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  • Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

    Von: Yvis Leseecke Datum: 31. Oktober 2016

    Meine Meinung:
    Ich fand den Schreibstil des Autor einfach super. Generell bin ich nicht so ein Mega Fan von so "Verschwörungstheorien" und Büchern dazu. Aber hier hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Ich wurde mit diesem Buch nicht enttäusch. Der Autor hat einen einfachen Schreibstil und beschreibt nichts "tot". Es fallen zwar auch ein paar Fachbegriffe, aber diese werden immer sehr gut, kurz und knapp erläutert oder es sind solche die eigentlich geläufig sind. Das zeigt auch wie intensiv der Autor für dieses Buch recherchiert hat.

    Besonders gut hat mir der Wechsel der verschiedenen Personen.Perspektiven gefallen. Dadurch wurde es nie langweilig. Jedoch ist dadurch auch schwierig sich auf einen zu 100 % zu fixieren und ich konnte nicht bei allen Charakteren mitfiebern.

    Die Thematik regt natürlich zum Nachdenken an und ist wahnsinnig komplex.

    Ich konnte das Buch super schnell lesen, musste aber auch immer sehr Aufmerksam dabei sein, da es eben doch komplexer ist. Das jedoch war kaum ein Problem weil es eben auch super spannende war. Ich habe mich hier zu keiner Zeit gelangweilt. Das hat man aber auch vor allem den kurzen Kapiteln zu verdanken, die das Buch so dynamisch machen. Aber auch durch diesen Wechsel von Fachlichen, Wissenschaflern und "normalen" Menschen mit Kinderwunsch etc.

    Was ich aber überhaupt nicht mochte und warum ich einen Punkt abgezogen habe, war die Geschichte um die Polizistin Jessica. Sie versucht Ihrer Arbeit nach zu gehen und dadurch gibt es natürlich Eheprobleme. Das leist man halt in 90 % von allen Thrillern oder Krimis. Ich finde das vermittelt immer ein ganz komisches Bild, als ob man Karriere und eine gut laufende Ehe nie haben könnte.

    Fazit: Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

  • Interessantes Thema! Regt zum Nachdenken an! Allerdings nicht so spannend und mitreißend, wie ich mir vom Klappentext erhofft hatte!

    Von: Barbaras Paradies Datum: 31. Oktober 2016

    Nachdem ich schon zwei Romane von Marc Elsberg gelesen habe und von diesen total begeistert war, musste ich natürlich auch sein neuestes Werk unbedingt haben.

    Der Einstieg war ein bisschen schwierig. Man lernt nach und nach die vielen Charaktere kennen, die im Buch vorkommen, und hat zuerst mal Schwierigkeiten, sich alle zu merken. Es gibt mehrere Handlungsstränge und man braucht ein bisschen, bis man sich eingelesen hat. Die Kapitel sind anfangs sehr kurz, was bequem ist, wenn man nur wenig Zeit hat und mal schnell 2 Kapitel liest (allzu schnell auch nicht, weil man doch ziemlich aufpassen muss). Es nervt aber auch ein bisschen, weil sobald man im Handlungsstrang drinnen ist, wird man wieder herausgerissen und es geht mit einem anderen weiter. Dadurch wird aber die Spannung sehr gut aufgebaut.

    Es geht um Genmanipulation. Das Buch wirkt gut sehr recherchiert (ich kann bei dem Thema nicht mitreden). Die wissenschaftlichen Erklärungen verlangen einem teilweise volle Konzentration ab, aber es wird auch für Laien recht gut erklärt. Das Thema ist aktuell und regt einem selbst zum Nachdenken an. Wie weit würde man selber gehen? Würde man selber die genetischen Anlagen seines zukünftigen Kindes "verbessern" wollen?

    Der Schreibstil ist wie von Marc Elsberg gewohnt. Das Buch wird in der 3. Person erzählt. Es fließen aber teilweise die Gedanken der handelnden Personen ein und man lernt die Sicht von vielen verschiedenen Charakteren kennen, was dem Leser einen guten Überblick über das Geschehen verschafft.

    Dieses Buch kann für mich leider nicht mit Blackout und Zero mithalten. Vielleicht weil ich auch thematisch mehr mit diesen beiden Büchern anfangen konnte. in eine Geschichte, die von einem Stromausfall handelt, kann man sich wahrscheinlich eher hineindenken. Das Thema rund um Genetik und Genmanipulation ist schon interessant, aber, auch wenn manches davon sicher schon Realität ist, ist das Ganze für mich noch etwas zu weit weg. Da kann ich mir als Leser einen Stromausfall eher vorstellen.

    Leider nicht so gut wie erwartet! Und lässt mich doch ein bisschen enttäuscht zurück.

    Fazit:

    Interessantes Thema! Regt zum Nachdenken an! Allerdings nicht so spannend und mitreißend, wie ich mir vom Klappentext erhofft hatte!

  • HELIX. Sie werden uns ersetzen

    Von: gosureviews Datum: 31. Oktober 2016

    Nach "Blackout" ist "Helix" der zweite Roman von Mark Elsberg, den ich gelesen habe, der allerdings nicht an sein Debüt heranreicht. Gerade das zugrundeliegende Themengebiet, mit dem sich dieser Roman beschäftigt, war für mich schon immer sehr interessant. Beim Lesen der Lektüre merkt man gleich, dass sich der Autor eingehend mit der Thematik rund um die Gentechnologie beschäftigt hat. Elsberg stellt hier eine gut recherchierte Zukunftsvision auf, die in Teilen gar nicht mehr so „zukünftig“ ist, sondern schon in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gefunden hat. Verpackt hat er dies in eine über weiten Strecken doch spannende Handlung, der es aber leider an Tiefe fehlt.
    Der Hauptgrund, warum man nur schwer in die Geschichte findet und keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann, ist, dass es sehr viele kurze, sprunghafte Kapitel gibt, die abrupt in eine vollkommen andere Erzählperspektive hineinspringt. Teilweise ist ein Kapitel nicht einmal eine Seite lang. Dies stört den Fluss der Geschichte ungemein. Hat man sich gerade zurecht gefunden bei welcher Person man gerade ist, wird man schon wieder in eine neue Szene hineingezerrt. Ich komme auf ca. sieben Seiten pro Kapitel. Aber auch innerhalb etwas längerer Kapitel kommt es zu abrupten Sprüngen.
    Zwar führt dieser Stil dazu, dass die Handlungen nie wirklich langweilig werden, allerdings überwiegen hier die Nachteile. Die Geschichte an sich ist verständlich dargestellt und vermittelt gerade im technischen Bereich einen leicht verständlichen Überblick. Hatte auf mich allerdings nicht den gleichen Einfluss wie zum Beispiel Blackout.
    Fazit:
    Ein durchaus unterhaltsamer Thriller, mit einem interessanten Themengebiet. Jedoch sollte man in der Lage sein sich schnell innerhalb vieler Handlungsstränge orientieren zu können.

  • Fluch oder Chance?

    Von: Hirilvorgul Datum: 31. Oktober 2016

    Das Thema Gentechnik beschäftigt uns schon länger. Bisher stand ich dem recht aufgeschlossen gegenüber (und das hat sich auch nach der Lektüre nicht geändert), da ich in ihr durchaus viele positive Aspekte sehe: Kampf gegen Hunger und Armut, die Chance, bisher unheilbare Krankheiten zu besiegen – um nur zwei Punkte zu nennen.
    Elsberg wäre nicht Elsberg, würde er uns nicht noch ganz andere Aspekte vor Augen halten. Wie immer entwickelt er aus einem eigentlich alltäglichen Szenario (kinderlose Paare wählen den Schritt der künstlichen Befruchtung) eine Horrorvision unserer Zukunft. Wobei: ist es wirklich eine Horrorvision? Oder eine große Chance? Die Frage bleibt am Ende offen, denn natürlich hat der Autor keine allgemeingültige Antwort darauf. So wirft er uns in eine Handlung, in der wir mitfiebern, voller Staunen die Augen aufreißen, die Stimmung von Angst zu Hoffnung wechselt und wieder zurück. Das alles erzählt der Autor in seiner eher sachlichen Art, die gerade so unheimlich viel Spannung aufbaut. Das ist kein reißerischer Roman, der nach Effekten hascht, sondern eine Szenario, dass der Leser dem Autor sofort abnimmt. Da man bei Elsberg auf sehr gute Recherche vertrauen kann, erübrigt sich auch das nebenher selbst im Internet nach Informationen suchen (erst jetzt, nachdem ich das Buch weggelegt habe, werde ich noch ein oder zwei Begriffe nachschlagen), sondern man eilt von Seite zu Seite, um am Ende sehr nachdenklich zurückzubleiben. Mich beschäftigt vor allem ein Gedanke: wird die Menschheit irgendwann reif genug sein, für ihre eigenen Fähigkeiten? Auch darauf gibt der Autor nicht direkt eine Antwort. Die indirekte am Ende des Romans macht nicht allzu viel Hoffnung.

    Einziger wirklich minimaler Kritikpunkt: die stellenweise unprofessionelle Vorgehensweise der Ermittler, die man ihnen aber vielleicht angesichts der Umstände nicht mal zum Vorwurf machen kann.

    Dieser Roman wird, wie seine Vorgänger, für viel Diskussionsstoff sorgen. Gut so. Nicht nur Lesern, die an wissenschaftlichen Themen interessiert sind, lege ich dieses Buch ans Herz, sondern alle, die sich um die Zukunft der Menschheit Gedanken machen. Was können, was sollen, was dürfen wir im Namen der Wissenschaft tun? 5 Sterne trotz meiner minimalen Kritik, denn keiner öffnet uns die Augen so gut, wie Elsberg und regt zum Nachdenken an, ohne den Zeigefinger zu heben. Vielmehr zeigt er Pro und Contra aus verschiedensten Blickwinkeln auf und fordert den Leser auf, sich selbst zu entscheiden. Keine Unterhaltungslektüre, aber spannend bis zur letzten Zeile.

    Fazit:
    Gentechnik – Fluch oder Chance? Elsberg gibt keine Antwort, aber viel Stoff zum Nachdenken. Unbedingt lesen!

  • Grauenerregend realistisch, aber fesselnd

    Von: Gwees Bücherwelt Datum: 30. Oktober 2016

    Optisch hält sich der Roman sehr zurück und fällt trotzdem auf, vielleicht gerade wegen dieser Zurückhaltung. Der angedeutete DNA-Strang als Titel ist auf jeden Fall ein origineller Blickfang. Innen ist das Buch typographisch sehr angenehm gestaltet und vor allem die vielen kürzeren Kapitel und Abschnitte laden zum Weiterlesen ein. Die Kurzbeschreibung ist zwar recht lang, aber dennoch – oder gerade deswegen – Interesse weckend und verrät nur die Ausgangspunkte der Geschichte.

    Der Roman hält sich nicht mit langen Erklärungen auf, sondern springt sofort ins Geschehen. Der Außenminister ist tot. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Geschehnisse, die noch kommen. Das Thema Gentechnik wird hier auf sehr interessante Art verarbeitet und hinterlässt bis zum Schluss ein beklemmendes Gefühl und weckt grausige Horrorvisionen für die Zukunft. Hier werden viele Plotstränge vermischt, die an verschiedenen Orten auf der Welt spielen und auf den ersten Blick nur eines miteinander zu tun haben, das große Thema Gentechnik. Diese Plotstränge werden hier raffiniert verwoben und bieten trotz einem ruhigen Erzähltempo viel Spannung und eine rasante Handlung. Bis zum Schluss bleibt die Handlung undurchsichtig, dann sogar noch mehr als zuvor. Vor allem wie geschickt die verschiedenen Handlungen verknüpft werden, ist wirklich bemerkenswert. Gentechnik ist ein Thema, das schon heute Menschen verschreckt und nervös macht, aber die Szenarien, die in dem Roman beschrieben werden, wirken so realistisch, dass alles davon bereits möglich sein könnte. Vor allem die Designerkinder finde ich eine wirklich gruselige Vorstellung. Auch die Entwicklungen an sich sind nachvollziehbar und auch für Laien, die mit vielen der fachspezifischen Begriffe nicht vertraut sind, leicht verständlich. Am Ende lässt der Roman einen vor allem aufgewühlt zurück. Das eher offene Ende ist dabei auf positive Art provokant.

    In „Helix“ gibt es sehr viele Charaktere, die sogar ab und an Perspektivträger sein dürfen. Die wichtigsten sind aber vermutlich Jessica und Helen, die den größten Anteil an der Geschichte haben. Beides sind Frauen, die man vielleicht nicht unbedingt mögen muss, aber vor allem authentisch reagieren. Vor allem Jessica war eine sehr angenehme Figur, mit der man sehr leicht mitfühlen kann. Helen wiederum ist in einer Situation, die vermutlich keiner von uns nachfühlen kann, aber dennoch war für sie auch immer Verständnis da, auch wenn ich ihr Verhalten deswegen nicht unbedingt gebilligt habe. Generell wirken alle Charaktere wie Menschen von der Straße und sind gerade durch die spärliche Charakterausschmückung, die dem Schreibstil sehr entgegen kommt, glaubwürdig.

    Dieser ist sehr sachlich und aufs notwendigste beschränkt. Es gibt keine ewigen Gedankenmonologe oder poetisch anmutende Beschreibungen. Stattdessen erzählt Elsberg direkt und ohne Umschweife. Er kommt auf den Punkt, was gerade in diesem Roman eine Notwendigkeit ist, um das Thema in den Vordergrund zu rücken, was ihm auch gut gelingt. An manchen Stellen waren die Absätze unangenehm lang und erstreckten sich manchmal auch über mehr als eine Seite, aber dies wird von den häufigen Perspektivwechseln wieder ausgeglichen.

    „Helix“ ist in summa ein Roman, der einen noch lange zu beschäftigen weiß und nachdenklich macht. Das Thema ist hochaktuell, heikel und konfliktgeladen und bietet damit den perfekten Stoff. Zudem werden hier die verschiedensten Arten wie Gentechnik eingesetzt werden könnte, kombiniert, wodurch ein noch eindrucksvolleres Bild entsteht. Dies war mein erstes Buch von Elsberg und die vielen positiven Meinungen, die man über den Autor hört, kann ich nur bestätigen. Ihm ist hiermit ein wirklich gutes Werk gelungen. Dennoch muss ich sagen, dass mir bis zum Ende hin das gewisse Etwas gefehlt hat.

    Fazit:
    Dieser Roman hat durch die brisante Themenwahl und sachlich gute Umsetzung das Potenzial dazu, ein neuer Bestseller zu werden. Das Tempo ist zwar eher mäßig gehalten, dennoch möchte man bis zum Schluss weiterlesen.

    Gesamt: 4/5

    Inhalt: 4/5
    Charaktere: 4/5
    Lesespaß: 4/5
    Schreibstil: 5/5

  • Wieder ein sehr empfehlenswerter Science-Thriller mit topaktuellem Thema

    Von: moni2506 Datum: 30. Oktober 2016

    Helix von Marc Elsberg ist ein Science-Thriller, in dem es um Genmanipulation an Pflanzen, Tieren und letztendlich auch Menschen geht. Erschienen ist der Roman Ende Oktober 2016 im blanvalet-Verlag.

    Auf einer Sicherheitskonferenz in München sackt der US-Außenminister plötzlich leblos zusammen und stirbt. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein ungewöhnliches Zeichen entdeckt. Was ist das für ein Virus? Und warum stirbt nur der Außenminister daran?
    Gleichzeitig werden auf der ganzen Welt Tiere und Nutzpflanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften gefunden, die es eigentlich nicht geben kann.
    Helen und Greg wollen Eltern werden. Kurz vorm Einsetzen der befruchteten Eizellen erhalten Sie ein ungewöhnliches Angebot. Wenn sie möchten, können sie ihren Nachwuchs nach ihren Vorstellungen gestalten und zu Wunderkindern machen, die in der modernen Welt viel konkurrenzfähiger sind als normale Kinder.
    Eines der dort schon hervorgebrachten sonderbegabten Kinder verschwindet und mit der Zeit ergeben sich Hinweise, dass all die außergewöhnlichen Ereignisse einen Zusammenhang haben...

    Auch mit Helix ist dem Autor Marc Elsberg wieder ein spannender und äußerst interessanter Science-Thriller gelungen. Wie auch schon bei Zero oder Blackout wurde hervorragend recherchiert. Das Thema der Genmanipulation, wie sie in diesem Thriller beschrieben wird, ist topaktuell. Wenn man einige der Begriffe, die im Buch auftauchen, googelt, findet man hierzu sehr aktuelle News, die dem entsprechen, was Marc Elsberg in seinem Roman erzählt.
    Der Autor geht aber noch über die heutigen Möglichkeiten hinaus (hoffentlich zumindest) und erschafft ein erschreckendes Szenario, was mit der im Buch beschriebenen Technik alles möglich sein könnte. Hierbei lässt er aber auch nicht aus, dass es durchaus auch positive Effekte geben könnte.
    Der Schreibstil hat mir durchweg sehr gut gefallen und war gut und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und die Szenen werden schnell gewechselt, so dass die Spannung durchgehend aufrecht erhalten wird und der Roman sehr temporeich ist. Hierzu tragen auch immer wieder kurze und prägnante Sätze bei.
    Mit dem Thema Genmanipulation hat sich Marc Elsberg ein sehr komplexes und schwieriges Thema ausgesucht. Die Zusammenhänge werden auch für Laien verständlich dargestellt, so dass ich dem Geschehen jederzeit folgen konnte und auch das Gefühl hatte, das Gelesene verstanden zu haben, auch wenn man natürlich davon ausgehen muss, dass hier einiges vereinfacht dargestellt wurde.
    Wie ich in einem kürzlich erschienen Interview auf kurier.at gelesen habe, wäre der Autor auch einer Verfilmung seiner Bücher nicht abgeneigt. Ich finde ja durchaus, dass man das auch merkt, wenn man seine Bücher liest. Zum Ende hin wird es doch immer sehr action- und ereignisreich und ich könnte mir alle Bücher sehr gut als Film vorstellen.
    Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die ich an diesem Roman nicht ganz so gelungen fand. Zum einen dachte ich mir an einem Punkt, so doof kann die Person doch jetzt nicht sein. Immerhin weiß diese Person, dass es sich um ein Wunderkind mit weit überdurchschnittlichen Fähigkeiten handelt.... Zum anderen fand ich das kleine Techtelmechtel zwischen der Hauptermittlerin und dem Wissenschaftler etwas überflüssig und auch Helen, die sich ein modernes Kind einsetzen lassen hat, war mir teilweise ein bisschen zu hysterisch.

    Fazit: In der Gesamtheit betrachtet aber wieder ein sehr guter Thriller, der mich darin bestärkt auch weiterhin Bücher von Marc Elsberg zu lesen. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle dieses Buch allen, die sich nicht vor komplexen Themen scheuen, die zum nachdenken anregen.

    Vielen Dank an blanvalet und das bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

  • Großartiger Wissenschaftsthriller

    Von: Christian Datum: 29. Oktober 2016

    Willkommen in "New Gardens": Planen Sie sich am Computer ihren perfekten Nachwuchs und sogen Sie dafür, dass ihr Kind zur zukünftigen Elite gehört! Wer würde nicht schwach werden, wenn er seinem Kind eine sorgenfreie und gesunde Zukunft bieten kann?

    Inhalt:
    Zum großen Glück fehlt Helen und Greg der Kindersegen: Da sie auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, wenden Sie sich an eine Kinderwunschklinik. Doch diese Klinik will ihnen nicht nur diesen Wunsch erfüllen - sie bietet dem Paar auch die Teilnahme an einem neuen Forschungsprogramm an. Helen und Greg sollen sich am Computer ihr perfektes Kind gestalten - vom Geschlecht, der Augenfarbe und dem Intellekt ist alles möglich! Was haben diese Ereignisse mit dem bakteriell verursachten Tod des US-Außenministers, der Entführung der amerikanischen Präsidentin und den merkwürdigen Ereignissen auf den Anbaufeldern in Indien oder Tansania zu tun? Und wurde tatsächlich ein Killervirus freigesetzt? Eine internationale Katz- und Mausjagd beginnt, bei der Helen und Greg eine Schlüsselrolle spielen werden...

    Meine Meinung:
    Nachdem Marc Elsberg uns mit Blackout unsere Abhängigkeit von Elektrizität vor Augen geführt hat, spielte er in Zero mit der Angst des alles sehenden Big Brothers. In Helix widmet er sich einem, weiteren spannenden und sehr aktuellen Thema: Genforschung und deren Manipulation!
    Neben dem komplexen Grundthema fordert das Buch auch durch einen verwobenen Plot mit vielen Protagonisten - einen wirklichen Hauptcharakter gibt es in Helix nicht. Stattdessen erzählen die kurzen Kapitel die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven. Glücklicherweise kann man dem Geschehen aber trotzdem sehr gut folgen und das Buch bleibt durchweg spannend.
    Dazu gehören auch die angeschnittenen (moralischen) Fragestellungen zu diesem Thema: Sind genetisch konstruierte Menschen wirklich "Menschen" mit den entsprechenden Menschenrechten? Und ist es eigentlich eine gute Sache, wenn man durch die Veränderungen auch Erbkrankheiten auslöscht und die Menschheit durch eine höhere Intelligenz einige Schritte nach vorne bringt? Das Buch bietet also wieder einiges an Diskussionsmaterial!
    Ein wenig Kritik habe ich aber trotzdem: Die beschriebenen Kinder erinnern einen tatsächlich (vor allem am Anfang) an die auch im Buch angedeuteten X-Men und wirken durch ihre Schnelligkeit etc. deshalb etwas unrealistisch. Am Ende benehmen sie sich dann aber nicht mehr ganz so clever. Zwischenzeitlich hatte ich auch das Gefühl, dass sich das Buch in eine endlose Verfolgungsjagd hineinsteigert. Das Ende ist dann aber wieder große Klasse und bietet weiteren Diskussionsstoff - hier will ich aber natürlich nicht vorweggreifen.

    Fazit:
    Ein großartiger Wissenschaftsthriller mit viel Diskussionsmaterial: Helix ist durchweg spannend und regt zum Nachdenken an. Ich vergebe 5 Sterne und freue mich bereits jetzt auf neuen Lesestoff des Autors.

  • Ein sehr fesselnder Wissenschaftsthriller der mich sehr begeistert hat.

    Von: Lena Kaspers Datum: 28. Oktober 2016

    Inhalt
    Haben Sie die Gene zum Überleben? Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


    Meine Meinung
    Es war mein erstes Marc Elsberg Buch und ich weiß jetzt schon ich will die anderen auch lesen. Marc Elsberg Schreibstil ist einfach nur klasse trotz einen sehr wissenschaftlichen Themas was in diesen Buch behandelt wird hatte man nicht das Gefühl es nicht zu verstehen. Ebenso toll fand ich die kurzen aber aussagekräftigen Kapitel. Dieses Buch hat mich umgehauen es war fesselnd aber auch echt erschreckend zu sehen was möglich ist oder werden kann. Trotz der vielen Handlungsstränge kam man immer mit und wusste nach 1 oder 2 Sätzen wo man grade ist und bei welchen Personen. Er zeigt ihr deutlich auf das Forschung wichtig ist aber man sie gezielt einsetzen muss damit so etwas wie in diesen Buch nicht passiert. Sonst baut man wohl möglich wirklich irgendwann die perfekten Krieger zum Töten. Das Buch war Actionreich und wirklich spannend trotz Wissenschaft. Ich könnte mir dieses Buch wirklich als richtig genialen Kinofilm vorstellen. Ich bin wirklich begeistert.


    Fazit
    Ein rund um gelungener Wissenschaftsthriller der Spannend fesselnd und erschreckend zu gleich war. Ich kann dieses Buch nur jeden empfehlen mich hat es echt vom Hocker gerissen.

  • Spannender Wissenschaftsthriller zum Thema Genmanipulation

    Von: Yvonnen Datum: 27. Oktober 2016

    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden, das vermutlich durch Bakterien verursacht wurde. In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und -tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Ein inoffizielles privates Forschungsprogramm verspricht vom Kinderwunsch getriebenen Paaren besonders begabte Kinder. Als eines dieser Kinder verschwindet, deutet alles plötzlich auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt.

    Im Normalzustand ist DNS in Form einer Doppelhelix aufgebaut, die sich hier auf dem Cover stilisiert um den Buchtitel „Helix“ windet. So wird der Leser in ansprechender Weise auf das Thema „Gentechnik“ vorbereitet, um das es hier geht. Dass einen dabei auch schon mal ein mulmiges Gefühl im Magen beschleichen kann, verstärkt die Ergänzung „Sie werden uns ersetzen“.

    Da ich von dem Autor bereits „Blackout“ und „Zero“ begeistert gelesen habe, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch gesteckt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

    In kurzen Kapiteln streben abwechselnd vier Handlungsstränge, in denen es um genmanipulierte Tiere und Pflanzen, eine personalisierte Biowaffe, genmanipulierte Wunderkinder und ein kinderloses Ehepaar geht, unaufhaltsam aufeinander zu. Schnell entwickelt dieses Buch einen Sog, in dem es viel Interessantes über Genmanipulation, Biochemie und Medizinethik zu erfahren gibt. Und auch mit nur minimalen Vorkenntnissen in diesen Bereichen konnte ich den Schilderungen folgen, wobei ich für mich nicht den Anspruch erhebe, die Details bis ins kleinste verstehen und auf den Wahrheitsgehalt überprüfen zu müssen. Immerhin hatte ich von einigen Dingen bereits durch die Medien gehört, anderes war mir neu, konnte aber mein Interesse wecken und regte zum Nach- und Weiterdenken an.

    Wie auch schon bei den anderen Büchern von Marc Elsberg gefällt mir die Nähe zum gegenwärtigen Stand der Technik und der Wissenschaft. Man hat das Gefühl so nah dran zu sein, dass genau das, was man als Fiktion im Buch liest, in der Realität möglich sein könnte. Dies erzeugt einen besonderen Nervenkitzel und ich war beim Lesen oft hin- und hergerissen zwischen dem, was Genmanipulation für die Menschen Positives bedeuten könnte und welche Gefahren sie auf der anderen Seite birgt.

    Dabei wird dieses Buch allerdings auch nicht zu nachdenklich, sondern bleibt spannend und unterhaltend bis zur letzten Seite und hat zudem noch einige Szenen zu bieten, die sich als tauglich für jeden Actionfilm erweisen würden.

    Marc Elsberg ist mit „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ein spannender temporeicher Wissenschaftsthriller zum Thema Genmanipulation gelungen, den ich wirklich empfehlen kann.