich erschienen Interview auf kurier.at gelesen habe, wäre der Autor auch einer Verfilmung seiner Bücher nicht abgeneigt. Ich finde ja durchaus, dass man das auch merkt, wenn man seine Bücher liest. Zum Ende hin wird es doch immer sehr action- und ereignisreich und ich könnte mir alle Bücher sehr gut als Film vorstellen.
    Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die ich an diesem Roman nicht ganz so gelungen fand. Zum einen dachte ich mir an einem Punkt, so doof kann die Person doch jetzt nicht sein. Immerhin weiß diese Person, dass es sich um ein Wunderkind mit weit überdurchschnittlichen Fähigkeiten handelt.... Zum anderen fand ich das kleine Techtelmechtel zwischen der Hauptermittlerin und dem Wissenschaftler etwas überflüssig und auch Helen, die sich ein modernes Kind einsetzen lassen hat, war mir teilweise ein bisschen zu hysterisch.

    Fazit: In der Gesamtheit betrachtet aber wieder ein sehr guter Thriller, der mich darin bestärkt auch weiterhin Bücher von Marc Elsberg zu lesen. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle dieses Buch allen, die sich nicht vor komplexen Themen scheuen, die zum nachdenken anregen.

    Vielen Dank an blanvalet und das bloggerportal für das Rezensionsexemplar.