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  • Super Story mit ein paar Längen

    Von: Nenis Welt Datum: 31. Oktober 2017

    Zum Cover: Ich finde es wirklich sehr passend, auch wenn es nicht besonders auffällig ist. Aber da es super zur Geschichte passt, bin ich damit zufrieden.

    Zum Inhalt: Die Geschichte wird aus der Erzähl-Perspektive erzählt, allerdings wird mal zwischen verschiedenen Personen gewechselt. Zu Anfang eines jeden Kapitels wusste ich daher leider nicht immer, um welche Person es gerade geht. Das war ab und an etwas verwirrend. Der Schreibstil hat mir super gut gefallen und ich finde, dass Marc Elsberg einen einfach immer wieder fesseln kann. Dennoch hatte das Buch einige Längen, besonders, wenn es um die Gentechnik ging. Es ging so tief in die Marterie. Das war einfach zu viel für, daher habe ich ab der hälfte das Buch als Hörbuch gehört. Dieses ist im Übrigen sehr gut vertont!

    Die Charaktere finde ich super interessant und haben mir allesamt gefallen. Welche ich besondes interessant fand kann ich euch leider nicht sagen, denn dann würde ich spoilern und das gibts nicht.

    Die Geschichte hat mir super gefallen und ich finde die Bücher von Marc Elsberg jedes mal wieder super interessant. Das Thema Genmanipulation ist so interessant und vielseitig. Nach solchen Büchern fühle ich mich immer etwas klüger, denn man hat nicht nur eine spannende Geschichte gelesen, sondern auch was dazugelernt. Trotz allerhand wissenschaftlicher Fremdworte kann man alles gut verstehen. Das ist wirklich wichtig bei so einem Buch!

    Besonders toll fand ich übrigens den rasanten Einstieg, genauso wie die unerwarteten Wendungen der Story.

    Fazit: Super spannendes Buch mit ein paar Längen! Ich kann es euch trotzdem nur empfehlen.

  • Helix sieht nicht nur im Regal gut aus

    Von: fliegende_zeilen Datum: 22. Oktober 2017

    Handlung
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden - von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und - tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung. Er erzählt ihnen von einem - noch inoffiziellen - privaten Forschungsprogramm, dass bereits über hundert "sonderbegabte" Kinder hervorgebracht hat. Und wollen Helen und Greg ihrem Nachwuchs nicht die besten Vorrausetzungen geben? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin - nicht nur in München, sondern überall auf der Welt...

    Bewertung
    So wie man es von Marc Elsbergs Büchern kennt, ist auch Helix in mehrere Handlungen unterteilt, die dann im Verlauf der Geschichte zueinander finden. Was ich bei Black Out noch anstrengend fand, war jetzt gar nicht mehr problematisch. Ausserdem ist das Buch in 134 kurze Kapitel unterteilt, was das Lesen sehr angenehm gestaltet. Das Thema Genmanipulaton finde ich total spannend, und ich war auch froh, dass Marc Elsberg aus alten Fehlern gelernt hat, und sich diesmal nicht zu lange an Fachinformationen aufgehalten hat. So bekam man auch als Laie die wichtigsten Kenntnisse um die Geschichte verstehen zu können. Und die hatte es in sich. Allein die letzten Kapitel waren 5 Sterne wert. Denn Elsberg beherscht sein "Handwerk". Geschickt verbindet er Reales mit Fiktion, und vergisst nicht den Blick für die Zukunft.
    Einziger Kritikpunkt waren kleinere Handlungsstränge die zum Ende nicht mehr ganz so detailreich beendet wurden, oder sogar ganz offen blieben. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

    Fazit
    Es spielt keine Rolle ob man mit Marc Elsberg und seinem Schreibstil schon vertraut ist, oder auch nicht. Helix ist ein Wissenschaftsthriller für jeden. Dieses Buch bietet Stoff für Disskusionsrunden und hat mich nicht so schnell wieder losgelassen.

  • ein paar Fehler

    Von: Sabrina Jenrich Datum: 16. September 2017

    Interessant zu lesen. Prima Thema.
    ein weiblicher "president" in den USA wäre mit MADAM President anzureden, nicht Mrs..
    Da es sich um die deutschsprachige Ausgabe handelt, wäre DNS (Säure) korrekt, im Englischen ist es DNA (Acid). bis Seite 84, weiter bin ich noch nicht.

  • Wissenschaftlicher Thriller mit Alptraumpotenzial

    Von: wortkaefig Datum: 14. September 2017

    Dieses Buch habe ich bereits vor einer Weile beim Bloggerportal bestellt und dann unangemessen lange auf dem SuB liegen lassen. Es verhält sich jedoch so mit Sience-Fiction, dass ich eine gewisse Stimmungslage unerlässlich fürs Lesen finde. Die Laune fand ich nun endlich, lasst uns loslegen. Hier noch ein grosses Dankeschön an den Blanvalet-Verlag und das Bloggerportal für das Buch.
    Dies war mein erstes Rendezvous mit dem Autor, obwohl mir Blackout schon von sehr vielen bekannten empfohlen wurde (die Zeit kommt auch bestimmt).
    Über die Story: Der US-Aussenminister kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. In Afrika züchten die ärmsten Bauern Wundermais und Helen Cole bekommt nicht nur ein Baby, sondern ein äusserst verlockendes Angebot.
    Was mir gefiel:
    Die Aufmachung des Buches. Ansprechendes Cover. Aber der richtige Coup kommt sobald du es öffnest. Ich dachte erst, der Verlag hätte gespart und das Schwarz des Innencovers wäre ausgebleicht. Haha, weit gefehlt. Es ist ein Southern-Blot. Also DNA. Ich liebe es.
    Der Schreibstil ist sehr sauber, die Gliederung in kurze Kapitel auch eine gute Wahl. Die vielen Erzähler bringen die Geschichte langsam auf den gleichen Nenner. Zudem nicht allzu viel Exposition was den wissenschaftlichen Hintergrund angeht. (Fun Fact: Ich war auf einer Fortbildung und die letzte Vorlesung hatte das Thema Zukunft der Medizin. Ich hatte dieses Buch dabei und es erschien CRISPR/Cas9 auf der Folie. So ein beunruhigendes Gefühl.)
    Die Spannung baut sich zwar für meinen Geschmack etwas langsam auf, aber gegen Ende… oh boy. Brillant. Ganz ehrlich, das Buch lohnt sich sogar nur für die letzten 2 Seiten. Holt dich aus der Fiktion in die Realität in einer Sekunde mit einem Kopfschütteln. Es werden schwere Fragen aufgeworfen und ich habe auch während dem Lesen mehrmals umgedacht und teils richtig Angst bekommen. Nachdenken und Angst ist eine gewinnende Kombi.
    (Noch ein kleines Plus, such mal die Website www.helix-das-buch.de auf, interessante Facts, Interview mit dem Autor und viel mehr, wirklich spassig und schön aufgebaut.)
    Was mir nicht gefiel:
    Dieser kleine, nebensächliche Flirt/Lovestory zwischen 2 der Protagonisten hat mich etwas gestört. Empfand ich einfach als unnötig.
    Das Tempo war mir etwas zu langsam. Der letzte Abschnitt hat es zwar perfekt hingekriegt, davor aber hatte ich teilweise etwas Mühe.
    Für wen und für wann: Verschwörungstheoretiker, möchtegern-Genforscher, und alle Thriller-Fans. Lohnt sich für die paar schlaflosen Stunden.

  • Grandioses Buch

    Von: Anne Datum: 14. September 2017

    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Inhalt/Meinung:

    Die Geschichte spielt an verschiedenen Standorten der Welt – Deutschland, den USA, Tansania – was es zu Beginn etwas schwierig gestaltet der Handlung zu folgen. Jedoch konnte ich mich schnell einlesen und kam gut mit.
    Dass es tatsächlich gen-manipulierte Kinder auf der Welt gibt, will zunächst niemand glauben, denn es klingt zu absurd. Auch dass die Wissenschaft so weit fortgeschritten ist, konnte unmöglich sein. Doch es gibt sie, und die Wissenschaft macht es möglich, wie die Kinderwunschklinik in Kalifornien beweist. Doch, nie hat jemand daran gedacht, dass die Kinder besser, schlauer und gewiefter sind, als ihre Erschaffer.
    Eine Verschwörung jagt die nächste und es scheint alles irgendwie zusammen zu hängen. Doch wie, das galt es herauszufinden.

    Das Buch ist unheimlich gut und spannend geschrieben. Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei. Die Handlung klang teils so absurd und schockierend, dass man einfach weiter lesen musste. Zu Beginn baut sich die Handlung langsam auf, teils etwas zu langsam… (für meinen Geschmack).
    Man erfährt von Kuriositäten auf der ganzen Welt… besonders, jedoch dreht es sich zu Beginn um Mais, der außergewöhnlich gut wächst, in einer Gegend, in der das gar nicht sein dürfte. Dann lernt man Helen und Greg kennen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Ihr Arzt, der eine künstliche Befruchtung durchführen sollte, weißt sie auf eine Kinderklinik in Kalifornien hin, die ihre Kinder nach ihren Wünschen einpflanzen können. Kinder mit außergewöhnlichen Talenten. Das klingt doch total absurd oder?! Das dachten sie sich auch und überzeugten sich, mir anderen „künftigen Eltern“, davon.
    Und dann fängt die Geschichte an, so richtig spannend zu werden. Die Ermittlungen des ermordeten US-Außenministers laufen auf Hochtouren und sie stoßen dann ebenfalls auf die Kinderklinik. Und ab da, konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen!!

    Das Buch geht nur teilweise glücklich aus… Das liegt, denke ich, im Auge des Betrachters. Für seicht besaitete Seelen ist dieses Buch auch nichts, für meinen Geschmack. Ich selbst musste ab und an ganz schön schlucken, denn man fühlte sich, als wäre man mitten in der Geschichte, oder stünde neben eines dieser „besonderen“ Kinder. Teilweise wirkten sie erwachsen und dann, im nächsten Moment wieder, wie ein kleines Kind, was es ja auch eigentlich war. Das wirkt teils wirklich verstörend. Jedoch ist es ein Meisterwerk, was ich wärmstens empfehlen kann.

    Fazit:

    Das Buch hat mich 100 % überzeugt!! Und verdient daher auch volle 5 Sterne. Ein Buch, was einem den Atem anhalten, den Kopf schütteln lässt. Man fällt in Unglaube. Ein sehr fassettenreiches Buch und wirklich zu empfehlen.

  • D.Wilke

    Von: Deborah Wilke Datum: 08. September 2017

    Cover:
    Das cover ist sehr schlicht gehalten. Die gelbe Schrift sticht aus dem schwarzen umrand sehr raus und das macht das Buch etwas spannender.


    Schreibstil:

    Da es mein erstes Buch von dem Autor ist, fand ich den Schreibstil echt gut. Zwar musste ich mich erstmal daran gewöhnen, da ich doch andere Autoren vorher bevorzug habe, aber er kann auch gut schreiben.


    Meinung:
    Am Anfang war es schwer für mich in die Geschichte einzutauchen. Doch nach und nach kam ich in die Geschichte rein. Leider hat mir aber die Geschichte nicht so zu gesagt. Ich weis, es ist eigentlich ein sehr wichtiges und interessantes Thema mit dem die Geschichte spielt, doch irgendwie kam ich da nicht so rein.
    Vom spannungsfaktor war es aber sehr gut, doch irgendwie fesselte es mich nicht ganz.

  • - aktueller und spannender, aber nüchtern erzählter Wissenschaftsthriller über Genetik und Genmanipulation -

    Von: LACK OF LIES Datum: 07. September 2017

    ELSBERG, MARC - Helix. Sie werden uns ersetzen
    (Blanvalet)

    - aktueller und spannender, aber nüchtern erzählter Wissenschaftsthriller über Genetik und Genmanipulation -

    Der US-amerikanische Außenminister bricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz zusammen. Er erleidet einen Herzanfall und stirbt im Krankenhaus. Während der anschließenden Obduktion bildet sich ein grinsender Totenkopf auf seinem entnommen Herzen. In Tansania befällt der Armyworm die Maisfelder und zerstört ganze Ernten. Nur ein kleines Gebiet bleibt verschont. Hier sind die Maiskörner viel größer als andernorts. Summende Luftgeister seien dafür verantwortlich, wie eine Bäuerin zu berichten weiß. In dieser Art Super-Mais werden Gene für unterschiedliche Resistenzen gefunden, die andere Sorten in der Gegend nicht aufweisen. Die Konzerne wollen dessen Ausbreitung verhindern, würde es doch Milliarden an Investitionen zunichtemachen und fest einkalkulierte Gewinne schmälern. Dann verschwindet eine hochbegabte 15-jährige. Zuvor hatte sie auf falschen Namen ein Konto mit Millionenbewegungen angelegt. Weltweit kommt es zu immer weiteren, unerklärlichen Resistenzen bei Flora und Fauna. Dass sie genetische Veränderungen erfuhren, hat der Gentechnikkonzern Santira bereits in Erfahrung bringen können. Doch wer steckt hinter dem geschäftsschädigenden Eingriffen in Mutter Natur? „Helix. Sie werden uns ersetzen“ ist ein Wissenschaftsthriller über die Gefahren der Gentechnik, Genetik und Biotechnologie. Er gibt tiefe und erschreckende Einsichten in die Mikrobiologie deren Technologisierung, sowie deren Vermarktung.

    In einer Spezialklinik wird mehreren Paaren die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung offeriert und damit auch die Gelegenheit dem ungeborenen Leben durch gezielte Genmanipulation ganz besondere Fähigkeiten mitzugeben, es zu modifizieren, komplexer zu gestalten und es zu "verbessern". Die Apotheose der Wissenschaft. In den Anlagen einer Gated Community forschen etliche Akademiker, die Versuche am genetisch optimierten Menschen durchführen. Hier können sich die Paare bereits ein Bild der verschiedenartigen Fähigkeiten der Wunderkinder machen. Als die genetisch modifizieren, hochbegabten Wunderkinder jedoch anfingen, während eines Baseballspiels die physikalischen Gesetzte der Schwerkraft außer Kraft zu setzen und durch die Lüfte zu wirbeln wie in chinesischen Martial Arts Filmen, wurde mir der bis dahin interessante und wissenschaftlich fundierte Roman dann leider doch kurzzeitig eine Spur zu albern. Dann flüchtet eines dieser angepriesen Superkinder. Es hatte irrwitzige Vorbereitungen getroffen und plötzlich befindet sich die Menschheit am Beginn einer neuen Zeitrechnung.

    Marc Elsberg (eigentlich Marcus Rafelsberger) ist ein, am 03.01.1967 in Wien geborener und dort mittlerweile auch wieder ansässiger Science-Thriller Autor. Er arbeitete jahrelang in Hamburg und Wien in der Werbebranche und schrieb als Kolumnist für die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. Mit Vorgängerromanen wie „Blackout“ und „Zero“ erlangte Marc Elsberg internationale Bekanntheit und Anerkennung. Das 646 Seiten umfassende Werk „Helix-Sie werden uns ersetzen“ ist sein mittlerweile siebter Roman. Es ist ein Buch über Moral und Ethik geworden, das die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellt, aber auch eine erschreckende Zukunftsvision, wie sie uns früher ins Haus stehen könnte, als uns allen lieb sein kann. Elsberg arbeitet gerne mit Effekthascherei und Cliffhangern am Ende der kurzen, prägnanten Kapitel, von denen es insgesamt 134(!!!) hat. Kurze Kapitel mit viel Leerlauf in Form weißer, unbedruckter Passagen oder ganzer Seiten bauschen den Roman künstlich auf 646 Seiten auf. Der Autor schiebt aber auch immer wieder interessante Fakten über Wirtschaft und Technologie in den Plot, überfordert den Leser damit nicht und macht die Geschichte dadurch interessanter. Zum Beispiel das "Land Grabbing" in Afrika, welches eine makabere Begrifflichkeit bezüglich des Massenaufkaufs ganzer Ländereien durch große arabische, indische, chinesische, südkoreanische, US-amerikanische, britische oder deutsche Konzerne oder halbstaatliche Organisationen darstellt, um die eigene Landbevölkerung ernähren zu können, während die einheimische Bevölkerung weiter und immer schlimmer Hunger leiden muss. Der Fortschritt auf dem Gebiet der Gentechnik ist erschreckend. Zitat S. 140: "Vor allem, wenn man bedenkt", mischte sich Gordon ein, der ihrer Unterhaltung gefolgt war, "dass sich inzwischen jeder einigermaßen versierte Hobbygenetiker in seinem Küchen- oder Garagenlabor daran versuchen kann."

    „Helix. Sie werden uns ersetzen“ ist eine recht nüchterne, faktenbasierte und unemotionale Erzählung mit durchaus interessanten Denkansätzen. Marc Elsbergs Schreibstil ist rund, verlangt dem Leser aber durchaus ein klein wenig Hintergrundwissen ab. Trotz des umfangreichen Personals, welches den gesamten Plot über leider ein wenig blass bleibt, kommt man aufgrund der jeweiligen Gegebenheiten und Beschreibungen recht gut mit der Namensvielfalt zurecht. Der Autor rasselt sein interessantes Thema allerdings recht trocken herunter, lässt seinen Mitarbeiterstab zu viel recherchieren und baut irgendwann kaum mehr Spannung auf, was für ein kleines Spannungstief zur Mitte des Plots hin verantwortlich ist. Die subtile Spannung reicht meiner Meinung nach allerdings aus, die vergleichsweise trockene Erzählung nahezu den gesamten Plot über zu tragen. Marc Elsberg wirft aber auch einige wahrlich erschreckende Denkanstöße über Moral, Ethik, Wirtschaft, Wissenschaft und Menschenrechte in den Raum. Es geht ihm um die wichtigen moralischen Fragen an die Gesellschaft und die Verantwortung des ureigenen Ichs.

    Meine Wertung: 82/100

    www.marcelsberg.com

    Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Buch/HELIX-Sie-werden-uns-ersetzen/Marc-Elsberg/Blanvalet-Hardcover/e487809.rhd

    ORIGINALAUSGABE
    Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 648 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
    ISBN: 978-3-7645-0564-6
    € 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
    Verlag: Blanvalet
    Erschienen: 31.10.2016

    LACK OF LIES – Reviewing The Hard Stuff
    www.lackoflies.com

  • Einwanfrei!

    Von: A.Pauly Datum: 06. September 2017

    Viel zu sagen hab ich eher nicht, muss aber doch die bequeme Möglichkeit, dem Autor zu danken, mal nutzen. Ich hatte seit langem kein Buch mehr, das gleich von der ersten Seite so flüssig los- und durchgehend spannend weiterging. Ich hatte auch durchgehend das Gefühl, einen Film zu sehen. Eine großartige anschauliche und bilderzeugende Schreibweise. Nur das Ende ... wie bei vielen ernsthaften Filmen leider zu realitätsnah ... man hätte doch gern irgendwas happyendiges.
    Nein, soll keine ernsthafte Kritik sein, das Buch ist Klasse.
    Vielen Dank für die spannenden Stunden

  • Spannender Gentechnikthriller

    Von: Buchfeeteam Datum: 06. August 2017

    Inhalt

    Mehrere Dinge geschehen nahezu parallel: Die hochbegabte Jugendliche Jill verschwindet. Ein Außenminister wird durch einen Virusanschlag ermordert. In mehreren Entwicklungsländern werden mit unbekannten genetischen Hilfsmitteln veränderte Tiere und Pflanzen entdeckt. Einem Elternpaar wird ein genetisch manipuliertes Kind mittels künstlicher Befruchtung angeboten.

    Wie passt das alles zusammen, wo sind die Zusammenhänge? Unabhängig voneinander vermuten mehrere Personen zusammenhänge zwischen den Vorfällen. Hat hier eine Regierung oder eine Genfirma die Finger im Spiel?


    Doch wie passt die Jugendliche Jill da hinein und was hat die Nachricht zu bedeuten, die man bei ihren Sachen findet, sich vor Gene in Acht zu nehmen?

    Nach und nach werden Machenschaften in ungeahntem Ausmaß aufgedeckt - und eine Zukunft, die es noch gar nicht geben dürfte, stellt sich als längst Realität geworden heraus.


    Beurteilung

    Wie weit darf Gentechnik gehen und wo sind die Grenzen? Wie weit sind wir wirklich? Wo sind uns - technisch und ethisch - die Limits gesetzt?

    Diesen Fragen geht der Roman "Helix" in spannendster Form nach. Wie auch schon bei "Blackout" verspricht dieses Buch Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite. Obwohl es sich bei Genmanipulationen um ein relativ komplexes Thema handelt, schafft es der Autor, uns das Thema ohne zuviel Fachsimpelei nahezubringen und die essenziellen Fragestellungen der Moral und des technisch Möglichen in seinen Roman zu verbauen.

    Das ganze eingepackt in verschiedene Handlungsstränge, die im Verlauf des Buchs gekonnt zusammenlaufen.

    Das Buch zeigt sowohl die guten als auch die schlechten Seiten der Gentechnik auf: Wie viel Gutes und Nützliches könnte man damit auf unserer Welt bewirken. Doch leider ist es wie bei allem: Es wird ein Geschäft daraus gemacht, von dem die Reichen profitieren, anstatt es dort uneigenützig einzusetzen, wo es das Leben von Millionen zum Besseren verändern könnte: In den Entwicklungsländern und anderen armen Regionen der Welt.

    Auch müssen wir uns die Frage stellen, wie weit die Wissenschaft wirklich ist. Woran wird vielleicht schon experimentiert, was die breite Öffentlichkeit nicht ahnt? Eine ordentliche Portion Verschwörungstheorie ist hier natürlich auch dabei, wenn es nach manchem Leuten geht, sind wir ja schon munter im Kontakt mit Aliens und haben die halbe Galaxie erobert, aber das Volk auf der Erde wird dumm gehalten...hier muss jeder für sich entscheiden, was er glauben will und was nicht.

    Fakt ist: Helix greift ein seit Jahren sehr heißes Eisen von Thema auf, dass immer mal wieder bei passender Gelegenheit in den Medien hochkocht und dann wieder totgeschwiegen wird.

    Fakt ist: Gentechnik kann unser Leben, wie wir es kennen, verändern.

    Unwillkürlich beschäftigt man sich neben dem Lesevergnügen dieser spannenden Geschichte auch unabhängig von der Geschichte mit diesem Thema, das aber ein so weites Feld der Wissenschaft umfasst, dass man es nicht mit ein paar Zeilen abhandeln kann.

    Um auch wieder auf das Buch selbst zu sprechen zu kommen: Helix ist fantastisch geschrieben, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Packend geschrieben, steigert sich die Spannung von Seite zu Seite, und die vielen Protagonisten, allen voran das Paar Helen und Greg, aber auch die Kinder Jill und Eugene, sind sehr interessant entwickelt und vor allem sehr unterschiedliche Charaktere.

    Marc Elsberg ist für mich nach den zwei bisher gelesenen Werken ein Garant für intelligente Spannung, in denen die größten Fragen und Ängste unserer Zeit in Romanform thematisiert werden.

    Ja, es ist ein Schinken mit knapp 700 Seiten, aber gut verdaulich und leicht zu lesen. Kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen.

  • …bedrückend, emotional, verstörend

    Von: sally1383 Datum: 04. August 2017

    Kritik:

    Cover: Schlichter schwarzer Umschlag. In gelber Schrift die Letter „HELIX“ auf einer Doppelhelix. Damit passt sich das Buch stilistisch in die Eisberg-Bücher ein und sie sehen einfach schön im Regel aus. Außerdem gibt es auch schon kleine Hinweise, womit sich das Buch thematisch beschäftigt.

    Inhalt/Eindrücke: „BLACKOUT“ hab ich damals verschlungen, auch den Nachfolger „ZERO“ fand ich spannend, wenn auch etwas schwächer als das Debüt. Also war es keine Frage, dass ich auch Elsbergs drittes Buch lesen musste. Und wieder hatte ich Glück und bekam von Blanvalet ein Rezensionsexemplar gestellt. Zusätzlich habe ich mir das ebook und das Hörbuch besorgt, weil ich keine Zeit verschwenden wollte. Dieses Buch hat mich wieder voll gepackt. Es wirft wieder Fragen auf, regt zum Nachdenken an. Was würden wir tun? Würden wir die genetische Zusammensetzung unserer Kinder beeinflussen, wenn wir könnten, um ihnen einen Vorteil in unserer Leistungsgesellschaft zu verschaffen? Wie weit dürfte man dabei gehen? Übermenschen schaffen? Wo zieht man die Grenze?

    Wieder gibt es zunächst viele Figuren und Handlungsorte, so dass man dran bleiben muss, um den Überblick zu behalten. Das sind wir von Eisberg schon gewohnt und hat bisher der Geschichte nur mehr Spannung gegeben. Auch hier hatte ich damit weniger Probleme. Zum Ende hin hätte ich ihm aber gerne einen Tritt verpasst. Da hatte es seine Längen, aber der Abschluss war wieder zufriedenstellend.

    Charaktere: Helen und Greg wollen Kinder, haben bisher aber kein Glück gehabt, schwanger zu werden und zu bleiben. Als sie da das Angebot bekommen, sich ihr Kind als Designerbaby schaffen zu können mit allen Eigenschaften, die ihm einen Vorteil verschaffen würden in der heutigen Leistungsgesellschaft, stehen sie vor einem Haufen Fragen. Sie waren mir sympathisch, ich habe sie verstanden. Es ist sehr verlockend, sich auf ein solches Angebot einzulassen.

    Aber auch Jill und Eugene als genmanipulierte Kinder geben eine Perspektive auf diese Problematik. Sie sind das Produkt der Experimente. Was bedeutet ein solches Eingreifen in die Genetik für die Kinder? Wie gliedern sie sich ein in die „normale“ Gesellschaft? Welche Gefahren gehen von ihnen aus? So unterschiedlich beide sind und so unterschiedlich sie mit dem Problem umgehen, so unterschiedlich fühlt man auch mit ihnen. Einerseits sind sie noch Kinder. Doch kann man sie auch so behandeln? Man schwankt zwischen Mitleid, Unverständnis, Angst und Ärger/Wut.

    Stil/Gliederung: Am sprachlichen Stil gibt es wie in den Vorgängern nichts zu bemängeln. Die Kapitellänge ist wieder angenehm kurz. Anders als im Debüt fehlt wieder die Überschrift mit Zeit und Ortsangabe, die einen den Einstieg in die Kapitel erleichtert, weil man gleich weiß, um wen es jetzt gehen wird. Aber anders als bei Zero hat mich das hier weniger gestört. Eigentlich wusste ich auch so immer gleich, um wen es geht. Den vielen Handlungsorten und Figuren bleibt er auch treu. Wird wohl zu seinem Markenzeichen.

    Fazit:

    Mit diesem Buch hat Marc Elsberg sich zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert. Mir hat es wieder besser gefallen als Zero. Eine Leseempfehlung. Und wenn er wieder ein Buch herausbringt, werde ich wieder mit von der Partie sein. Ich kann es eigentlich kaum erwarten. Denn seine Themen sind immer aktuell, immer kontrovers und regen zum Nachdenken an, sind aber dennoch spannend.

  • Das Buch: HELIX

    Von: Heinrich Rupp Datum: 30. Juli 2017

    S.g. Herr Elsberg!
    Habe auch das Buch Helix mit großen Interesse gelesen, wie auch die beiden Bücher Blackout und Zero. Das Buch Blackout zum wiederholten Mal. Der Hinweis auf die eigenen Vorkehrungen im Notfall und die Behörde haben mir geholfen. Leider ist die Risikobeurteilung Sache des Kreises und keine Behörde kann hier Vorschriften machen, aber ich lasse nicht locker hier im Kreis.
    Möchte Sie noch auf einen Schreibfehler hinweisen im Buch Helix, Seite 559.vorletzter Absatz: Sie rappelt sie hoch.
    Gruß. H.Rupp

  • Gute Idee, schlechte Umsetzung

    Von: Atelier Maikind Datum: 15. Juli 2017

    Inhalt:
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Allgemeines:
    Verlag: Blanvalet / Seitenzahl: 648 Seiten / € 22,99 [D]

    Rezension:
    Gene, Gentechnik, Wissenschaft und die Frage: Ist es gesund, wenn wir alles Kontrollieren wollen?

    Da ist sie nun (endlich) die Rezension zum aktuellsten Buch von Marc Elsberg. Nachdem ich von „Zero“ total begeistert und „Blackout“ auch recht lesenswert war, kam ich an diesem Buch einfach nicht vorbei.

    Der Schreibstil war, im Vergleich zu den anderen Büchern, sehr langatmig. Ich habe geschlagene 3 Monate für die 648 Seiten gebraucht und hätte das Buch beinahe abgebrochen, weil es einfach kein Ende nahm. Es waren 130 Kapitel, die aus viel zu vielen Sichtweißen geschrieben waren. Irgendwann habe ich , um wirklich ganz ehrlich zu sein, vollkommen den Überblick verloren.

    Das Cover passt perfekt zu den anderen Büchern des Autors und ist simpel, aber sehr wirkungsvoll. Mir gefällt der Farbton der Schrift wirklich richtig gut. An dieser Stelle tut es mir wirklich Leid, dass ich keine Fotos machen konnte, aber leider liest meine Mama dieses Buch gerade. Fotos werden also nachgereicht.

    Die Charaktere sind zahlreich und anstrengend. Helen und Greg waren mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich in beide sehr gut hineinversetzen. Natürlich haben auch alle anderen Protaginsten ihre Geschichte gehabt, aber es waren am Ende einfach zu viele.
    Fazit:

    Nein, auch dieses Buch schafft es nicht an ZERO heran. Zu viele Kapitel, Zu viele Protagonisten und eine sehr langatmige Umsetzung haben mir das Lesevergnügen etwas zerstört. Deswegen gibt es an dieser Stelle nur 3 von 5 Sternen für „HELIX“.

  • Roman mit erschreckender Zukunftsvision

    Von: Sabs Bookparadise Datum: 05. Juli 2017

    Was, wenn die Menschheit, wie wir sie kennen, kurz vor einer gravierenden Änderung steht? Was, wenn die Menschen, wie wir sie kennen, in Zukunft nicht mehr existieren werden? Und was würden Sie tun, wenn Sie die Wahl hätten, ein Teil davon zu sein?

    Wir begleiten unterschiedlichen Personen, in verschiedenen Handlungssträngen und erleben daher aus unterschiedlichen Perspektiven, was überall auf der Welt geschieht. Angefangen bei einem Mord, der ein seltsames Zeichen im Herzen mit sich bringt; über ein Ehepaar, das die Möglichkeit erhält, ein Kind mit besonderer Begabung bekommen zu können – durch Gentechnik; und Tiere- und Nutzpflanzen, die eigentlich gar nicht existieren sollten…
    Die Handlungsstränge werden sehr gut miteinander verflochten; die Auflösung ist sehr gut. Was zu Beginn verwirrend war, wird nach und nach aufgeschlüsselt. Hier hat der Autor gezeigt, dass er weiss, wie er die Spannung aufrecht erhalten kann.
    In diesem Buch wird einiges geboten, welches durch fundiertes Fachwissen sehr interessant war. Hier muss ich jedoch sagen, dass es manchmal doch zu wissenschaftlich war – ich musste mich sehr stark konzentrieren, um den ganzen Fachbegriffen und Erklärungen folgen zu können. Das hat mich schon ziemlich gestört. Auch der Lesefluss wurde dadurch immer wieder unterbrochen, was ich sehr schade finde, weil der Schreibstil des Autors ansonsten wirklich gut ist.
    Das Thema Gentechnik ist sehr aktuell und irgendwie ist es erschreckend, dass das, was im Buch beschrieben wird, durchaus im hier und jetzt geschehen könnte. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn ich es plötzlich mit einem solch hochentwickelten Menschen zu tun hätte.

    Die Charaktere fand ich okay, aber zu flach. Dadurch, dass sich der Autor sehr auf die wissenschaftlichen Aspekte konzentriert hat, sind die Charaktere – meiner Meinung nach – zu kurz gekommen.

    Das Cover gefällt mir unheimlich gut.

    Fazit

    Von mir bekommt das Buch tolle 4 Sterne.

  • Erinnert im Plot stark an

    Von: Thomas Brune Datum: 24. Juni 2017

    Ich kann mich den meisten Vorrednern nur anschliessen. Das Buch ist interessant, aber meiner Meinung nach das schwächste der bisherigen 3 Romane. Die Thematik ist hochaktuell und der Autor hat auch gut recherchiert. Mich erinnert es insbesondere im ersten Teil sehr stark an "Nur dein Leben" von Peter James. Die biologische Dimension und auch die sich daraus ergebende soziologische Problematik ist in beiden Büchern gleich und m.M. nach auch richtig (Wer fragt die Kinder, ob sie perfekt sein wollen). Helix hat den Vorteil, dass durch die Entwicklung von CRISP/CAS9 die Vision bedrohlich nahe gerückt ist, erste Versuche am Menschen hat es in China schon gegeben. Bei Peter Janes klang das alles noch wie Science Fiction. Dafür finde ich den Schluss bei James überzeugender und überraschender. Zumindest Bücher, die man gelesen haben sollte, um sich auch die gesellschaftlichen Folgen einer sich abzeichnenden Entwicklung in der Reproduktionsmedizin auseinander zu setzen.

  • Ein absolutes Muss für alle Leser von Blackout und Zero

    Von: Anni Silber Datum: 07. Juni 2017

    Ich möchte schon seit längerer Zeit ein Buch von Marc Elsberg lesen und obwohl ich mir in der Zwischenzeit schon Blackout von ihm besorgt habe konnte ich mich noch nicht dazu überwinden es zu lesen, da sich immer wieder andere Bücher vorgedrängelt haben. Aber um endlich mit Marc Elsbergs Büchern warm zu werden wollte ich mit Helix starten. Und es war definitiv kein Fehler…
    Worum geht es? Das Hauptthema in diesem Buch ist die Genforschung bzw. Veränderung. Das Buch ist wie es für Marc Elsberg typisch sein soll aus verschiedenen Perspektiven geschrieben die sich nachher zu einer Geschichte zusammenfügen.
    In der ersten Perspektive verfolgen wir den US-Präsidenten der während einer Rede tot zusammenbricht. Seine Leiche wird im Laufe der Geschichte genauestens untersucht und in seinem Inneren wird eine Helix Spirale gefunden. Was es damit auf sich hat wird darauf hin ermittelt um herauszufinden wie genau er gestorben ist.
    Dann lernen wir aber auch noch das Ehepaar Helen und Greg kennen dessen Kinderwunsch sich noch nicht erfüllen konnte. Um sich diesen Wunsch noch erfüllen zu können gehen sich in eine Kinderwunschklinik um endlich mit einem Baby gesegnet zu werden. In dieser Klinik macht ihnen der Arzt Hoffnung dass ihre Kinder durch eine Genveränderung besonders talentiert werden könnten. Aber wollen Helen und Greg sich wirklich auf so etwas einlassen?
    Und als letztes spielt natürlich das allgemeine Thema Genforschung in diesem Buch ein Thema und wir verfolgen einige Wissenschaftler die sich mit Gentechnik beschäftigen und in Brasilien, Tansania und Indien Nutzpflanzen und –tiere entdecken, die es eigentlich nicht geben kann. Welcher Zusammenhang zwischen diesen Vorkommnissen besteht erfahrt ihr nur wenn ihr einen Blick in Helix werft….

    Meine Meinung: Marc Elesberg gehört inzwischen zu den Autoren von den man einfach ein Buch gelesen haben muss. Seine vorherigen Bücher Blackout und Zero waren beide in den Bestsellerlisten und wurden durch die sehr Realitätsnahen Themen von vielen Lesern als sehr gut empfunden. Aus diesem Grund wurde es auch inzwischen für mich Zeit ein Buch dieses Autors zu lesen und mir mein eigenes Bild von seinen Werken zu machen. Und was könnte sich besser eignen als sein neuestes Werk? Aus diesem Grund habe ich dieses Buch beim Blanvalet Verlag angefragt und bin überglücklich dass ich dieses Buch lesen durfte. Also an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an den Verlag! Das Thema Genforschung ist für mich an sich ein interessantes Thema, aber auch kein Thema womit ich mich weiterhin beschäftigen würde. Doch wenn es jemand schafft mir dieses Fachgebiet näher zu bringen und mir diese Technik genauestens zu erklären, dann ist es wohl Marc Elsberg. Die Art wie er auf die Gentechnik eingegangen ist und versucht dem Leser diese Thematik nahezubringen finde ich mehr als gelungen. Durch die verschiedenen Perspektiven konnte man sich die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln sehr gut vorstellen und war sehr übersichtlich gegliedert. Und auch an Spannung mangelt es diesem Buch nicht, denn obwohl es an einigen Stellen schon sehr technisch zugeht bleibt die Geschichte immer konstant spannend. Und wenn man genauer über dieses Buch nachdenkt, stellt man fest dass die Geschichte in näherer Zukunft gar nicht so unrealistisch erscheint was den Leser wieder sehr zum Nachdenken anregt. Ich war von meinem ersten Buch dieses Autoren wirklich positiv überrascht und freue mich schon auf sein nächstes Werk das schon auf mich wartet. Helix hat als Bewertung von mir 4 Sterne bekommen und ist auf jeden Fall ein Buch was ich durchaus weiterempfehlen würde. Vor allem für all diejenigen die gerne Thriller oder Thriller mit Wissenschaftlichen Anteilen lesen.

  • zu viel "hollywood-action"

    Von: Karl Datum: 07. Juni 2017

    Schließe mich der Meinung von "der michi" - siehu unten- an. Dazu etwas ärgerlich die schludrigen Fehler gegen Ende des Buches, wo Namen von Perosnen innerhalb einer Seite verändert werden (Linda/Lisa) oder andere Ungenauigkeiten. Sollte in einem Buch eines renommierten Verlages nicht passieren. Spannensdes Thema, hätte weniger reisserisch dennoch spannend sein können! Die anderen beiden Bücher von Elsberg sind besser gelungen

  • Helix, das nächste Highlight

    Von: Reinhold Schmidt Datum: 01. Juni 2017

    Mittlerweile habe ich alle drei Romane von Herrn Elsberg gelesen. Und kann nur sagen, dass es die fesselndsten Bücher waren, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
    Blackout war meiner Meinung nach dasjenige, was am nächsten an der Realität ist.
    Von den Verhältnissen, die in Zero beschrieben werden, sind wir nun auch nicht mehr so weit entfernt, wenn man sich den derzeitigen Hype um Echo mit Alexa, Cortana und Konsorten ansieht. Ob das eine wünschenswerte Zukunft ist, weiß ich nun wirklich nicht.
    Und gerade als ich Helix fertig gelesen hatte, las ich zufällig einen Artikel über mir bis dahin unbekannte CRISPR/Cas Verfahren. Da lief es mir kurzzeitig eiskalt über den Rücken, wie nah Helix auch hier wieder die nähere Zukunft beschreibt. Mögen diese Gen-Manipulationen auch vielversprechend im Hinblick auf Bekämpfung von Krankheiten sein, aber dabei wird es mit Sicherheit dann auch nicht bleiben.
    Und Herrn Elsberg kann man nur dankbar sein, das er in seinen Büchern immer wieder zu aktuellen Themen Stellung bezieht.

  • fesselndes Thema, banale Umsetzung

    Von: der Michi Datum: 23. Mai 2017

    Man kommt an Elsbergs Büchern einfach nicht vorbei. Das liegt unter anderem an den logografisch aufbereiteten Buchcovern und Titeln, die mit ihrer prägnanten Kürze an Dan Browns Bestseller erinnern. Die Themen sind auf den ersten Blick hochaktuell: Stromausfälle, Hackerattacken und jetzt die Gentechnik. Alles Stoff über den man mehr wissen möchte und über den der Durchschnittsleser ohne Berufserfahrung in diesen Bereichen sowieso nur dürftig informiert sein dürfte. Im Falle von "Helix" geht es ganz ordentlich los: Der Angriff auf den US-Außenminister und die Ermittlungen rund um seinen Tod bringen von Anfang an ordentlich Schwung in die Geschichte. Ein weiterer Handlungsstrang um ein Paar mit Kinderwunsch erörtert die ethischen Fragen und Hoffnungen, die Wissenschaftler und potentielle Nutzer bezüglich der Gentechnik haben könnten.

    Solide erklärte Fachbegriffe brechen das DNA-Kauderwelsch auf ein erträgliches Niveau herunter, sodass auch Nicht-Naturwissenschaftler mitkommen. Wie sich die Schöpfung schließlich gegen den Schöpfer wendet - das kennt man seit Frankenstein zur Genüge. Die gentechnisch veränderten Menschen entwickeln körperliche und geistige Superkräfte, tun aber Böses, das eigentlich Gutes sein soll. Elsberg platziert dennoch einige sinnvolle Fragestellungen und Probleme, die sich allerdings dem Lesefluss unterordnen müssen. Entsprechend gehen diese positiven Aspekte schon bald mit Pauken und Trompeten unter und die Handlung mündet in Verfolgungsjagden und Thrillerschemata, die man schon zu oft in Büchern gelesen und in Filmen gesehen hat.

    Noch dazu befinden sich die meisten Schauplätze, mit Ausnahme der Episode in München und kurzen Szenen in Afrika, in Nord- oder Südamerika. Das schafft zwar Distanz zum Geschehen, lässt den Roman aber zusätzlich wie ein umgeschriebenes Drehbuch eines Hollywood-Actionkrachers wirken, der selbst dem produzierenden Studio zu banal war. Nicht falsch verstehen: Gute Ansätze sind vorhanden und spannend ist "Helix" dank kurzer Kapitel und reichlich atemloser Verfolgung allemal. Konkurrenzlos wird das Buch damit aber noch lange nicht. Die Figuren bleiben weitgehend blass und profillos, offene Fragen, wie Jessicas schlechtes Gewissen bezüglich ihrer eigenen vernachlässigten Familie, treten in den Hintergrund, ohne wieder erörtert zu werden.

    Der Autor eifert zwar erkennbar großen Thrillerautoren wie Michael Chrichton und Ken Follett nach, ein eigener Stil, Gefühl für die Sprache und interessante Neubetrachtungen der Thematik bleiben aber auf der Strecke. Da hilft es auch nicht, den USA etwas voreilig eine Präsidentin zu verpassen. "Helix" ist durchaus nett zu lesen, fällt aber neben anderen ähnlichen Romanen nicht auf.

  • Interessante Thematok

    Von: Pii Datum: 20. Mai 2017

    Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, nur wegen der Thematik. Grob gesagt geht es um Genmanipulation und dass dadurch "moderne Kinder" geboren werden können. Der Schreibstil war wunderbar und sehr flüssig zu lesen. Ich mochte den Lesefluss wirklich sehr gerne. Teilweise fand ich, dass es einige Längen gab. Dennoch merkt man, dass sehr viel und gründlich recherchiert wurde um dieses Buch zu schreiben. Dadurch habe ich natürlich nicht alles verstanden, fand es aber trotzdem wirklich toll.

    Die Protagonisten dieses Buches waren sehr unterschiedlich, da es doch recht viele waren.
    Helen und Greg waren mir von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mich in beide sehr gut hineinversetzen. Aber auch die anderen Protagonisten haben zur Geschichte bei getragen und durften definitiv nicht fehlen.
    Dadurch, dass es aber so viele Protagonisten gab, war es für mich sehr schwer in die Geschichte zu kommen. Denn es spielte immer an einem anderen Ort, mit anderen Menschen, auch wenn sie sich alle mit dem gleichen Thema beschäftigt haben.

    Das Cover sieht unheimlich toll aus und da wurde sich echt etwas ausgedacht.

  • Helix

    Von: Elizzy Datum: 18. Mai 2017

    Zusammengefasst
    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wodurch es Anfangs schwer fällt richtig in das Buch einzutauchen, da man erst einmal einen Überblick über alle Personen benötigt.
    Da wären einmal Helen und Greg, ein Ehepaar, das sich schon seit langem ein Baby wünscht. Doch egal was sie tun es klappt einfach nicht. Als sie dann ein dubioses Angebot von einem Arzt erhalten, stehen sie dem ganzen Anfangs etwas skeptisch gegenüber, doch ihre Neugier siegt und sie machen sich mit anderen Paaren auf den Weg nach „New Garden“.
    Zur gleichen Zeit wird ein Team, angeführt von Jessica, auf den Mord des Aussenministers angesetzt. Diese suchen nach einem Verdächtigen, doch entdecken dabei mehr als ihnen lieb ist.
    Ein weiterer Erzählstrang findet in Tansania statt und erforscht seltsame Ereignisse bei einer Maisernte. Wie dies mit allem zusammenhängt, erfährt man aber erst viel später.
    Und da wäre noch Jill, ein junges Mädchen, welches die MIT besucht und für ihr Alter hochintelligent ist. Als sie plötzlich verschwindet macht sich nicht nur ihre Mutter sorgen. Denn das letzte was Jill hinterlässt ist eine Nachricht mit dem Hinweis „Traut Gene nicht!“
    Hat man alle Erzählstränge einmal intus, passiert vieles gleichzeitig und man ist mitten im Geschehen.
    Mitten in einer Verschwörungsgeschichte, der man nur langsam auf die Spur kommt. Nach jedem Kapitel versteht man immer mehr, wie das ganze Zusammenhängt und dass alle Protagonisten letzten Endes aufeinander prallen müssen. Und als dies Geschieht, bricht das totale Chaos aus – plötzlich scheint die ganze Welt in Gefahr zu sein und man fragt sich, kann Jessica das ganze aufhalten? Oder ist es bereits zu spät?
    Darüber Gedanken gemacht
    Ich las wirklich lange an diesem Buch, dies lag vor allem daran, dass ich es zeitlich nicht hinbekam und nur selten lange lesen konnte. Doch auch so hatte die Geschichte einige sehr lang gezogene Passagen durch die ich mich wirklich durchbeissen musste. Denn es wird in einigen Kapiteln sehr wissenschaftlich. Wenn man als Laie dann viel über Genforschung und DNA lesen muss, wird dies mit der Zeit doch sehr anstrengend und man gerät in Gefahr in eine Leseflaute abzutauchen.
    Doch an sich ist die Thematik des Buches wirklich sehr spannend und regt zum Nachdenken an. Will man den perfekten Menschen? Was macht einen Menschen wirklich perfekt? Wer sollte über solche Dinge bestimmen dürfen?
    Das Buch wirft auf jeden Fall einige spannende Fragen auf, doch ist im ganzen zu wissenschaftlich geraten.
    Gefiel mir sehr 
    Die Protagonisten gefielen mir recht gut auch wenn es sehr viele davon gab. Besonders Helen und Greg waren mir sehr sympathisch und ihre Entscheidungen konnte ich am meisten nachvollziehen.
    Einige Kapitel sind wirklich kurz aber sehr spannend geschrieben, so dass man unbedingt weiterlesen möchte, dass mag ich an Büchern wirklich sehr!
    Gefiel mir nicht
    Dadurch dass es so viele verschiedene Protagonisten gab war es manchmal schwer richtig in die Geschichte einzusteigen. Dies war auch schon bei seinem vorherigen Buch Zero der Fall und somit war ich es mir bereits von ihm gewöhnt. Doch leider kann dies mit der Zeit sehr anstrengend werden und man denkt öfters darüber nach „Welche Szene / welcher Ort / welche Person ist das schon wieder?“, als dass man sich wirklich aufs Geschehen konzentriert.
    Schreibstil & Cover
    Der Schreibstil ist auf einem hohen Niveau und an manchen Stellen so wissenschaftlich, dass ich es mehrmals las und trotzdem nicht ganz Begriff. Dies hat mich manchmal auch sehr gestört, denn die Geschichte hätte auch ohne so viele wissenschaftliche Details funktioniert.
    Das Cover ist genial! Ich mag es wie das Wort Helix in das DNA Modell hineinpasst. Auf jeden Fall sehr gelungen und passend zu seinen vorherigen Büchern Zero und Blackout!
    Fazit
    Die Idee zur Geschichte gefiel mir zu Anfangs recht gut, wären weniger wissenschaftliche Erklärungen vorgekommen hätte mich das Buch auf jeden Fall mehr packen können. Deshalb auch die eher mittelmässige Lesebewertung von 3 Herzen.
    Bewertung
    Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
    Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
    Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
    Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

  • Hochspannend und brisant

    Von: Lilly Sjöberg Datum: 10. Mai 2017

    Inhalt:
    Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, die sich abwechseln.

    1. Der Außenminister der USA stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Bei der Obduktion findet man auf seinem Herzen ein Zeichen, vermutlich von Bakterien verursacht.
    Jessica bekommt die Leitung des Teams, das dies aufklären soll.

    2. In Afrika wachsen plötzlich Maispflanzen, denen die Dürre nichts ausmacht. Aber nur in einem bestimmten Quadratkilometer. Die Pflanzen daneben sehen so schwach aus, wie eh und je. Auch in Indien und Brasilien werden Nutzpflanzen und -tiere entdeckt, die es so nicht geben dürfte. Ein internationaler Chemiekonzern versucht heraus zu finden, was dahinter steckt.

    3. Greg und Helen wünschen sich ein Kind, was auf natürlichem Weg leider nicht klappt. Kurz vor der künstlichen Befruchtung erzählt ihnen der Arzt von einem geheimen Projekt, in dem durch Behandlung der Eizellen hochbegabte Kinder hervor kommen. Und wer will seinem Kind nicht das Beste mit auf dem Weg geben?

    Genau so ein Kind verschwindet einen Tag nach dem Tod des Außenministers spurlos.

    Jessica findet mit ihrem Team Dinge heraus, die man nie für möglich gehalten hätte. Doch das ist alles erst der Anfang. Während die Ereignisse sich überschlagen, werden auch Greg und Helen mit in den Strudel hinein gezogen.

    Meinung:
    Was für ein exzellenter Biotechnologie-Thriller! Ich bin immer noch geflasht!
    Wie man es von Elsberg gewohnt ist, schreibt er wissenschaftlich nahe an der Realität. Das kann bedrückend sein, aber auf jeden Fall regt es zum Nachdenken an. Er erklärt Zusammenhänge, gerade auch in der Modifizierung (=Genmanipulation) der Pflanzen. Natürlich sind es die wirtschaftlichen Interessen der nördlichen Länder und der Großkonzerne und nicht die Interessen der Bauern in Afrika, warum dort wie gepflanzt wird.

    "Biotechnologie war längst zu einer zentralen Technologie des jungen Jahrtausends geworden. Und während sich, vor allem in Europa, die Menschen in der öffentlichen Diskussion über genetisch veränderte Nahrungsmittel erregten, ließen sie längst Wäsche an ihre Haut, die durch Enzyme aus genetisch veränderten Organismen im Waschmittel schon bei vierzig Grad Wassertemeperatur statt bei sechzig oder neunzig Grad sauber wurden, oder rieben sich in dieselbe Haut Kosmetika, deren Wirkstoffe teilweise von genetisch manipulierten Organismen produziert wurden, ganz zu schweigen von Medikamenten, die sie schluckten und spritzten und die ohne die kleinen Helferlein kaum produziert werden konnten."

    An dem Zitat merkt man schon, dass man sich bei dem Buch etwas mehr konzentrieren muss, als bei seinen beiden anderen. (Oder liegt es nur daran, dass ich mit dem Thema nicht so firm bin?). Kann gut sein, dass es dem ein oder anderem zu technisch/wissenschaftlich ist.
    Ich liebe diese Mischung und fand das Buch großartig und viel besser, als seine anderen beiden (und die haben mir auch sehr gut gefallen).

    Viel Raum nimmt natürlich auch die Genmanipulation von menschlichen Zellen ein.
    Wie würdest Du entscheiden, wenn Du die Möglichkeit hättest, Deinem Kind mehr Intelligenz, Ausdauer, Empathie mitgeben zu können? Würdest Du Erbkrankheiten elliminieren lassen? Vorallem auch mit dem Wissen, andere "modifizieren" ihre Kinder und Deine haben nur die Chance mitzuhalten, wenn Du es ebenfalls tust.

    " "Unsere Natur hat sich laufend genetisch verändert. Warum haben manche Menschen blaue Augen? Wegen einer kleinen Mutation irgendwo im Schwarzmeergebirge vor sechs- bis neuntausend Jahren. Warum vertragen Nordeuropäer Kuhmilch besser als Südeuropäer? Genetische Veränderung. Zwei von vielen Beispielen."
    "Aber das waren natürliche Veränderungen!"
    "Und was ist daran besser als an gezielten?"
    "Etwa, dass sie über Generationen hinweg verliefen und Zeit zur Anpassung gaben."
    "Der Neandertaler starb trotzdem aus. Was war besser daran, dass es über Jahrtausende hinweg geschah statt innerhalb weniger Generationen?"
    [...]
    "Du schüttest das Kind mit dem Bade aus. Natürlich wirft diese Entwicklung Fragen auf. Wie schon bei grüner, roter und weißer Genetik in Medizin, Landwirtschaft und Industrie. Gegen die hast du auch nichts."
    "Viele Menschen schon."
    XY [Name weggelassen] lachte so laut, dass sich die Soldaten besorgt nach ihnen umsahen. "Die dir egal sind! Sonst wäre Gentechnik in den USA nicht so weit verbreitet. Also komm mir nicht mit den Argumenten der Gegner! Folgen der Gentechnick für Armutsgeplagte und Benachteiligte weltweit waren dir scheißegal, solange du und deinesgleichen damit viel Geld verdienen konnten. Doch jetzt plötzlich ist deine Vorrangstellung als reiche weiße Frau der westlichen Welt, also als Mitglied der priviligiertesten Prozente der Menschheit -wenn man von reichen, weißen Männern absieht-, in Gefahr! Ja, wer hätte gedacht, dass du je in diese Situation kommen würdest?""

    Normal lese ich nicht gerne Bücher mit verschiedenen Perspektiven. Da ist es bei dem einen gerade so spannend, dann wechselt es zu dem anderen. Hier hat es mich kein bisschen gestört. Die Kapitel waren am Anfang nie so lang und die Spannung ist eh so hoch, dass man gar nicht so schnell umblättern kann, wie man liest. ;)

    Das Zitat des Buches:
    "Scheiße hat den Ventilator erreicht."

    Was noch besonders war: Das ich streckenweiße doch ziemlich mit dem Antiprotagonisten sympathisiert habe, was mich in die schwierige Überlegung brachte, wie das Buch wohl ausgehen sollte. Zum Glück musste ich das nicht entscheiden. Aber ich kann dazu durchaus sagen: Das Ende hat mir sehr gefallen.
    Ebenfalls interessant, dass der Präsident der USA in dem Buch eine Frau ist. Elsberg hat wohl auch gehofft, dass es -nicht- Trump wird.
    Ganz nebenbei wird in dem Roman deutlich, was flächendeckende Überwachung heißt. Unheimlich, kann ich nur sagen.

    Das Buch bekommt von mir ganz klar 5 Sterne und ein Krönchen dazu. Außerdem rutscht es auf die Liste der möglichen Top-Drei des Jahres.

  • Das bislang letzte in der Reihe

    Von: Thomas Resch Datum: 07. Mai 2017

    Ich habe alle 3 bisher erschienenen Bücher gelesen, Blackout war meiner Meinung nach das beste, weil es am nähesten zur Realität angesiedelt ist. Bei Helix ist mir persönlich der Plot etwas zu weit in Richtung science fiction angesiedelt, dadurch geht die Beklemmung aufgrund der Realitätsnähe etwas verloren. Aber auch Helix gehört definitiv zu den lesenswerter Büchern.
    Was ich gerne wissen würde: ist die Figur Tommy Suarez eine Referenz an den US-Autor Daniel Suarez, der in diesem Genre auch äußerst gute Bücher schreibt, oder ist das Zufall?

  • Erst Arbeit, dann Vergnügen

    Von: Krimisofa Datum: 27. April 2017

    Jedes Jahr ein neues Smartphone, ein neues Tablet oder einen neuen Laptop; wir sind es mittlerweile gewohnt, unsere technischen Alltagsgeräte regelmäßig zu erneuern - nicht, weil sie kaputt wären, obwohl das in Zeiten von geplanter Obsoleszenz nicht abwegig wäre, sondern einfach, um dazuzugehören, um mitreden zu können und um am Puls der Zeit zu sein. Aber was passiert, wenn man die Menschheit erneuert, sie leistungsfähiger und intelligenter macht? Marc Elsberg zeigt uns in „HELIX - sie werden uns ersetzen“ eine Zukunft, die nicht so weit weg ist, wie man beim Lesen des Buches glaubt.

    Wir begleiten Jessica Roberts, die Sicherheitsexpertin im Stab der amerikanischen Präsidentin ist. Ja, richtig, PräsidentIN, auch Marc Elsberg hat offenbar nicht damit gerechnet, dass Donald Trump die US-Wahl gewinnt. Wie dem auch sei, Jessica Roberts ist bei der Münchner Sicherheitskonferenz, als der US-Außenminister plötzlich stirbt - Herzversagen. Doch bei der Autopsie finden die Ärzte etwas ganz und gar Ungewöhnliches auf dem Herzen des verstorbenen, das darauf schließen lässt, dass der Tod des Außenministers kein natürlicher war.

    Währenddessen versuchen Greg und Helen mittels künstlicher Befruchtung ein Kind zu bekommen. Kurz vor dem Eingriff wird ihnen jedoch ein Angebot gemacht - sie könnten ihr Baby wie mit einem Baukasten selbst zusammenstellen, Haarfarbe, Augenfarbe, Intelligenz, Stärke, und so weiter.

    Ja, für mich als Leser war es anfangs auch mehr Science-Fiction als Thriller, was ich hier las, bis ich gegoogelt und einen Artikel über sogenannte Designerbabys gelesen habe und das „Fiction“ gedanklich gestrichen habe. Was Marc Elsberg hier vorlegt, ist ein astreiner Wissenschaftsthriller, der mich an „Extinction“ von Kazuaki Takano erinnert, der eine ähnliche Thematik behandelt. Obwohl ich auch sagen muss, dass es uns Elsberg anfangs bei „HELIX“ nicht einfach macht, uns geradezu mit schwer verständlicher Theorie erschlägt und uns durch einen Berg voller Namen schickt, so dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Erst ab der Hälfte (ja, leider) nimmt die Geschichte dann richtig an Fahrt auf. Man sollte sich wirklich auf die Story einlassen und eine gewisse Offenheit für die Thematik an den Tag legen, sonst wird man nicht glücklich mit dem Buch.

    Die Geschichte spielt innerhalb von acht Tagen und erstreckt sich über mehr als hundert zumeist recht kurze Kapitel.  Die Hauptcharaktere, sowohl Jessica als auch Helen, sind eher blass, aber immerhin kristallisiert sich irgendwann in dem Wust an Namen heraus, dass diese zwei die wichtigsten in der Geschichte sind. Der Showdown ist so lala, aber die Idee alleine, so ein bisschen in die Zukunft zu blicken, ist - wie bei „ZERO“ - gut. Das macht Elsberg, auch wenn „HELIX“ nicht sein bestes Werk ist, doch zu einem herausragenden Autor, und ich bin jetzt schon gespannt, worum es sich in seiner nächsten Geschichte dreht.

    Fazit: „HELIX“ benötigt etwas Anlaufzeit, aber ab der Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf, der Roman ist sehr detailreich, was mitunter zu Unübersichtlichkeit führen kann. Die Spannung hält sich in Grenzen, aber am Ende ist man doch froh, das Buch fertig gelesen zu haben.

    Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com

  • Sehr spannender Thriller mit Gegenwartsbezug!

    Von: Celina Datum: 23. April 2017

    Das Cover sieht sehr ansprechend aus. Der gelbe DNA-Strang wird auf dem schwarzen Hintergrund wirkungsvoll hervorgehoben und weißt auf den möglichen Inhalt hin, ohne zu viel zu verraten.
    Der Titel passt ebenfalls genau zu der Handlung im Buch.

    Das Buch ist insgesamt sehr spannend geschrieben. Zunächst scheint es verwirrend, dass die Kapitel nur kurz gehalten sind und in jedem aus einer anderen Perspektive geschrieben wird, doch mit der Entwicklung des Buches werden alle verschiedenen Perspektiven miteinander verbunden und stellen einen Bezug untereinander her.

    (Achtung Spoileralarm!)
    Der US-Minister stirbt am Rednerpult in München. Jessica ist Mitarbeiterin des Ministeriums und live dabei. Bei der Obduktion des Ministers wird herausgefunden, dass das Herz mit einem Zeichen versehen wurde. Dies geschieht nur mit Bakterien. Diese wurden speziell auf den Minister ausgerichtet. Gleichzeitig entdecken Mitarbeiter eines Chemiekonzerns genetisch veränderte Pflanzen an mehreren Stellen auf der Welt. Diese sind resistent gegen Krankheiten oder besonders ertragreich. Doch nicht nur das ist schon aussergewöhnlich. Auch flieht ein Mädchen, welches gerade mal 10 Jahre alt ist, am MIT studiert, weil sie aussieht wie 15 und hochbegabt ist.
    Helen und Greg können auf natürliche Weise keine Kinder bekommen und haben schon zahlreiche künstliche Befruchtungen hinter sich, als ein Arzt aus einer Kinderwunschklinik sie darüber informiert, dass es eine neue Methode gibt. Die beiden sollen, ohne irgendwem davon zu erzählen, ein Institut besuchen indem man Kinder nach seinen Vorstellungen und mit den besten Vorraussetzungen planen kann.

    Die verschiedenen Perspektiven werden im Laufe des Buches wunderbar miteinander verknüpft. Jessica stößt nach längerer Suche auf das Institut, aus dem die Bakterien verschickt worden sollen. Zur selben Zeit werden Helen und Greg dort gerade über die neue Methode aufgeklärt und sehen die dort lebenden hochbegabten Kinder. Auch das verschwundene Mädchen vom MIT (Jill) wohnte ursprünglich dort. Durch weitere Ermittlungen stoßen Jessica und ihr Team auf Dateien von Genmanipulationen, welche sich auf Jills Server befinden. Eugen (ebenfalls ein 10 jähriges hochbetagtes Kind) und Jill werden zu einer ernsthaften Bedrohung.

    Marc Elsberg beschreibt die Vorteile aus Sicht von Helen und Greg und die grausamen Handlungen der Kinder sehr authentisch. Auf der einen Seite wollen sie ihren Kindern nur das Beste ermöglichen. Andersherum sind sie durch ihre Intelligenz und besonderen körperlichen Eigenschaften eine ernsthafte Bedrohung. Sie entwickeln für die Menschheit gefährliche Produkte und werden auf der Flucht sehr gewalttätig.

    Fazit
    Im Ganzen ist die Geschichte ein voller Erfolg und fesselnd geschrieben. Besonders interessant ist, dass die am Anfang einzelnen Perspektiven im Laufe der Zeit einen Zusammenhang finden. Das Thema der "Designer Babys" und der Genmanipulation wird sehr gut aufgearbeitet und zeigt uns, was in Zukunft passieren könnte. Durch den zukünftigen Bezug und dem Reiz der Wissenschafter an der Technologie scheint es sich schon fast bei uns in der Welt zu ereignen.
    Ein super spannender und authentischer Thriller mit Gegenwartsbezug!

  • gelungenes Buch mit kleinen Fehlern

    Von: bumblebeesworld Datum: 21. April 2017

    Zum Inhalt:

    In Helix geht es ganz grob gesagt um Gene und Gentechnik.
    Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Sichtweisen auf die Manipulation von Genen an Pflanzen und auch menschlicher Erbinformation, dabei werden sowohl negative als auch positive bzw relativ neutrale Positionen dazu beleuchtet. Die drei größten Akteure sind Jessica, die für die US-Regierung steht, der Konzern Santira, der für die Entwicklung steht sowie Helen und Greg, die als Anwender in Aktion treten.
    Die gesamte Haupthandlung findet innerhalb einer Woche statt, an den einzelnen Tage wird voneinander abgetrennt berichtet. Der erste Tag startet dabei direkt mit dem Mord des US-Außenministers, der im Laufe des Buches aufgeklärt werden soll. Später verschwindet noch die Studentin Jill, die bereits mit 15 Jahren am MIT studiert und offenbar ebenfalls in den Fall verwickelt ist. Im Laufe der Zeit kommen dann nach und nach weitere Handlungsstränge dazu, die alle miteinander in Verbindung stehen



    Meine Meinung:

    Mir ist der Start in dieses Buch nicht leicht gefallen, da er wirklich sehr rasant ist und dadurch, dass es so viele verschiedene Erzählstränge gibt, fiel es mir schwer mich auf einen richtig einzulassen und mich darauf zu konzentrieren, wie die Personen denken und handeln. Es waren wirklich sehr viele Namen, Charaktere und Handlungen, die man alle bedenken und sich merken muss. Zusätzlich verwirrend war die Tatsache, dass zu den vielen unterschiedlichen Personen auch noch viele sehr kurze Kapitel kommen, die teilweise nur ein oder zwei Seiten lang sind und man auf diese Weise immer wieder aus der Geschichte herausgerissen wird und sich erstmal neu hereinfinden muss. Positiv daran war aber, dass jede Person und jede Situation einen eigenen persönlichen Schreibstil hatte, der sie hervorgehoben hat. Auch konnte dadurch, dass die im Grunde gleiche Geschichte zeitgleich aus anderen Perspektiven erzählt wurde, sehr viel Information an den Leser weitergegeben werden, obwohl die gesamte Handlung ja innerhalb von nur einer Woche passiert ist.
    Was mir auch etwas schwer gefallen ist, war der ganze für mich fast schon pseudowissenschaftliche Kram, der versucht wurde, dem Leser zu erklären. Dabei sind sehr viele Fachbegriffe gefallen, die man alle verarbeiten und sich teilweise auch über eine längere Zeit merken musste, um weitere Informationen zu verstehen. An dieser Stelle hat sich damit Science Fiction mit real teilweise schon möglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen vermischt. Was einem im wirklichen Leben noch total unrealistisch und unwirklich vorkommt, kann allerdings tatsächlich schon bald die Realität sein.
    Was mich auch gestört hat, ist die Tatsache dass Linda, die ebenfalls im Laufe der Handlung auftaucht, zwischendurch auf einmal Lisa heißt, wo ich mich frage wie solche Fehler passieren können.


    ------------------------------------------------------Spoilerwarnung----------------------------------------------------------

    Ich persönlich fand die Art und Weise wie Helen manchmal gehandelt hat, nicht immer glaubwürdig. Obwohl sie gesehen hat, was die genmanipulierten Kinder anstellen können und wie unberechenbar sie manchmal sind, versucht sie alles, um ihre gerade erst eingesetzten Eizellen, bei denen immer noch nicht klar ist, ob sie sich überhaupt entwickeln, zu schützen. Sie flieht vor der Regierung und sogar vor ihrem eigenen Mann, mit dem sie ja die Entscheidung für ihre Kinder erst getroffen hat.
    Mir hat aber der Begriff "hochgezüchtete Kinder", der im Buch ebenfalls fällt, wiederum sehr gut gefallen, da klar wird, dass nicht jeder diese Genmanipulation befürwortet. Das zeigt auch den perfekten Vergleich zur Realität, da auch in unserer Gesellschaft viele die genmanipulierten Lebensmittel ablehnen, obwohl daran nicht einmal Menschen beteiligt sind.

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    Insgesamt und abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen hat, auch wenn es einige kleinere und größere Kritikpunkte gegeben hat, konnte man es sehr schön und flüssig lesen. Die Handlung ist soweit logisch und auch spannend geschrieben und auch das Thema wird uns alle bestimmt schon bald mehr umgeben als und vielleicht lieb ist. Ich gebe dem Buch gute 3 von 5 Sternen, man kann es gut lesen, es ist aber kein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen würde.






    Details zum Buch:

    Titel - Helix
    Autor - Marc Elsberg
    Verlag - blanvalet
    Preis - 22,99€
    Seitenzahl - 648 Seiten

  • Ist das noch Fiktion oder doch schon Realität?

    Von: Belana Hermine Datum: 07. April 2017

    Inhalt

    Das ist die rasante, schnelle Geschichte von Ereignisse innerhalb von 8 Tagen, die einen immer wieder neue, eisiger und eisiger werdende Schauer über den Rücken jagt. Alles ist recht nah an der Realität, sodass man hin und wieder das Gefühl hat, dass das alles gleich morgen über uns herein bricht.

    Genetisch manipulierte – also vermeintlich verbesserte – Kinder nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie verfügen sowohl über verbesserte kognitive, wie auch körperliche Fähigkeiten. Haben wir „Normalos“ eine Chance gegen sie?

    Gibt es eine Möglichkeit des friedlichen Miteinanders?

    Im Rahmen der Gesichte gelingt es Herrn Elsberg en passant die nötigen wissenschaftlichen Hintergründe einfließen zu lassen, damit man verstehen kann, was hier eigentlich vor sich geht. Ebenso en passant, nämlich durch die Diskussionen der Kinder über ihr weiteres Vorgehen und die Diskussionen der künftigen Eltern verbesserter Kinder werden moralische Fragen aufgeworfen und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert, ohne aufgesetzt, zu theoretisierend oder gar moralisierend zu wirken. Die Geschichte selbst zieht einen in den Lauf der Ereignisse und führt automatisch dazu, dass man sich auf der einen oder anderen Seite der Diskutanten wiederfindet und ggf. plötzlich mit einem eigenen Standpunkt konfrontiert wird, den man auf rein rationaler Ebene möglicherweise nicht eingenommen hätte.

    Die Geschichte nimmt einen sehr schnellen Verlauf und scheint sich im Laufe des Geschehens noch zu beschleunigen. Die wichtigsten Charaktere sind ausreichend detailliert herausgearbeitet. Andere weniger wichtige Figuren erscheinen „nur“ mit ihrem aktuellen Verhalten, was aber für den Verlauf der Geschichte völlig in Ordnung ist. Die meisten Handlungen und Ereignisse geschehen logisch nachvollziehbar, nur äußerst selten wird man von Aktionen überrascht, für die man keine Begründung finden kann. Es ist immer genug Spannung da, um das Buch nicht aus der Hand zu legen. Es ist aber auch nicht so viel Spannung da, dass man sich nicht mehr auf die Handlung konzentrieren bzw. sie genießen könnte.

    Subjektive Eindrücke

    Vor kurzen habe ich ein Buch zur Geschichte der Humanwissenschaften gelesen. Dort habe ich die wissenschaftlichen Hintergründe für dieses Buch gelesen und viel über die Möglichkeiten und Gefahren des Umgangs mit unserem genetischen Material gelesen. Hier nun bekam ich eine Wiederholung dieses Wissens aber aus einer ganz praktischen Anwendungsperspektive. Das war eine ganz besondere Erfahrung.

    Fazit

    Ein spannendes Buch, das nicht viel Hoffnung lässt, dass sich doch alles anders entwickeln möge, und doch dazu führt, dass man eigentlich immer stärker an dieser Hoffnung festhalten möchte.

    Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

  • Okay.

    Von: Jäcko x3 Datum: 06. April 2017

    Inhalt
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


    Meine Meinung
    Auch hier hat Marc Elsberg ein aktuelles Thema gewählt und es meiner Meinung nach wirklich sehr gut recherchiert. Der Gedanke daran, was im Hinblick auf die Veränderung von Genen bereits möglich ist oder möglich sein könnte und wo das alles hinführen könnte scheint erschreckend realistisch. Wirklich unvorteilhaft finde ich die Struktur dieses Buches. Es ist in 130 (!) Kapitel unterteilt, zusätzlich gibt es sehr viele Personen und verschiedene Handlungsstränge, so dass der Leser wirklich etwas braucht um zu verstehen was wo zusammengehört.



    Das Cover
    Das Cover gefällt mir wirklich gut :)

    Charaktere
    Die Ausarbeitung der Charakter ist okay, wobei ich mit keinem Charakter so richtig warm werden konnte. Eventuell sind sie einfach vielzu blass. Wobei es auch daran liegen könnte, dass ihre Rollen im Großen und Ganzen nicht unbedingt relevant sind. Es geht viel mehr um genetische Veränderungen. Sie tragen nur ihren Teil dazu bei die Wissenschaft und ihre Folgen erschreckend darzustellen.


    Die Handlung
    Die Handlung beginnt mit verschiedenen Handlungssträngen die anfangs nichts miteinander in Verbindung stehen. Erst als die Stränge in Verbindung treten (was dauert) nimmt die Geschichte an Fahrt auf.

    Der Schreibstil
    Der Schreibstil ist angenehm.


    Fazit
    Nachdem ich Blackout mit großer Begeisterung gelesen habe, hat mich Zero sehr enttäuscht. Auch Helix kommt nicht an Blackout ran.

  • Designerbabies!

    Von: Das Bücherregal Datum: 06. April 2017

    Designerbabies, perfekte, bessere Menschen. Selektion. Elite.
    Der Konflikt zwischen Karriere und Familie, Ehekrisen und weltweite gerechte Ressourcenverteilung.
    Dies sind die Themen, welche Marc Elsberg in seinem neuen Roman beschreibt.
    In kurzen Kapiteln und somit aus vielen verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte einer kleinen Gruppe von „Super-Kinder“, die gentechnisch manipuliert sind und nun über ihre Schöpfer hinaus wachsen, nicht nur körperlich und geistig, nicht nur im erwarteten Rahmen, sondern weit darüber hinaus.
    Ihnen gegenüber stehen die berühmt berüchtigte „nationale Sicherheit“ der USA, ein Unternehmen, dass sein Geld mit genmanipuliertem Saatgut macht und ein Ehepaar, dass nichts weiter will, als endlich Kinder zu kriegen.

    Die Frage, wie es den Menschen ergehen wird, wenn nur manche genetisch verbessert werden, sei es aus finanziellen, ethischen oder andersartigen Gründen wurde bereits in dem Film Gattaca anschaulich beantwortet und an und für sich ist diese Debatte keine neue.
    Elsberg bringt diese Frage allerdings noch einmal in die heutige Zeit, mit all den historischen Ereignissen (beispielsweise 9/11), die unser Leben inzwischen beeinflussen und den Stand der Wissenschaft, über den wir realistisch verfügen, anstatt ihn sich nur vorzustellen.
    Durch die vielen Perspektivwechsel bekommt man einen relativ weiten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der „normalen“ Protagonisten der Geschichte.
    Eine Perspektive aus Sicht der Superkinder fehlt leider und auch sonst bleibt die Sicht auf die Dinge ziemlich auf die der nicht modifizierten beschränkt.
    Die auffällig kurzen Kapitel unterstützen die breite Einsicht ebenfalls, allerdings sind sie oft nur 1-3 Seiten lang, selten mal mehr als 5, so dass sich der Leser ständig umgewöhnen muss, was ich nach einer Weile als recht störend empfunden habe.
    Erstaunlich ist es, wie der Autor es schafft komplexe biologische Zusammenhänge,beispielsweise die PCR (im Körper ablaufende Vervielfältigung der DNA), in wenigen Sätzen verständlich zu erklären.
    So ist das auf der einen Seite Unterhaltung und auf der anderen in gewisser Weise eine naturwissenschaftliche Bereicherung für den Leser.

    Mein Fazit: Helix vereint Unterhaltung und Wissenschaft, Moral und Fortschritt in zwei Buchdeckeln, ohne dabei außer Acht zu lassen, dass Menschen fühlende Wesen sind, die teilweise auch emotional-irrational auf neue Situationen reagieren.
    Insgesamt hat es mir gut gefallen, allerdings waren mir die Kapitel doch etwas zu kurz.

  • Ausgezeichnet!

    Von: Ilse Zemp Datum: 03. April 2017

    Wie wahr! Für mich war das nur zur Hälfte Science-Fiction. Ja, das scheint uns bevorzustehen.

  • Ein gutes, sehr wissenschaftliches Buch zu einem sehr aktuellen Thema

    Von: Buchdetektivin Datum: 02. April 2017

    Inhalt

    Genmanipulation ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig - ohne dass wir es mitbekommen. Aber was ist, wenn wir einen Schritt weitergehen? Genmanipulierte Menschen? Killerviren die gezielt Menschen töten? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Menschheit wie wir sie kennen ist in ihrer Existenz bedroht.


    Eigene Meinung

    Mit "Helix - Sie werden uns ersetzen" ist nun das dritte Buch von Marc Elsberg erschienen. Das Thema der Genmanipulation ist hoch aktuell und der Klappentext klingt einfach mal mega gut. Allerdings muss man auch wissen auf was man sich bei Marc Elsberg einlässt ;-)

    Anfangs fand ich das Buch mit seinen drei Erzählsträngen und teilweise sehr kurzen Kapiteln verwirrend und anstrengend. Nach einer Weile blickt man dann jedoch ganz gut durch und es dauert gar nicht so lange, bis sich zumindest zwei der Erzählstränge überkreuzen, auch wenn sie noch nicht ganz ineinander übergehen.

    Der Hauptstrang dreht sich um die Agentin Jessica Roberts, welche eine Task Force zur Untersuchung des im Klappentext erwähnten Mordes leitet.
    Dieser Strang ist auch durchaus der interessanteste und gleichzeitig komplizierteste, denn schon bald bekommt man einige wissenschaftliche Details "um die Ohren gehauen" und muss da erstmal durchblicken. Wenn man dies aber geschafft hat und dem Ganzen folgen kann, dann ist die Geschichte hochinteressant und erschreckend zugleich.

    Jessica war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie zum einen sehr Zielgerichtet ist und eine wirklich harte Schale hat, zum anderen blitzt ihr weicher Kern immer wieder durch und lässt sie menschlich erscheinen. Leider hat man es in solchen Büchern oft, dass die Ermittler knallhart sind und einfach funktionieren.
    Bei Jessica kann man vieles sehr gut nachvollziehen und ganz ehrlich, ich möchte zu keiner Zeit in ihrer Haut stecken.

    Am unsympathischsten fand ich Helen und Greg, welche sich anfangs nur für eine künstliche Befruchtung interessieren und schließlich vor die Wahl gestellt werden ob sie ein "klassisches" oder ein "modernes" Kind bekommen wollen. Ich kann nicht mal so richtig sagen warum, aber ihre Entscheidungen sind für mich absolut nicht nachvollziehbar und Helen hat mich bis zum Schluss sehr genervt.

    Die gewählte Thematik rund um genetische Manipulation ist extrem interessant und es ist erschreckend wenn man bedenkt, was in ein paar Jahren alles möglich sein könnte oder vielleicht wirklich schon möglich ist, ohne dass jemand davon weiß.
    Genmanipulierten Mais haben wir ja schließlich auch schon, also warum nicht auch in 10 Jahren genmanipulierte Menschen?
    Wenn ich den Gedanken einfach mal weiterspinne, da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf und eine Gänsehaut gesellt sich noch dazu.
    Viel von dem "gelernten" kann ich zwar nicht mehr wiedergeben, aber es ist schon Wahnsinn wozu die Wissenschaft fähig ist.
    Ich unterstelle jetzt auch einfach mal, dass Elsberg hier richtig gut recherchiert hat, denn sowas saugt man sich nicht einfach so aus den Fingern.

    Was mir absolut nicht gefallen hat ist das Ende. Irgendwie ging alles so hoppla hopp und richtig aufgeklärt wird es auch nicht. Diverse Fragen stellen sich am Ende erst und die bleiben dann auch noch offen. Zum Beispiel ist am Ende die Frage da, ob eine Handlung auf den letzten Seiten eine Falle war oder nicht. Diese Frage bleibt aber offen im Raum stehen.

    Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, allerdings handelt es sich hierbei nicht unbedingt um leichte Kost. Man muss schon sehr konzentriert sein beim lesen um sämtliche Zusammenhänge zu verstehen.
    Vieles ist sehr wissenschaftlich, aber das macht dieses Buch für mich aus. Große Action tritt zwischendurch nur sehr wenig auf. Einzig das Ende ist Spannungsgeladen und rasant.
    Deswegen schrieb ich am Anfang, dass man wissen muss auf was man sich einlässt um am Ende nicht enttäuscht zu werden.

    Die Aufmachung ist sehr schlicht, aber trotz allem aussagekräftig. Mit der leuchtend gelben Schrift auf schwarzem Grund macht es auf jeden Fall auf sich aufmerksam.


    Fazit

    Ein gutes, sehr wissenschaftliches Buch zu einem sehr aktuellen Thema. Leider fand ich das Ende absolut unbefriedigend und viel zu offen.
    Zudem hat mich ein Handlungsstrang komplett genervt, auch wenn er für die Entwicklung wichtig war. Alles in allem ziehe ich hier anderthalb Sterne ab.


    Empfehlung

    Wer gerne Bücher mit wissenschaftlichem Hintergrund liest und nicht auf den "Endzeit-Thriller" aus ist, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Das Thema Genmanipulation ist richtig interessant und in diesem Buch auch gut veranschaulicht.

  • Leider eine Enttäuschung...

    Von: Janine E. alias Jeanne D'Arc Datum: 22. März 2017

    Die perfekten Kinder?
    Die Wangenknochen von Angelina Jolie, die Mähne von Shakira das Lächeln von Beyoncé oder der Hintern von Kim Kardashian?
    Die Technik macht es möglich!
    Sie wollen ein Kind?
    Kein Problem - heute sind übrigens die Augen von Mila Kunis im Angebot!

    Eckdaten:


    Erscheinungsdatum :31.10.2016
    Verlag : Blanvalet
    ISBN: 9783764505646
    648 Seiten
    Art: Einteiler
    Genre: Sci-Fi
    Autor:

    Marc Elsberg studiert ndustriedesign an der Universität für angewandte Kunst und arbeitete nebenbei als Strategieberater und Kreativdirektor für Agenturen in Hamburg und Wien. Außerdem begann er parallel eine Kolumne für die Tageszeitung "Der Standard" zu schreiben. Seine Bekanntheit erreichte er durch den Thriller "Blackout - Morgen ist es zu spät", der zum Bestseller avancierte und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Im Mai 2014 erschien sein neuer Thriller "ZERO - Sie wissen, was du tust", womit er sich endgültig als Meister des Science-Thrillers etablierte. Sein neuestes Werk "Helix - Sie werden uns ersetzen" erscheint im Oktober 2016 und behandelt das spannende Science-Fiction-Thema Genmanipulation. Er ist selbstständiger Schriftsteller und lebt und arbeitet in seiner Geburtstadt Wien.

    Darum gehts:

    Haben Sie die Gene zum Überleben? Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …
    (c) Lovelybooks

    Cover:

    Das Cover von "Helix" ist klassisch schwarz und wird abermals wie bereits anderer Werke dieses Autors von einer kräftig, leuchtenden Schrift geziert. Dieses Mal finden wir auf der Front den Titel und einen DNA-Strang welcher schon einen mehr als deutlichen Hinweis auf das gibt, was uns inhaltlich in diesem Buch erwartet. Ich persönlich finde das Cover trotz seiner einfachen Art als absoluten Eye-Catcher und sehr ausdrucksstark.

    Schreibstil:

    Irgendwie Marc Elsberg aber irgendwie auch nicht. Gespickt mit überaus interessanten Details und eine Story die wirklich spannend scheinen mag aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Im Gegensatz zu seinem absolut hochspannenden Buch "Black out" oder dem Nachfolger "Zero" das ebenso durch seinen wirtschaftlich-interessanten aber auch spannenden Aspekt glänzen konnte, empfinde ich Helix als sehr langatmig. Gefühlt brauchte ich Jahre um in die Story zu kommen....

    Inhalt/Meinung:

    Thematisch gesehen ist das Buch ein absolutes Highlight. Designerbabys. Genmanipulation ist längst nicht nur ein strittiges Mittel bei Gemüse oder anderen Nahrungsmittel auch in Sachen Mensch schreitet das Thema immer weiter voran. Warum nicht irgendwann die perfekten Kinder züchten?

    Genau das dachte sich der Autor und macht dies zu seinem Hauptschwerpunkt in der Story. Doch wie weit wäre das legal?
    Was passiert mit diesen Kindern?

    Ich muss sagen nur inhaltlich finde ich das Buch top aber die Umsetzung machte es einfach öde. Mir persönlich fehlt es einfach an Spannung im Allgemeinen es konnte mich einfach nicht fesseln und auch zu den Protagonisten konnte ich keine Bindung aufbauen.

    Fazit: Interessante Thematik - mangelhafte Umsetzung - überzeugen konnte es mich so leider nicht!



    Cover: 1 von 1 Stern
    Schreibstil: 1 von 0,4 Stern
    Protagonisten: 1 von 0,4 Stern
    Thematik/Umsetzung: 1 von 2 Sternen


    Gesamteindruck: 2,8 von 5 möglichen Sternen

  • Unglaubliche Spannung mit kleinen Schwachpunkten

    Von: Bianca Datum: 22. März 2017

    „Welches Menschenbild? Der Mensch definiert sich ständig neu. Muss. Nicht zuletzt wegen der Technologien, die wir entwickeln. Wie bei allen Technologien stellt sich doch nicht die Frage des Ob, sondern des Was und Wie.“ (S. 395)

    Inhalt
    Träumst du nicht auch von einem perfekten Leben? Einer Welt voll Schönheit und Intelligenz? Und wenn du es könntest, würdest du deinem eigenen Kind all diese positiven Eigenschaften mit auf den Weg geben und ihm so alle Möglichkeiten eröffnen?
    Helen und Greg stehen vor genau dieser Entscheidung, die ihr Leben beeinflussen könnte wie nie etwas Anderes zuvor, denn ein geheimes, noch nicht offizielles Forschungsprogramm soll genau diesen Traum von dem perfekten Leben ermöglichen. Zeitgleich werden an vielen anderen Orten der Welt Entdeckungen gemacht, die auf natürliche Weise nicht entstanden sein können. Hat die Genmanipulation die Kontrolle übernommen? Und wie wird sich das junge Ehepaar entscheiden?

    Meinung
    Nach „Blackout“ hat sich Marc Elsberg zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert. Ich finde seine Art zu Schreiben unwahrscheinlich ansprechend und spannend, und das hat er auch in seinem dritten Roman bewiesen. Alles, was er auf das Papier bringt, ist absolut glaubwürdig – und vor allem gut recherchiert. In „Helix“ hat er aufs Neue ein sehr spannendes und komplexes Thema aufgegriffen, das mich persönlich schon seit geraumer Zeit sehr interessiert. Ich selbst konnte mit einigen Fachbegriffen etwas anfangen und das hat mir die „Verdauung“ des vielseitigen und ausladenden Themas etwas vereinfacht. Das änderte aber nichts daran, dass mich der Roman auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels nicht loslassen wollte.

    Jessica Roberts, mit der wir gleich rasant in die Geschichte geworfen werden, ist eine sehr starke Frau, mit der ich dennoch an einigen Stellen zu kämpfen hatte. Ihre Stärke nimmt ihr zeitweise etwas von ihrer Sympathie. Ähnlich ging es mir mit Helen und Greg, deren Streitigkeiten oder Entscheidungen mir manchmal etwas an der Nase herbeigezogen erschienen. Insgesamt blieben mir alle Figuren etwas fremd, und das ist auf über 600 Seiten sehr schade.
    Dieser Eindruck könnte aber schlichtweg einfach nur aufgekommen sein, da die Handlung so rasch voranschreitet. Es folgt eine Entdeckung nach der anderen, die Spannung lässt nicht nach – und das ist eine Meisterleistung, die mich über die fremd bleibenden Charaktere hinwegsehen lässt.

    Etwas enttäuschend war außerdem, dass der Roman irgendwann sehr auf den einen Teil der Geschichte bezogen war. Während bei „Blackout“ immer wieder verschiedene Standpunkte erzählerisch dargestellt wurden, habe ich dieses Hin und Her bei diesem Roman etwas vermisst. Der Klappentext suggeriert, dass mehrere Handlungsstränge zusammenkommen und dem ist auch so, allerdings werden einige davon für meinen Geschmack etwas zu schnell abgehandelt. Erneut: Bei 646 Seiten wäre da mehr Potential gewesen.

    Fazit
    Ein besitzergreifender, fesselnder Roman über Genmanipulation, aber auch über persönliche Pleiten und dem Wunsch nach Perfektion – diese explosive Mischung macht „Helix“ aus. Trotz kleiner Schwächen ein Muss für jeden Fan von Spannung und bewegenden Themen.

    4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥

  • [Rezension] Was wäre wenn ... - Helix von Marc Elsberg

    Von: Klaudia bloggt Datum: 20. März 2017

    Jeder Mensch ist gut so wie er ist. Wir versuchen zumindest dieses Mantra mehr oder weniger in unser Leben einzubauen. Mit einer Schwangerschaft gehen Wünsche, Hoffnungen und Träumereien einher: Wie wir das Kind wohl aussehen? Wird es meine oder deine Augen haben? Ob es eine schöne Stimme haben wird? Wie groß wird es mal werden? Was wird mal aus ihm oder ihr werden? Wird es Fußballer(in) oder Ballerina? Nur eine Frage haben zumindest wir uns nicht gestellt: Können wir die genetischen Anlagen unseres noch ungeboren, oder bisher sogar erst geplanten Kindes in irgendeiner Weise verbessern? Diese Frage jedoch stellte sich der österreichische Autor Marc Elsberg für uns alle. In seinem siebten Buch beschäftigt er sich nämlich mit Genetik. Wie weit könnte es einmal kommen?

    Der US-Außenminister stirbt. Die Obduktion bringt eine gefährliche Wahrheit an die Oberfläche: Was vielleicht wie ein Herzinfarkt aussah, war in Wirklichkeit Mord. Mord mit einer ganz neuen Art von Waffe: Persönlich auf die Zielperson zugeschnittene Bakterien, die auch nur ihr gefährlich werden können. In Brasilien, Tansania und Indien tummeln sich plötzlich Nutzpflanzen und -tiere, die es so noch nicht gegeben hat und nicht geben dürfte - GMOs (genetically modified organism - genetisch veränderte Organismen). Selbstverständlich werden internationale Chemiekonzerne darauf aufmerksam und wollen die Quelle finden. Gleichzeitig wenden Helen und Greg sich aufgrund ihres unerfüllten Kinderwunsches an eine Kinderwunschklinik und bekommen ein verlockendes Angebot: Genetisch modifizierte, verbesserte Kinder. Ein privates Forschungsprojekt, strengste Geheimhaltung versteht sich, soll es möglich machen. Selbstverständlich wollen Eltern ihren Kinder die besten Voraussetzungen für den Start ins Leben mitgeben. Wenn es also nun schon hunderte dieser "besonderen" Kinder gibt, wenn es immer mehr dieser "besonderen" Kinder werden: Möchtet ihr das euren Kindern verwehren? Würdet ihr ein "normales" Kind bekommen wollen, wohlwissend, dass es genetisch schlechter gestellt wäre, als diese neue "Art" Mensch?

    Er kann es einfach. Marc Elsberg schafft es eine Welt zu malen, die auf den Leser im ersten Moment surreal wirkt, um ihn dann doch in Zweifel zu stürzen: Ist es wirklich so abwegig? HELIX lässt sich kaum weglegen, so spannend ist der Handlungsstrang. Und im Nachgang lässt Elsberg den Leser dann mit gemischten Gefühlen zurück. Denn was wäre wenn...?

    Ich kann euch HELIX, genauso wie BLACKOUT einfach nur wärmstens empfehlen. Für mich ist Marc Elsberg ein wahnsinnig toller Autor - denn er schafft es Wahrheit und Fiktion in genau der perfekten Mischung miteinander zu vereinen!

  • Schöner, schlauer, sportlicher...

    Von: buch-leben Datum: 19. März 2017

    Natürlich wird gleich zu Beginn klar, um was es in diesem Buch gehen wird: Die verändern von DNA und somit auch die Veränderungen der Gene. Was heute bei Pflanzen gang und gäbe ist, geht beim Menschen natürlich nicht - oder?

    Der Anfang des Buches ist nicht unbedingt leicht, denn es werden sehr häufig die Schauplätze gewechselt. Mal ist man in der USA, dann in München, dann in Brasilien und so weiter. Mal geht es um Bakterien, mal um Pflanzen, mal um Babys. Man muss sich etwas hineinfuchsen, um alle Personen und Handlungsstränge unter einen Hut zu bekommen.

    Dann wird das Buch aber ein richtiger Lesegenuss. Es geht rasant zu, langsam fügt sich alles zusammen und man erkennt einen roten Faden. Dadurch steigt die Spannung und man legt das Buch nicht mehr aus der Hand.

    Aber das Beste: Man stellt sich immer wieder die Frage: Geht das wirklich? Wie viele geheime Labore existieren, in denen das schon praktiziert wird? Und gibt es vielleicht schon Ergebnisse, die die Regierungen dieser Welt unter Verschluss halten? Das sorgt für Gänsehaut und macht meines Erachtens den Reiz des Buches aus.

    Ein bisschen zu viel SciFi war es mir aber an der ein oder anderen Stelle dann doch. Vor allem in Bezug auf die Kinder - nicht die, die gezeugt werden sollen, sondern die, die man als Protagonisten des Buches betrachten kann. Sehr unheimlich, aber leider kann ich nicht mehr verraten, ohne zu spoilern. Deswegen nur so viel: Hier wäre ein bisschen weniger für meinen Geschmack mehr gewesen.

    Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, es lässt sich flüssig lesen. Die Abläufe in den Laboren werden relativ verständlich erklärt, sodass ich beim Lesen nie überfordert war.

    Wirklich aufgeklärt wird am Ende nicht alles, das passt aber sehr gut zum Buch, weil man natürlich immer weiter darüber nachdenkt. Es hat mich nicht so schnell losgelassen.

    Insgesamt hat mir das Buch viel Freude bereitet, auch wenn ich den ein oder anderen kleinen inhaltlichen Kritikpunkt habe. Deswegen gibt es von mir 4 Sterne :)

  • Eine Thematik, die nachhaltig zum Nachdenken anregt

    Von: Sabrinas Bücherwunderland Datum: 14. März 2017

    Bevor ich „Helix“ gelesen hatte, kannte ich noch kein anderes Werk vom Autor, hatte aber viel Gutes von ihm gehört. Ich bin auf dieses Buch mal nicht durch das Cover gekommen, sondern weil eine Freundin mir diesen Autor empfohlen hat.
    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Man sieht lediglich eine DNA-Helix, die einen kleinen Hinweis auf die Thematik des Buches gibt. Und gerade das war es, was meine Aufmerksamkeit besonders schnell auf sich gezogen hat: Die Thematik.
    In dem Buch sollte es laut Klappentext viel um Genetik und Genmanipulation gehen. Das klang für mich sehr spannend und ich musste direkt an meine Schulzeit zurückdenken, in der ich im Unterricht „Brave new world“ gelesen habe. Dieses Buch war eins meiner Lieblingsschullektüren, vor allem vom Thema her.
    Ich habe also mit Freude angefangen das Buch zu lesen und hätte nie gedacht, dass es mir am Ende so schwerfällt, eine Rezension dazu zu verfassen. Ich habe wirklich lange darüber gegrübelt wie ich das Buch denn finde und vor allem warum.
    Zunächst kann ich sagen, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat, denn er war sehr angenehm und flüssig, sodass ich gut mit der Geschichte zurecht kam. Man kommt gut in die Geschichte rein und wird schnell mit der eigentlichen Thematik der Genmanipulation, der Gentechnik und den Genen im Allgemeinen konfrontiert. Ich finde diese Themen als Inhalt und Grundbasis der Handlung ziemlich cool, da das Thema sehr aktuell, brisant und durchaus interessant ist und den Leser auch nachträglich zum Nachdenken anregt. An dieser Stelle merkt man auch ganz deutlich die gute Recherche, die Elsberg betrieben hat um Zusammenhänge detailliert und korrekt zu erläutern und zu benennen. Auf der einen Seite waren die Infos für mich zwar interessant, an einigen Stellen machte es die ganze Geschichte aber einfach zu wissenschaftlich und es blieben andere wichtige Elemente wie die Spannung und die Charaktere ein bisschen auf der Strecke.
    Dabei hat dieses Buch eigentlich einen wirklich starken und spannenden Anfang gehabt. Leider blieb diese Spannung nicht aufrecht erhalten sondern flachte schnell zunehmend ab und wollte auch so schnell nicht wieder aufkommen.
    Dabei wäre genug Potential da gewesen. Die Geschichte besteht nämlich aus vier verschiedenen Handlungssträngen, die durch die Ermittlerin Jessica Roberts miteinander verbunden und in Zusammenhang gestellt werden. Jeder Handlungsstrang für sich war im Verlauf auch durchaus interessant zu verfolgen aber für mich waren das einfach zu viele wechselhafte Handlungsstränge mit einigen langatmigen Durststrecken und mit zu vielen verschiedenen Charakteren. Die Masse der Figuren führt nämlich in diesem Buch leider dazu, dass sie alle nur grob skizziert werden und ich zu keinem von ihnen wirklich einen Zugang finden konnte. Ich konnte einfach keine Verbindung zu ihnen aufbauen, was es mir im Storyverlauf schwer machte, wirklich in die Materie und die Geschichte abzutauchen. Ich fühlte mich die ganze Zeit eher wie ein stiller Beobachter.
    Auch mit der Protagonistin Jessica wurde ich irgendwie nicht so richtig warm, obwohl sie eigentlich ganz sympathisch rüber kam. Aber ich habe die Tiefe in ihrer Persönlichkeit und interessante Facetten an ihr einfach vermisst.
    Und das hat sich leider bis zum Ende des Buches nicht wirklich geändert. Wie schon bei den Charakteren habe ich mir vom Ende der Geschichte deutlich mehr erhofft. Auch hier gab es für mich wieder zu wenig packende Spannung.

    Mein persönliches Fazit:
    Dieses Buch hat ein ziemlich interessantes und auch gut recherchiertes Thema und weist einen angenehmen Schreibstil auf. Leider wirken die Charaktere eher blass, worauf ich keinen Bezug zu ihnen aufbauen konnte und auch die Spannung ließ leider sehr sehr schnell nach.

    Ich vergebe 2,5 von 5 möglichen Büchern!

  • ... was hoffentlich Fiktion bleibt!

    Von: Thomas Lawall Datum: 11. März 2017

    Die Action beginnt ohne jede Vorwarnung. US-Außenminister Jack Dunbraith bricht bei einem Vortrag in einem Münchner Hotel am Rednerpult zusammen. Eine Panik bricht aus, während Sicherheitskräfte andere Personen vor weiteren vermeintlichen Schüssen zu schützen versuchen. Eine Fehleinschätzung, wie sich bei der späteren Obduktion herausstellen sollte. Der Minister starb nicht durch eine Kugel. Inzwischen gibt es subtilere Methoden ...

    Marc Elsberg eröffnet nicht nur mit einem Paukenschlag, sondern mit einer Vielzahl von Ebenen, auf welchen ebenfalls mehr als seltsame Dinge passieren. In Tansania und Brasilien tauchen Mais- bzw. Sojapflanzen auf, die sich resistent gegen Schädlingsbefall zeigen, während sich in Indien Ziegen weigern, an der Ziegenpest zu erkranken ...

    Derweil verschwindet ein ebenso junges, wie hochbegabtes Mädchen auf spektakuläre Weise. Leibwächter stehen zunächst vor einem Rätsel ... ebenso wie Greg und Helen, die sich ihren Kinderwunsch per künstlicher Befruchtung erfüllen möchten. Man unterrichtet sie dahingehend, dass es unter gewissen Voraussetzungen gewisse "Möglichkeiten" gäbe, die Fähigkeiten des ungeborenen Lebens zu beeinflussen. Darüber, ob man ein solches Angebot annehmen sollte, ist man sich uneinig ...

    Es brennt sozusagen an allen Ecken gleichzeitig. Man sollte sich als Leser auf einen komplexen Einstieg vorbereiten und nichts überstürzen. Eine gewisse "Kontaktfreudigkeit" wird ebenfalls vorausgesetzt, denn zu Beginn stellt uns der Autor auf den verschiedenen Handlungsebenen eine ganze Menge Leute vor.

    Wer jetzt schon Antworten auf die Fragen der ersten Seiten sucht, wird den Überblick verlieren und ins Straucheln geraten. Wer die Ruhe und ein gemütliches Sitzkissen mitgebracht hat, wird einen Spannungsaufbau kennenlernen, der sich nach und nach mit sich selbst multipliziert!

    Marc Elsberg nimmt sich in aller Konsequenz die Zeit, seinen Leserinnen und Lesern nicht nur die Thematik Genmanipulation breitgefächert vorzustellen, sondern auch deren unabsehbaren Folgen. Dabei geht er (wieder einmal) weit über die heutigen Möglichkeiten hinaus.

    Seine vorgestellten Szenarien funktionieren jedoch wie eine logische Fortsetzung des bereits jetzt schon Möglichen. Bedrohlich, furchterregend, aber spannend, und zweifellos ist "Helix" Elsbergs bester Roman nach "Blackout" und "Zero". Am Ende verbleibt man reichlich ernüchtert und in einer fast beschwörenden Hoffnung, dass dies alles Fiktion bleiben möge!

  • interessante und beängstigende Thematik, enttäuschende Umsetzung

    Von: Magische Momente Datum: 07. März 2017

    Bereits "Blackout" und "Zero" des Autors konnten mich komplett begeistern , von daher wusste ich, daß ich unbedingt auch "Helix lesen musste.
    Hierbei war ich vor allem darauf gespannt wie er die Grundthematik umsetzen würde, denn diese empfand ich doch als ziemlich interessant.
    Es ist selten, daß ich Schwierigkeiten haben eine Rezension zu verfassen. Doch hier war es so. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und ehrlich gesagt, ich wusste nicht, was ich davon halten sollte.
    Denn dieses Buch hat mich doch schwer beschäftigt, was vor allem an der Umsetzung lag.
    Ich bin eigentlich recht gut in das Geschehen hineingekommen. Aufgrund der vielen Handlungsstränge denkt man zunächst, es könnte schwierig werden. was es aber eigentlich nicht war.
    Es beginnt sofort mit dem Tod des US-Außenministers. Zeitgleich erfährt man von einem Paar , daß sich in einer Wunschklinik befindet und schließlich ist da noch eine hochintelligente Studentin, die scheinbar spurlos verschwindet.
    Das klingt ziemlich interessant und gerade am Anfang konnte es mich auch fesseln. Dies ließ jedoch nach den ersten 100 Seiten immer mehr nach.
    Die Spannung konnte leider nicht aufrechterhalten werden, zudem gab es Logikfehler, die mein Lesevergnügen nicht unbedingt positiv beeinflusst haben.
    Es tauchen immer mehr Charaktere auf, wodurch ich schon Probleme hatte, ihnen überhaupt zu folgen.
    Für mich ist es wichtig, das ich mich den Charakteren und dem Handlungsverlauf emotional nähern kann und demzufolge auch sich bei mir verschiedene Emotionen einstellen.
    Doch da liegt auch hier der Knackpunkt. Sie waren mir einfach zu blass, ich konnte sie nicht erreichen.
    Anfänglich hatte ich das Gefühl, gerade Jessica und Jill könnten ziemlich interessant werden, doch das ließ dann immer mehr nach.
    Wie gewohnt hat der Autor sein Buch in viele kleine Kapitel unterteilt, wodurch man zwar recht gut vorankommt. Gleichzeitig ermüdete es mich trotzdem, da es stellenweise einfach zu langatmig wurde.
    Gegen Mitte des Buches lief dann zwar doch einiges zusammen und man konnte sich kurzzeitig besser in die Thematik vertiefen, dennoch so richtig warm wurde ich damit leider nicht.
    Doch meine Vorstellungskraft und meine Gedankengänge liefen hier auch weiter auf Hochtouren und im Prinzip war es für mich doch schon etwas beängstigend, was sich hier offenbart.
    Vor allem weil man so seine ganz eigene Vorstellung hat, wohin es führen könnte.
    Schlussendlich kann ich leider nur sagen. Obwohl die Thematik und auch einige Figuren recht interessant waren, konnte mich die komplette Handlung und die Umsetzung leider nicht überzeugen.
    Es gab einige Schwachstellen, die es mir erschwert haben und auch der Epilog konnte es am Ende auch nicht mehr rausreißen.
    Ich hoffe nur, das nächste Buch des Autors kann mich wieder mehr fesseln.

    Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Z.b. die von Jessica oder Jill.
    Die Charaktere sind blass, verstehen es aber stellenweise für sich einzunehmen.
    Ihre Handlungen und Gedankengänge waren nicht immer nachvollziehbar gestaltet.
    Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten.
    Den Schreibstil empfand ich als schwierig, er war langatmig, konnte mich aber gleichzeitig auch für sich einnehmen.
    Das Cover und der Titel sind ansich stimmig.

    Fazit:
    Nach Blackout und Zero war ich sehr begeistert vom Autor.
    Umso mehr enttäuschte mich leider Helix.
    Es gab einige Schwachstellen, auch wenn ich es zwar stellenweise spannend fand, so konnte es mich letztendlich nicht ganz überzeugen.
    Schade. Potenzial wäre auf jeden Fall dagewesen, denn die Grundthematik ist sehr interessant und auch gut recherchiert.

  • Rezension Helix | Marc Elsberg

    Von: Laura Medienmädchen Datum: 06. März 2017

    Ein paar Worte zum Inhalt

    Als der US-Außenminister stirbt, überschlagen sich die Ereignisse: Jessica soll mit ihrem Team in dem plötzlichen Todesfall ermitteln und stößt auf ein Bakterium, das eigentlich gar nicht existieren dürfte. Ähnliches betrifft Nutzpflanzen und -tiere auf der ganzen Welt. Gleichzeitig wollen sich Helen und Greg den Kinderwunsch erfüllen und werden eingeladen, ein geheimes Forschungsprogramm kennenzulernen.

    Kurz: Lasst uns Mäuschen spielen im Weißen Haus, in einer hochbrisanten Forschungseinrichtung und im privaten Schlafzimmer!
    Wie ein Blockbuster!

    Auch Helix konnte mich wieder vollends überzeugen und es fiel mir dementsprechend schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wieder gibt es eine Fülle an Perspektiven, Handlungssträngen und Motiven, die um das große Thema des Buches kreisen: Gentechnik.

    Diese durchdringt bekanntlich viele unserer Lebensbereiche – von der Lebensmittel- über die Textilindustrie bis hin zur Medizin (sehr anschaulich: hier).

    Ich muss gestehen, nicht nur die Diskussionen im Ethikunterricht um Genmanipulationen und die Zukunft der Wissenschaft sind mir da im Kopf geblieben, sondern ich klicke auch heute noch jeden Artikel an, der sich mit den Themen beschäftigt, denn ich finde die Möglichkeiten und Zusammenhänge unglaublich spannend – und gruselig. Damit konnte Helix mich schon vor Erscheinen triggern, auch wenn man natürlich unterstreichen muss, dass vieles davon bislang noch weitergedichtete Fiktion ist.

    Umso schockierter war ich, als ich dann feststellen musste, dass die CRISPR/cas9- Gentechnikmethode, um die es sich auch im Buch dreht, ja wirklich 2012 veröffentlicht wurde. Das ist dann auch der Punkt, der Helix an so vielen Stellen unglaublich spannend und beängstigend macht, sodass die Seiten verfliegen.
    Brisante Fragen und spannende Unterhaltung

    Natürlich war es clever, das Setting ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verlegen: in die USA. Wo die Ethikkommission zwar auch scharf kritisiert, was für Machenschaften da getrieben werden, aber die Klagen im Grunde nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.

    Die wohl spannendste Frage stellt das Buch, als es darum geht, ob der Mensch sich mit dem Herumexperimentieren am menschlichen Genom nicht selbst abschafft.

    Zu den mitunter unsympathischen Charakteren wahrt man während des Lesens die ganze Zeit Distanz – ein Umstand, der mich nicht sonderlich gestört hat, da ich nicht erpicht war, Freunde für’s Leben zu finden.

    Auch wenn es diesmal etwas länger dauerte, bis ich vollends von der Geschichte gefesselt war, hat mich die Entwicklung der Handlung wieder sehr begeistert. Ich denke, der fahle Beigeschmack, den man da mitunter hat, ist genauso gewollt. Das Ende ist gewohnt actionreich und hat mich sehr überrascht – und das letzte Kapitel sorgt quasi dafür, dass man das Buch nicht so schnell vergisst.

    Mein Fazit

    Ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite! Wenn ihr Thriller mit außergewöhnlichen Themen mögt (und zum Beispiel Black Mirror guckt), dann wird euch Helix bestimmt sehr gut unterhalten.

  • Karlos

    Von: Karl-Heinz Schaubode Datum: 01. März 2017

    Eschbach, Takano und Elsberg liefern Thriller der anderen Art. Die spannenden Elsbergs-Vortitel erzeugten in mir einen positiven Vorgeschmack. Und ich wartete nicht auf die preiswerte HELIX paperback Edition, wie üblich. Insgesamt kann ich die Leser Stimme von " Tante Tex vom 15.02.2017 " teilen. Zudem werde ich wieder auf paperpack oder/und second Hand umsteigen. Von den 646 Seiten HELIX sind ca. 120 Seiten reinweiß. Zusätzlich kann ich durch die Schriftgröße fast auf eine Lesebrille verzichten. Ernüchternd wenig Netto-Thriller auf zu viel Papier und nicht WENIG Kaufpreis. Doch es wird beim nächsten wieder besser.KHSCH.
    .

  • Spannendes Thema - Spannung lässt zu lange auf sich warten

    Von: Kodabaer Datum: 22. Februar 2017

    Marc Elsberg hat sich für diesen Roman ein sehr interessantes Thema ausgesucht, welches uns alle betrifft. Es geht um Genmanipulationen, die hinreichen bis zu Designerbabys, die sich die zukünftigen Eltern am PC zusammenstellen können. Das Thema hat mich brennend interessiert.

    Der Start ins Buch ist mir auch recht leicht gefallen. Durch die vielen kurzen Kapitel hatte man einen recht schnellen Überblick und hat die verschiedenen Handlungsstränge und Protagonisten kennengelernt. Im Laufe der weiteren Abschnitte fügen sich die verschiedenen Stränge zusammen und man bekommt einen guten Einblick. Die kürze der einzelnen Kapitel haben jedoch auch einen Nachteil. Ich fühlte mich immer wieder aus den einzelnen Szenen herausgerissen und konnte keine Sympathien für die einzelnen Protagonisten entwickeln. Die Gefühle und Handlungen der einzelnen Charaktere blieben mir zu fremd. Hinzu kommt, dass natürlich bei diesem Thema ein gewisser wissenschaftlicher Aspekt auch angerissen werden muss. Als Laie ist es ab und etwas schwer gewesen diesen Aspekt zu verstehen. Zeit für ein wenig eigene Regie, zum Verständnis dieses Anteils ist dann vonnöten.
    Der Schreibstil an sich gefiel mir schon, jedoch ist der Aufbau der einzelnen Kapitel für mich dann wohl nicht ganz optimal gewesen. Das letzte Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Actionreichen Szenen fand ich sehr anschaulich beschrieben und ich habe auf jeden Fall mit gefiebert.

  • Ein wirklich gutes Buch!

    Von: Nici Datum: 21. Februar 2017

    Inhalt:

    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden. Hier stellt sich die Frage, ob es von Bakterien verursacht wurde oder nicht. In Brasilien, Tansania und Indien entdeckten Mitarbeiter eines Chemiekonzerns Nutzpflanzen und Nutztiere, die es eigentlich nicht geben sollte. Zu gleichen Zeit wenden sich Greg und Helen, ein Paar Mitte dreißig, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt erzählt ihnen von einem privaten Forschungsprogramm, dass schon seit einiger Zeit bessere Kinder hervorgebracht hat. Wollen den die beiden nicht das beste für ihr Kind? Doch plötzlich verschwindet eines der Kinder und auf der ganzen Welt gibt es sonderbare Ereignisse, die zusammenhängen.

    Meinung:

    Danke erstmal für das Rezensionsexemplar, ich habe mich sehr darüber gefreut.

    Ich habe schon viel über Marc Elsberg gehört, eher negatives, und so bin ich neugierig an Helix herangegangen. Ich habe vorher noch nie etwas von dem Autor gelesen und war schon sehr auf die Geschichte gespannt. Am Anfang muss ich sagen, dass mich das Cover sehr ansprach. Es verratet eigentlich nichts über die Geschichte und so habe ich das Buch zur Hand genommen. Schon vor dem Lesen war ich von dem Klappentext verzaubert und ich wollte von den "begabteren" Kindern mehr hören. Das Buch wird in Tage erzählt. Insgesamt gibt es neun. Ich war sehr überrascht, da ich solche Idee noch nie vorher gesehen oder gelesen habe. Der Schreibstil von Marc Elsberg war etwas kompliziert, jedoch gewöhnt man sich schnell daran und man kann durch das Buch rutschen. Da ich ein relativ schnelles Lesetempo habe, habe ich das Buch in zwei Tagen verschlungen Und mir ist einiges aufgefallen.

    In diesem Buch geht es oft um das Thema "Gene" und "besser machen". Für mich anfangs schwierig, da ich mich mit diesen Themen nicht so gut auskenne. Oft kommt die Frage im Buch- " Wir könnten die Tiere und Pflanzen so manipulieren, dass sie weniger Wasser benötigen, sodass sie weniger Krankheiten bekommen- das wäre doch schön oder?" In diesem Buch geht es oft ums immer besser werden und meiner Meinung nach ums nicht verstehen was die Menschheit hier falsch macht. Manchmal verliert sich der Autor ein bisschen und schweift zu weit aus. Er redet schon wie ein Wissenschaftler oder Physiker. Meiner Meinung war es ein bisschen kompliziert und unnötig.

    Kommen wir nun zu den Charakteren. Schon auf den ersten Seiten lernen wir die beiden Protagonisten Helen und Greg kennen. Sie sind mir eigentlich sympathisch gewesen und ich konnte mit ihnen mitfühlen. Was macht man wirklich wenn ein Arzt dir ein "besseres" Kind empfiehlt? Als Leser stellt man sich auch die Frage. Was macht man wenn man in dieser Situation wäre? Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, ich wurde in die Geschichte mit einbezogen und durfte etwas mitspielen. In jeder Geschichte gibt es solche "Bösen".- Meiner Meinung nach sind es hier die Ärzte. Sie manipulieren die Kinder und wollen sie immer und immer besser haben, auch wenn das nie funktionieren kann!

    Die Geschichte hat mir persönlich schon gefallen, jedoch sind einige Themen etwas unter Kontrolle geraten, wie zum Beispiel die Gene oder die wissenschaftliche Theorie. Lassen wir die negativen Punkte weg, dann war es für mich doch ein schönes Buch, was einmal etwas anderes war. Es war sehr oft spannend und man konnte mit raten. Mit den beiden Hauptfiguren könnte ich wirklich gut mit fiebern und wollte auch ein Teil der Geschichte sein. Dieses Buch kann ich allen Fantasy und Spannung Fans weiter empfehlen!

    Fazit:

    Da es einige negative Punkte hat, aber trotzdem nicht schlecht war, möchte ich 4 von 5 Sternen geben!

  • Spannendes Buch, aber ....

    Von: Dirk Niedfeld Datum: 20. Februar 2017

    Hallo,

    ich habe das Buch gerade in 14 Stunden am Stück durchgelesen und fand es bis zum Schluss sehr spannend und sehr gut geschrieben.

    Es gibt aber einen Punkt, den bei solchen Büchern absolut hasse. Warum müssen immer die Hauptdarsteller sterben? Muss das sein? Das macht das ganze Buch kaputt. Hätte man die am leben gelassen, würde ich das Buch mit 5 Sterne bewerten. So bekommt es nur 3, weil es für mich die gesamte Grundstimmung des Buches zerstört.

    Ich mag schon keine Bücher mehr lesen, weil es immer dieses eine Ende ist. Kann auch sein, dass man im Studium "Wie schreibe ich ein Buch" im ersten Semester gelehrt wird:
    " Am Schluss liebe Studierende müssen alle sterben."

    Ich hasse dafür jeden Buchautor die solche Enden schreiben. Muss eine geistige Krankheit bei denen sein.

    Mfg
    Dirk Niedfeld

  • Fassinierend - spannend - realistisch - beängstigend

    Von: Bernd Gewiese Datum: 19. Februar 2017

    Heute habe ich meinen dritten Elsberg gelesen. Das halbe Buch Helix am Sonntagnachmittag, weil es so fesselnd war. Leider zeigt es einem die Mängel unserer Gesellschaft mehr als deutlich. Es war und ist für mich schwierig eine Position für die Seiten im Buch zu vertreten, weil die Welt halt grau und nicht schwarz-weiß ist. Die Geschichte aus dem Buch wird uns aber einholen. Denn frei nach Prof. Manemann stimme ich seiner Aussage zu, dass wir Menschen die Tragweite unseres Handelns nicht mehr überblicken. Und wir kennen leider keine Grenzen im Handeln

  • So verbindet man Wissenschaft und Thrill gekonnt.

    Von: Schnuffelchen Datum: 15. Februar 2017

    Das der Autor gern mit den Ängsten seiner Leser spielt und uns gern den Fortschrittsspiegel vorhält, dürfte wohl inzwischen hinlänglich bekannt sein. Trotzdem überrascht es mich immer wieder, wie er immer wieder ein Thema findet, das noch beängstigender ist.

    Die Industrie und Medizin erklärt uns immer wieder wie gut die Manipulation des Erbgutes ist, ob bei Pflanzen, Tieren oder auch Menschen.


    Doch wo sind die Grenzen?

    Wer darf davon profitieren?


    Wann wird das Ganze zur Waffe oder wie weit, darf man zum Schutz der eigenen "Familie" gehen?
    Mit dieser Geschichte gibt uns der Autor einen kleinen Einblick in das, was vielleicht schon ist oder sein könnte. Firmen die Jagd auf Gene machen, weil man damit Profit machen kann.

    Ärzte, die "moderne" Menschen designen. Die schlauer sind als der "normale" Mensch, die stärker sind und schneller wachsen.

    Designtet Viren, die nur bestimmte Menschen angreifen und auch töten.


    Wo sind die Grenzen? Wer will diese ziehen? Und wer will diese Überwachen?

    Marc Elsberg erzählt 3 Geschichten, die durch ein Thema miteinander verbunden sind und die im Laufe der Story immer mehr miteinander verwoben sind, bis der Knoten so fest ist, das man ihn nicht mehr lösen kann. Dabei zeigt er beide Seiten der Medaille. Den Nutzen, aber auch die Risiken.

    Wenn man Viren so modifizieren kann, das nur noch die Anführer der feindlichen Seite getötet werden, dann brauchen nicht mehr tausende von Soldaten in sinnlosen Kriegen sterben. Doch wer entscheidet, wer der Feind ist? Wer sterben muss?

    Wenn wir die Pflanzen und Tiere in ihrem Erbgut so manipulieren können, das sie weniger Wasser und Nährstoffe brauchen, das sie weniger anfällig für Krankheiten und Wettereinflüsse sind - das wäre doch gut? Doch wer profitiert davon. Konzerne, die ihr Saatgut für viel Geld verkaufen, die selbst entscheiden, wie viel Fortschritt sie uns verkaufen, damit sie immer wieder nachlegen können, wenn die Patente auslaufen? Den die Ärmsten dieser Welt, die davon tatsächlich profitieren könnten, können sich das nicht leisten.

    Heute schon kontrollieren wir in einigen Ländern bei Invitro-Befruchtungen das Erbgut und wenn dort bestimmte Anlagen zu finden sind, dann bekommt das Embryo nie die Chance ein Kind zu werden. Oder es muss genetisch zu seinem kranken Geschwisterchen passen, um Stammzellen, Knochenmark oder dergleichen spenden zu können. Wie weit ist es da noch sich sein Traumerbgut zusammenzustellen, wie bei Kauf eines Autos. Und wer bekommt diese Kinder, nur die Elite, die heute mit Geld ihren Nachkommen zahlreiche Vorsprünge verschafft oder alle Menschen, das uns dann zum genetischen Ausschuss degradiert.

    All diese Szenarien hat der Autor zu einer Geschichte gestrickt, die mit Hoffnung beginnt und im Schrecken endet. Die Story ist zu großen Teilen sehr Spannend, doch gelegentlich verliert sich der Autor auch etwas in den Details. Wer nur an dem Thriller interessiert ist, könnte sich dann schon in Lesefluss gestört fühlen, doch wen auch die Hintergründe - das wieso und weshalb - interessiert ist, der wird begeistert sein.


    Die Protagonisten, begleiten den Leser praktisch von der ersten bis zur letzten Seite. Bei ihnen finden sich die "unschuldigen" Opfer wie Helen und Greg, die auf Grund guter Absichten in ihre persönliche Hölle geraten. Bei diesen hat der Autor geschafft, die Freude, die Angst, den Zwiespalt und auch die Konsequenzen sehr gut dargestellt. Man kann sich mit ihnen identifizieren und man fragt sich, wie würde man selbst, in einer solchen Situation entscheiden. Doch dann sind da auch die eher plakativ gehalten "Bösewichte" wie zum Beispiel die Ärzte, die Gott spielen und die Konzerne, die nur an ihre Aktienkurse und Patenteinnahmen denken. Ob es wirklich so einfach ist, weiß ich nicht. Und dann sind das die Menschen, dazwischen wie Politiker oder auch designtet Kinder/Teenager, die glauben, das sie allein Wissen, was für der Rest der Menschen das richtige ist und wenn es dann schiefgeht, die Hände in Unschuld waschen oder den Endschlag befehlen, um alles unter den Teppich zu kehren.

    Das ist schon ziemlich viel für eine Geschichte, doch der Autor hat sich Zeit gelassen - ganze 921 Minuten oder 648 Seiten. Und er hat das alles, für Laien wie mich, die ihr Halbwissen auf Film, Fernsehen und Internet haben, auch schlüssig und trotzdem interessant dargestellt. Dabei lässt er den Film zwar nicht vergessen das er sich eher um einen Blockbuster handelt, aber immer mit dem kleinen Männchen im Hinterkopf - was wäre wenn ?

    Helix ist der 3. Roman des Autors, den ich gelesen habe. "Blackout" hat mich damals total gepackt und ich hab mir anschließend eine riesen Vorrat an Kerzen zugelegt. "Zero" war zwar auch interessant, aber doch recht zäh umgesetzt. Doch mit "Helix" bin ich jetzt dieser gefesselt und überzeugt. Und ich bin schon gespannt, was sich der Autor als nächstes einfallen lässt.

    Fazit: Extrem spannend und realistisch hat Marc Elsberg einige Folgen aufgezeigt, wenn der Mensch Gott spielt. So verbindet man Wissenschaft und Thrill gekonnt.

  • Mängelhaft

    Von: Tante Tex Datum: 15. Februar 2017

    Genmanipulierte Pflanzen gibt es ja schon lange, gentechnisch veränderte Tiere kennt man hauptsächlich aus der Forschung, und jetzt auch noch genetisch veränderte Menschen. Auch das Thema ist nicht unbedingt neu, weder in der Literatur, noch auf Tagungen von Genetik-Ethikkomissionen. Marc Elsberg traute sich mit Helix auch einmal an das Thema heran. Ergebnis: Mangelhaft.

    Beginnen wir einmal mit dem größten Ärgernis: Anscheinend wurde das Buch einfach am Lektorat vorbei geschmuggelt und gleich zum Druck geschickt. Manche Sätze waren unglücklich formuliert oder recht holprig. Eine Figur wird von Blondine plötzlich zur Brünetten. Und überall erscheint es, als hätte man eine schlechte Übersetzung erwischt, anstatt Elsberg in Originalsprache zu lesen. Gelegentlich finden sich seltsame Formulierungen wie ‚Scheiße hat den Ventilator erreicht‘ oder ‚devastierte‘ Damen. Mir sind ’shit hit the fan‘ und ‚devastated‘ durchaus aus dem Englischen ein Begriff. Doch als deutscher Leser erwartet man die junge Frau eher aufgelöst und dass die Kacke am Dampfen ist. Mich ärgert so etwas, weil ein guter Lektor solche dummen Fehler eigentlich schnell erkennen und ausbügeln könnte. Bei einer Größe wie Elsberg erwartet man eigentlich bessere Qualität.

    Solche Sachen stören den Lesefluss ungemein, käme denn einer auf. Bei den vielen Charakteren und den schnellen Handlungswechsel ist hohe Aufmerksamkeit gefragt. Oftmals brauchte ich mehrere Seiten, um wieder in einen der vielen Stränge einzusteigen. Das viele Namen ähnlich klangen, trug nicht unbedingt zur Verständlichkeit bei. Elsberg ist zwar bekannt dafür, nicht sehr viel Arbeit in seine Figuren zu stecken, doch die hiesigen konnten einfach nicht überzeugen. Sie hetzten eher durch die Handlung, ohne in irgend einer Form ausgearbeitet zu werden. Eltern mit jahrelangem Kinderwunsch scheinen recht nüchtern, Regierungsmitarbeiter von der Auflösung unbeeindruckt.

    Auch die Handlung und deren Spannunsaufbau nahmen irgendwie unglückliche Entwicklungen an. Nach etwa 100 Seiten war das wichtigste gesagt und vieles erklärt. Manches wird wiederholt, während einiges nicht zu Ende gedacht wird. Der aufmerksame Leser wird einige Logikfehler bemerken und mit losen Enden und offenen Fragen zurück gelassen. Nie enden wollende Verfolgungsjagden werden gelegentlich von Technik-Diskussionen und Wissenschaftsreden abgelöst, was das ganze irgendwie zäh und trocken werden lässt. Richtige ‚Thriller‘-Stimmung wollte bei mir zumindest keine aufkommen. Überhaupt weiß ich nicht recht, ob es nicht eher nur ein Krimi war, oder gar nur Sci-Fi – Belletristik.

    Die einzige Leistung von Elsberg ist wieder die Zukunftsvision, die er mit guter Recherche untermauert. Die erschreckende Tatsache, dass vieles schon der Realität entspricht oder bald entsprechen könnte ist jedoch dadurch gedämpft, dass einfach kein richtiges Dringlichkeitsgefühl aufkommen mag.

    Nach Zero und Blackout hätte man ein Werk von ähnlicher Qualität erwartet. Hier wurde ich jedoch enttäuscht. Herr Elsberg, das können sie doch besser!

  • Solider Spannungsroman mit riesigem wissenschaftlichem Spektrum

    Von: nessisbookchoice Datum: 13. Februar 2017

    Titel: "Helix" (Rezensionsexemplar)
    Autor: Marc Elsberg
    Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2016
    Seitenanzahl: 648 Seiten
    Genre: Roman
    Preis: Gebundene Ausgabe 22,90€ / Hörbuch (ungekürzt) 25,95€
    Verlag: blanvalet
    Klappentext:
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …



    Ich habe dieses Buch aufgrund der Empfehlung einer Freundin als Rezensionsexemplar angefordert und es freundlicherweise vom Blanvalet-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Danke nochmal dafür!

    Zu Beginn muss ich jedoch gestehen, das Buch als Hörbuch innerhalb des Portals "audible" gehört zu haben, dass ich zur gleichen Zeit für mich entdeckt habe.
    Meine Rezension bezieht sich daher auf das Hörbuch zu "Helix", welches von Simon Jäger, Thriller-Fans auch bekannt von den Fitzek Hörbüchern, gesprochen wurde, der eine hervorragende Arbeit macht!
    Es ist toll gesprochen und man kann anhand von Jägers Stimmenverstellung gut erkennen, welche Figur gerade spricht. Die Stimme eines Kindes empfand ich jedoch als sehr unangenehm und teils sogar gruselig anzuhören.
    "Helix" war zugleich mein erstes 'richtiges' Hörbuch und mein erstes Werk von Marc Elsberg.
    Zunächst ist zu sagen, dass ich in Rezensionen von einem Thriller las, auf dem Buch jedoch das Genre Roman aufgedruckt ist. Ich persönlich würde es als wissenschaftlichen Spannungsroman mit Actionelementen am Ende beschreiben.
    Im Hörbuch sind mehrere Handlungsstränge vorhanden, die zu Beginn auf den Hörer einschlagen. Ich brauchte eine lange Zeit, um mich einigermaßen zurechtzufinden.
    Das Personen- und Beziehungsgeflecht ist dermaßen komplex, sodass man die Figuren am Anfang durch ihre charakteristischen Eigenschaften gut auseinanderhalten kann, jedoch ziemlich stark mitdenken muss.
    Im Laufe des Hörbuchs nach ca. der Hälfte bessert es sich allerdings und man kann dem Treiben gut folgen.
    Die einzelnen Figuren sind ihre Erzählstränge sind unterschiedlich leicht nachvollziehbar. Für mich gab es einen Strang, nämlich den, indem sich ein Paar sehnlichst ein Kind wünscht, den ich am authentischsten und realitätsnahstem fand.
    Ich hätte zu Beginn gerne mehr darüber gehört, jedoch beginnt dieser Strang erst nach einiger Zeit richtig.
    Die anderen Perspektiven sind sehr wissenschaftlich und teils ebenfalls politisch und gesellschaftlich behaftet.
    Allgemein lässt sich sagen, dass alle Figuren relativ oberflächlich dargestellt wurden. Man erfährt zwar einzelne Hintergründe und Familiengeschichten, doch ist es aufgrund des massiven Spektrums an Charakteren kaum möglich, dem Einzelnen gerecht zu werden.
    Es fehlte mir an Tiefgründigkeit und Empathie für die handelnden Personen.
    Das Hörbuch lässt sich flüssig und schön hören, jedoch muss man wirklich konzentriert zuhören, da, wie bereits erwähnt, alles sehr fachlich ausgesetzt ist und daher wirklich massig wirkt.
    Dies wird zudem noch von dem äußerst fachliterarischen Wortschatz des Buches unterstützt. Der gesamte Inhalt ist überzogen von Fachausdrücken, komplexen Erklärungen und biologischen Aspekten, die ein Laie kaum versteht.
    Erklärungen dazu werden öfter erst später in Umgangssprache nochmals aufgegriffen, sodass für mich eine Reihe von Handlungen erst in späteren Kapiteln sinnvoll und nachvollziehbar wurde.
    Ich hätte mir hier gewünscht, dass es vielleicht am Ende des Buches ein fachliches Verzeichnis zum Nachschlagen gibt - für das Hörbuch wäre das natürlich nicht umsetzbar.
    Die Sprache des Buches empfand ich an einigen Stellen als etwas merkwürdig, da wenige Sätze wirkten, als wären sie schlechte englische Übersetzungen.
    Die Aussage "Scheiße hat den Ventilator erreicht." habe ich persönlich noch nie gehört und ich stieß bei Recherchen auf Google nur auf die englische Variante, die dort erklärt wurde und für mich sprachlich auch sinniger erschien.
    Zum äußeren Rahmen möchte ich anmerken, dass die Kapitelangaben im Hörbuch nicht mit denen des Buches übereinstimmen. Des Öfteren versuchte ich Stellen im Buch nachzulesen, um den Inhalt zu vertiefen, doch es dauerte bereits 10 Minuten die passende Stelle zu finden, welches ich äußerst störend fand.

    Das Cover dagegen finde ich absolut fantastisch!
    Im Hintergrund zeigen sich leicht DNA-Muster, die mich an die Auswertung einer Probe nach der Gelelektrophorese erinnern, durch die genetische Fingerabdrücke herausgefiltert werden. (Der Biologie-Leistungskurs zeigt sich also doch nochmal als nützlich :) )
    In der Mitte finden wir einen Strang einer DNA-Helix, in dessen Mitte der Titel eingebunden ist, der natürlich ebenfalls in hohem Maße am Thema des Buches angepasst ist!
    Generell empfinde ich diese Thematik als wirklich spannend.
    Hier spielen nicht nur Biologie und Wissenschaft eine Rolle, sondern auch die eigenen Moralvorstellungen.
    Würdet ihr euch ein Kind 'zusammenbauen', wenn ihr die Chance dazu hättet?

    Nimmt man den Kindern damit nicht ihre Individualität?

    Bestimmt man nicht einzig und allein die Zukunft der Kinder aus eigenem Interesse heraus, ohne, dass sie etwas dazu beitragen können?

    Sind 'normale' Kindern denn nichts wert?

    All diese Fragen und noch viele mehr schwirrten mir immer wieder während des Hörens im Kopf herum und ich habe bis heute keine Antwort darauf gefunden.
    Natürlich vereinigt "Helix" Realität und Fiktion und stellt somit für mich eine Dystopie auf realer Grundbasis dar, dennoch denke ich, dass wir nicht mehr allzu weit von so einer Situation entfernt sind.
    Auch heute ist es schon möglich zu bestimmen, ob man ein Kind abtreiben lassen möchte, nur, weil es besonders ist und eine Einschränkung welcher Art auch immer hat.
    Schon heute ist es möglich, durch In-Vitro-Befruchtung fast zu bestimmen, wie viele Kinder man haben möchte, da Mehrlinge innerhalb dieser Methode absolut keine Seltenheit ist.
    Wie lange braucht es nun, bis wir uns unsere Kinder konstruieren und wie Computer in all ihren Einzelteilen zusammensetzen können, wie es uns persönlich gefällt?

    Ich könnte noch viel mehr dazu schreiben, dennoch finde ich wird es auch hier schon mehr als deutlich, dass dieser Roman mehr als nur ein bisschen zum Nachdenken anregt.
    Man überdenkt seine eigenen Moralvorstellungen und den wissenschaftlichen Fortschritt.
    Das Ende des Buches empfand ich als sehr zügig und actionsreich.
    Alle Handlungsstränge flossen mehr und mehr ineinander und machten Sinn, auch, wenn dieser fernab jeglicher Vorstellungen meinerseits aufkam.
    Daher finde ich das Ende gelungen, aber sehr realitätsfern.
    Schlussendlich möchte ich dem Buch 3/5 Sternen geben, da ich die Thematik toll finde und sie zum Nachdenken anregt. Jedoch hapert es an einigen Stellen an der Umsetzung, da es sich stellenweise schon zog und man es hätte deutlich kürzer und verständlicher fassen können.

  • Rezi - Helix von Marc Elsberg

    Von: ~Laura~ Datum: 07. Februar 2017

    Inhalt:
    Haben Sie die Gene zum Überleben?
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Informationen zum Buch:
    Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
    Verlag: Blanvalet Verlag (31. Oktober 2016)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3764505648
    ISBN-13: 978-3764505646
    Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,8 x 22,3 cm

    Meine Meinung:
    Dieses Buch war mein Erstes von Marc Elsberg und an sich war ich ehrlich gesagt positiv erstaunt darüber. Vom Thema her ist es wirklich unheimlich spannend erdacht, sodass es leicht sein sollte, den Leser zu fesseln. Forschung an sich ist eh sehr weit, daher ist es auch nicht einmal sehr weit hergeholt, was der Autor hier beschreibt.
    Trotzdem hat mir hier sehr viel gefehlt. Angefangen bei der Empathie zu seinen Figuren, die mir nämlich alles andere als zugänglich erschienen, sondern nur blasse Karikaturen zu sein schienen. Keine davon ist mir so wirklich tiefgehend im Gedächtnis geblieben, woran mitunter auch einige recht merkwürdig konstruierte Handlungsstränge die Schuld tragen.
    Klar da steht zwar Thriller drauf, aber auch da sollte ein Mindestmaß an rotem Faden erkennbar sein und nicht einfach eine Verfolgungsjagd die nächste aufkommen lassen ohne Sinn und Verstand aneinandergereiht, sodass man als Leser irgendwann der Meinung sei, hier wüsste der Autor nicht mehr weiter, sodass dies einfach nur als Lückenfüller fungiert. Zumindest kam ich mir so vor, was ich echt mega schade fand, denn hier hätte man definitiv so viel mehr daraus machen können. Selbst bei den wissenschaftlichen Beschreibungen wären einige Details glaubwürdiger herübergekommen, hätte man sie besser recherchiert, denn diese klangen für mich ziemlich Laienhaft und teilweise selbst erdacht, was mir dann auch den Lesefluss genommen hat, sodass ich es in etwa bei der Mitte daraufhin auch abgebrochen habe.
    Alles in allem war es zwar ein sehr interessant gemachtes Thema, was mich jedoch schriftstellerisch nicht für sich einnehmen konnte. Deswegen lasse ich hier auch nur 4 Rosenblätter fallen.
    Wie fandet ihr es denn?

  • Düstere Zukunftsaussichten für die Menschheit. Oder doch nicht?

    Von: Monalisaseyes Datum: 31. Januar 2017

    Genmanipulierte Pflanzen gibt es ja schon lange, gentechnisch veränderte Tiere kennt man hauptsächlich aus der Forschung, und jetzt auch noch genetisch veränderte Menschen. Letzteres wird seit Jahren kontrovers diskutiert, vor allem unter einem ethischen Aspekt. Marc Elsbergs neuer Roman "Helix" beschreibt eine Vision, die erschreckender kaum sein kann und die doch schon zum Greifen nahe ist. Kinder entstehen im Reagenzglas, störende Eigenschaften werden vorher entfernt, gewünschte Merkmale hinzugefügt. So entstehen Kinder, die viel intelligenter sind, schneller wachsen und andere veränderte körperliche und psychische Merkmale aufweisen. Jill und Eugene werden als Zehnjährige beschrieben, die vom Erscheinen an 18-jährige Supermodels erinnern, das MIT besuchen, Genetik studieren und ihre eigenen Genmanipulationen erweitern und verändern.

    Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, was man diesen Kindern noch "entfernt" hat. Während Jill immer wieder versucht, ihren Bruder Eugene moralisch und positiv zu beeinflussen, verändert sie weiterhin Genome, um diese offenbar für einen guten Zweck freizusetzen. Eugene ist das durchgeknalltere der Geschwister, er möchte offenbar eine ganze Armee von seinesgleichen erschaffen. Beiden fehlt irgendwie jede Vorstellung von Moral und Ethik, am Ende verlieren wohl alle.

    Mir fehlten am Ende des Buches leider doch ein paar lose Enden. Obwohl nicht direkt benannt, kann man den Attentäter auf den US-Außenminister vermuten. Das Motiv bleibt jedoch unklar. "Weil es geht" erscheint am wahrscheinlichsten, doch warum genau diese Person und nicht jemand anderes? Was wurde aus den Kindern, die mit Eugene im Helikopter entkamen? Die Familien, die in "New Garden" zunächst festgesetzt wurden, durften die Anlage dennoch verlassen, aber unter welchen Bedingungen? Auch da bleibt Elsberg leider vage. Das Ende hat Potential für einen Cliffhanger, ich fürchte jedoch, dass es keine Fortsetzung geben wird.

    Alles in allem ein spannender Roman, manchmal zu kompliziert und zu Fachchinesisch (die Nachbemerkung "..., der den einen oder anderen Namen oder Begriff recherchiert" ist nicht wirklich hilfreich). An "Blackout" kommt "Helix" trotz des ebenfalls aktuellen Themas bei weitem nicht heran.

  • Sehr nahe an der zukünftigen Wirklichkeit

    Von: Knecht Kurt Datum: 31. Januar 2017

    Ich habe Ihre Bücher "Helix" und "Blackout" mit großem Interesse gelesen und war fasziniert von der Spannung in diesen Romanen und vor allem von der Zeichnung einer sehr realen Wirklichkeit, die sich in technologischer und biochemischer Art in der menschlichen Zukunft abzeichnen könnte.
    Gerade weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sich unsere gesellschaftliche Zukunft tatsächlich so abspielen könnte, stiegen in mir auch emotionale, beklemmende Gefühle hoch und die brennende Frage: Kann die Menschheit mit ihrer Vernunft so eine Entwicklung doch verhindern? In der bisherigen Menschheitsgeschichte hat der Homo sapiens nämlich kaum etwas aus den teilweise verheerenden Auswirkungen seines Tuns gelernt (siehe Kriege, menschlich verursachte Katastrophen etc.).
    Für mich sind diese Bücher fast eine Pflichtlektüre. Gratulation zu ihrer genialen Schriftstellerarbeit.

    Kurt Knecht

  • Thriller mit packendem Thema!

    Von: Juju Datum: 21. Januar 2017

    Der Schreibstil des Buches ist einerseits gut, andererseits etwas merkwürdig. Es kommt Spannung auf und es ist alles wie ein moderner Thriller, inklusive der Stimmung und der Aufmachung. Man springt von einem Handlungsort zum Nächsten und alles wird recht kühl und nüchtern beschrieben. Dann gibt es aber ab und an merkwürdige Formulierungen. Diese sind nicht sehr schlimm, aber von einem deutschsprachigen Autor erwartet man da nicht solche Dinge die klingen als wären es übersetzte englische Sprichwörter.

    Die Charaktere sind genauso nüchtern beschrieben wie die Stimmung in dem Buch. Sie zeichnen sich nicht durch besondere Eigenschaften aus und fallen nicht negativ, aber auch nicht positiv auf. Das führt dazu dass man sich als Leser keinen Lieblingscharakter aussucht und auch nicht mit jemandem besonders mitfiebert. Manche wirken sogar etwas störend. Helen finde ich ganz komisch. Sie versucht ein Kind zu bekommen, aber es wird nur ganz nüchtern beschrieben und es kommen keinerlei Gefühle rüber.
    Man erfährt kaum was darüber wie die Charaktere sich fühlen.

    Die Geschichte ist sehr interessant und wirkt gut recherchiert. Es macht Spaß die Dialoge zwischen den Wissenschaftlern und die der Polizei mitzuverfolgen. Es sind verbale Battles und das macht es spannender, denn diese wirken sehr realistisch. So stellt man sich das auch im realen Leben vor. Was mir nicht gefallen hat, ist dass vieles sehr lange Aufbereitet wurde um dann irgendwo recht sang und klanglos zu enden. Es ist spannend aber es führt nicht zu einem grandiosen Finale. Einfallsreichtum musste eben dem realistischen Abbild weichen. Das Buch könnte exakt genauso verfilmt werden und es wäre ein guter Thriller. Allerdings wünscht man sich als Leser etwas mehr Tiefgang auf menschlicher Ebene und ein paar Besonderheiten die einen 12 Stunden fesseln, denn man liest ja länger als man den Film schaut.

    Insgesamt gesehen ist es ein schöner Thriller mit einem sehr brandaktuellem Thema. Wie immer schafft es Marc Elsberg das Thema sehr realistisch zu präsentieren. Dennoch ist es schwächer als Blackout (*Rezi hier*). Wer mit sehr hohen Erwartungen hier rangeht, der könnte etwas enttäuscht werden. Wer sich aber an einem Thriller mit ernstem Thema und ohne besonders einfallsreichen Wendungen erfreut, der findet hier ein sehr gutes Buch.

  • Schöne, neue Welt

    Von: Karthause Datum: 19. Januar 2017

    Nach „Black Out“ und „Zero“ legte Marc Elsberg nun mit einem doch recht aktuellen Thema seinen neuen Romans vor. Genmanipulation bei Pflanzen und designte Kinder sind Kern der beiden Handlungsstränge, die am Ende zusammengeführt werden. Dabei stellt der Autor auch die moralisch-ethischen Fragen, die er stellvertretend durch seine Protagonisten aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet und von den entsprechenden Standpunkten aus beantworten lässt. So zeigt er die Möglichkeiten und Verlockungen der Gentechnik, aber auch die Risiken und Folgen. „Helix“ ist ein Roman, bei dem man als Leser schon etwas an Interesse für die Thematik aufbringen sollte. Meines Erachtens hat der Autor aber nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die der Plot bot, um einen packenden und mitreißenden Roman zu entwickeln.

    Wenn ich den sachlichen Teil des Romans auch noch als interessant bezeichnen würde, so enttäuscht war ich von der sprachlich-stilistischen Umsetzung. Sätze, die grammatikalisch keine sind, nicht nur in den Dialogen, hinterlassen schon einen schalen Beigeschmack. Auch beim Genre hätte Elsberg sich gern ein wenig mehr austoben dürfen. Ich hatte doch eher eine Art Wissenschaftsthriller erwartet, mit den den Roman in die Länge ziehenden Verfolgungsjagden wird auch versucht, diesem etwas zu entsprechen. Aber das allein macht eben noch nicht den Thrill aus.

    Nach den beiden zuvor erschienenen Büchern von Marc Elsberg konnte „Helix“ meine Erwartungen nicht voll erfüllen.

  • Genial

    Von: Meike Reinle Datum: 16. Januar 2017

    Neugierig durch Blackout und Zero, musste ich natürlich auch Helix lesen. Nachdem mich Zero nicht so mitnahm, war es natürlich sehr spannend, was in so kurzer Zeit aufgebaut werden konnte. Sehr sehr krass und haarsträubend, manchmal ist es gut, wenn man nicht alles so genau weiß.. Das Buch hatte ein enormes Tempo, ist anspruchsvoll und die Protagonisten gut aufgebaut. Nur der Schluss war nicht ganz zufriedenstellend, ein mega Showdown, bei dem leider ein paar Dinge zu kurz kamen. Jessica & Rich liefen dann nur noch als Nebensatz, auch was mit der zerbrochenen 2.Phiole von Jill wurde ist auch unklar.Aber trotz allem sehr empfehlenswerter Thriller

  • Werden sie uns ersetzen?

    Von: M. Schütt (Leserattenhoehle) Datum: 15. Januar 2017

    Es gibt viele Thriller die mit Anschlägen aufwarten. HELIX geht darüber hinaus, mit Ideen, wie die Welt durch Forschungen verändert werden könnte. Die Bandbreit, die die Grundideen ermöglichen, ist groß: Gentechnik, Philosophie, Spannung…

    Inhalt:
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt


    Mit HELIX hat Marc Elsberg sein drittes Buch veröffentlich und ein brisantes Thema aufgegriffen: Gentechnik und seine Folgen. Es verspricht Spannung, doch leidet der Lesegenuß unter dem Schreibstil des Autoren, der sich nicht nur in seltsamen Satzkonstruktionen zeigt. Bedauerlicher ist, dass es Marc Elsberg nicht gelungen ist, die Grundidee in Gänze auszuarbeiten und die Möglichkeiten zu nutzen. Dazu gehört auch eine feste Richtung, die der Roman nehmen will, reiner Actionthriller oder tiefgründiger Science Fiction – Thriller mit philosophischen Betrachtungen. Der Wechsel zwischen diesen grundsätzlichen Richtungen wirkt zusammengestückelt. Dass die Geschichte verschiedene Handlungsebenen aufweist und dazwischen springt verstärkt diesen Eindruck.

    Leider hat mich auch die Auflösung nicht überzeugt, denn gerade darauf war ich sehr gespannt, doch fehlt mir dabei der gewisse Pfiff.

    Im Laufe der Geschichte hat Marc Elsberg den Einsatz von Gentechnik nicht nur auf Pflanzen und Tiere angewandt, sondern auch auf Menschen. Dabei hat er jedes Mal auch die Problematik angerissen, die dabei auftritt. Dazu gehört die Veränderung von Saatgut durch Großkonzerne, so dass immer neues Saatgut gekauft werden muss. Ebenso deren Resistenz gegen bestimmte Schädlinge und Krankheiten mit den Folgen, dass neue, noch schwerwiegendere Pflanzenkrankheiten auftreten können und auch die unbekannten Auswirkungen auf die Menschen, die die gentechnikveränderten Pflanzen als Nahrungsmittel zu sich nehmen. Aber der Autor geht noch einen Schritt weiter und läßt seine Protagonisten Menschengene manipulieren, bzw. sie sind Menschen mit anderen Genen. Dabei treten sie nicht nur als handelnde Personen auf, sondern sie bilden auch im Buch selbst Diskussionrunden. So zum Beispiel bei den Eltern, denen die Entscheidung ermöglicht wird, ob sie ein genmanipuliertes Kind möchten, dass durch die Veränderung schneller, schlauer,… als normale Kinder sein wird. Aber es kommen auch die Kinder der ersten genmanipulierten Generation zu Wort, die Ihre Sicht als Betroffene schildern.

    Diese Thematik mit all seinen Facetten hätte aus dem Buch ein tiefgründiges Werk machen können, doch leider werden diese Gedanken nur kurz angerissen um gleich von der Handlung beiseite geschoben zu werden.

    Leider hat es der Autor nicht geschafft mich mit seinem Buch zu überzeugen, dennoch lohnt sich die Lektüre, da die Thematik viele Denkanstöße gibt, die eine weitere Beschäftigung lohnen und vielleicht den einen oder anderen, der sich zuvor noch nicht mit der Thematik beschäftigt hat zum Nachdenken bringt.

  • Rezension zu "Helix"

    Von: Zsadista Datum: 14. Januar 2017

    Überall auf der Welt geschehen seltsame Dinge. Seit es München, wo ein US-Außenminister tot zusammenbricht oder die unglaubliche Entdeckung eines brasilianischen Chemiekonzerns. Doch irgendwie gehören alle Vorkommnisse zusammen. Selbst das Ehepaar, das sich an eine Kinderwunschklinik wendet, gehört dazu.

    Das seltsamste an der Klinik ist, die Eltern bekommen von einem inoffiziellen Programm erzählt, bei denen sie für ihr Kind alles entscheiden können. Dies beläuft sich nicht nur auf die Haar- und Augenfarbe, sondern sogar auf die Intelligenz. Greg und Hellen sind begeistert von diesem Programm.

    Doch dann verschwindet eines dieser gezüchteten Kinder und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.

    „Helix“ ist ein Wissenschaftsthriller aus der Feder des Autors Marc Elsberg.

    Es ist der zweite Roman, den ich von dem Autor lese. Von „Zero“ war ich sehr begeistert. Dieser ging in die Richtung Computerkriminalität und ich fand dies sehr interessant und aktuell.

    „Helix“ geht in die Richtung Genmanipulation. Auch wieder ein Thema, dass ich sehr gerne lese. Auch hier ist der Inhalt sehr aktuell und brisant.

    Den Schreibstil des Autors fand ich sehr flott und recht spannend. Klar dass es in einem Buch über 610 Seiten auch mal Längen gibt. Mir hat das Szenario alleine schon vom Hintergrund her gefallen. Interessant ist es auch, wie der Autor die einzelnen Handlungsstränge, die eigentlich erst einmal nichts miteinander zu tun haben, am Ende verwoben hat.

    Manchmal stolperte ich über so einige seltsame Sätze und Satzgestaltungen. Dies störte mich im Allgemeinen allerdings nicht so.

    Der Autor vermischt hier zwar Realität und Fiction, doch ist es schon erschreckend, in wie weit die Menschen DNA jetzt schon manipulieren können.

    Rein das Ende kam mir jetzt ein bisschen zu abgehackt vor. Ich hätte mir das ganze etwas runder gewünscht. Trotzdem ist es für mich auch hier, ein recht gelungenes Werk von Autor Marc Elsberg.

  • interessantes Thema, schwach umgesetzt

    Von: Rosenmadl Datum: 11. Januar 2017

    Inhalt:

    Helen und Greg wünschen sich schon lange ein Kind. Als sie den Vorschlag erhalten ihr Wunschkind zu erstellen, haben sie erst große Bedenken. Doch sie nehmen die Einladung ihres Arztes in ein Forschungszentrum an und dort entpuppen sich nach nur kürzester Zeit erste Zweifel, ob sie tatsächlich ein sogenanntes Designerbaby zur Welt bringen wollen. Denn nicht nur der Tod eines US-Außenminister sondern auch die Entdeckung von Nutzpflanzen, die es eigentlich nicht geben dürfte, alarmieren die Sonderermittler und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.


    Meine Meinung:

    An meinen ersten Roman von Marc Elsberg bin ich mit ganz anderen Erwartungen herangegangen. Ich hätte gerne eine Dystopie erlebt, die mit großer Spannung, intelligenten Charakteren und außergewöhnlichen Aktionen besticht. Dagegen bekam ich einen ziemlich langgezogenen, teils uninteressanten Politthriller, der mich einfach an keiner Stelle des Buches zu 100% fesseln konnte. Vielleicht ist das Genre auch das genaue Gegenteil von dem, was ich lesen sollte, Jedenfalls fand ich die gesamte Inszenierung, die Darstellung der Charakter, den Plot und die nichts aussagenden Kapitel schwach dargestellt. Ich erwarte von einem Thriller, dass ich nicht nur unterhalten werde, sondern auch die Spannung spüren und die Protagonisten mir bildlich vorstellen
    kann. Ansonsten kann ich nicht mitfühlen, nicht mitfiebern und lese oft einfach nicht mit meiner Leidenschaft, die ich aber eigentlich für Bücher empfinde.

    Ich will nicht sagen, dass der Schreibstil von Marc Elsberg nicht durchdacht, einfach und gut zu verfolgen war, dennoch konnte er mich nicht erreichen. Sehr schade, denn das Thema um Bioterrorismus oder Designerbabys finde ich im allgemeinen extrem spannend und denke auch hiermit an eine Zukunft, die sogar so aussehen könnte. Erschreckenderweise hat es Marc Elsberg somit wenigstens auf den Punkt gebracht und nicht nur das: Man kommt tatsächlich ins Grübeln.

    Hier möchte ich doch auch mal kurz auf Helene eingehen. Eine Person, die mich am meisten überzeugen konnte. Eine Frau, die gerne ein Kind in die Welt setzen würde, und sich anfangs damit herumschlägt, ob sie das Richtige für sich und ihren Mann wünscht. Ein Charakter, der mich dahingehend beeindrucken konnte, dass sie sehr präsent und offen ihre Gefühle, ihre Ängste und ihr Begehren mitteilte. Wären alle Protagonisten nur halbwegs so dargestellt worden, dann hätte sich dieser Roman für mich doch noch anders entwickeln können.


    Fazit:

    Ein solides Werk, ein solider Politthriller, dem es aber gänzlich an vielem fehlte. Marc Elsberg greift ein interessantes Thema auf, wobei die weiteren Ausführungen meiner Meinung nach nicht ganz dem entsprachen, welche ich mir von diesem Buch erwartet hätte. Da ich öfter mal beim Lesen große Langeweile verspürt habe, aber ich dennoch den Schluß nicht verpassen wollte, erhält
    "Helix" daher von mir gute


    3 Sterne !

  • Ein wundervolles Buch

    Von: http://sunshineladytest.de Datum: 10. Januar 2017

    Blanvalet Verlag vertreibt oft tolle Romane die so Zukunftsthemen umfassen.

    Zukunft ist dabei das Hauptthema.

    Ich fand das Cover einfach total ansprechend.

    Die Story war umso interessanter.

    Ich hatte vorher schon viel von Zero gehört und war trotz das es nicht mein Lieblingsgenre ist total gespannt worum es ging.

    Dieses Buch hat ein Thema was mich total mitgenommen und gepackt hat,weil ich der Meinung bin,das uns dieses Thema schneller real werden könnte,als uns lieb ist.

    In diesem Buch wird klar gemacht was man mit Genmanipulation so alles machen kann.

    Die Vorteile werden klar aufgezeigt,die einen schon fast mitfiebern lassen,ob sowas doch mal kommt.

    Andererseits dann doch wieder die negativen Seiten aufgezeigt,was alles möglich ist.

    Dabei wird einiges jedoch von dem negativen offen gelassen,sodass sich jeder noch ein bisschen Kopfkino dazu reimen kann.

    Was das ganze interessanter macht.,

    Also ein gewisser Teil Gedanken kommt von euch dazu.

    Ein Pärchen was keine Kinder bekommen kann,hat eine grosse Rolle in dem Buch.

    Man kann sich so gut reinfühlen wie mies das sein muss und würde vermutlich auch wie sie überlegen,was für Möglichkeiten es noch gibt.

    Ich fürchte mir wären die Risiken auch egal.

    Aber in diesem Buch geht es so weit,das man schlau sein etc einfach einpflanzen kann und das finde ich krass weit.

    Andererseits macht es ganz andere Möglichkeiten auf.

    Schwieriges Thema wie ich finde.

    Denn einerseits könnte ich die Leute die sowas nutzen können sogut verstehen,andererseits ist die Möglichkeit biologische Kriegsmaschinen zu entwerfen einfach zu hoch für meinen Geschmack.

    Wo wir beim Thema Ethik wären,diese wird bei diesem Buch sehr krass gefordert und jeder kann es anders auslegen,weil jeder darüber ja nunmal auch anders denkt.

    Ich bin mir nicht sicher auf wessen Seite ich stehe,aber interessant ist dieses Thema zu 100% weil auf diesem Gebiet sicher die Forschungen weitergehen.

    Wir leben nunmal in einer Generation wo alles immer weiter entwickelt wird,

    wer also glaubt das das so bleibt wie es ist,jeder kinderlose sich mit den Möglichkeiten zufriedengibt die es bis dato gibt?Ich glaube nicht das das ewig so sein wird.

    Irgendwann wird es da Revolutionen geben,ist nur die Frage wann,daher ein interessantes Buch,mit sehr vielen Gedankenansätzen.

  • Atemberaubender Wissenschaftsthriller

    Von: Lesendes Federvieh Datum: 08. Januar 2017

    Auf den ersten Blick handelt es sich um unterschiedliche Szenarien, die zudem auf der ganzen Welt verstreut auftreten, doch sie hängen alle zusammen: Während eines Staatsbesuches in München bricht der US-Außenminister plötzlich tot zusammen und bei der anschließenden Obduktionen findet sich ein eigenartiges Symbol auf seinem Herzen. Zur gleichen Zeit entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns in Brasilien, Tansania und Indien weiterentwickelte Nutzpflanzen und -tiere, die es so eigentlich nicht geben sollte. In Kalifornien wendet sich ein Ehepaar Ende dreißig am gleichen Tag an eine Kinderwunschklinik, da sie auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen können. Der Arzt macht ihnen nicht nur Hoffnungen, sondern erzählt ihnen von einem noch geheimen Forschungsprojekt, welches eine Optimierung der genetischen Anlagen der Kinder ermöglicht. Viele solcher sonderbegabter Kinder wurden bereits hervorgebracht und dieses Programm klingt für Greg und Helen sehr vielversprechend, da sie natürlich nur das beste für ihren Nachwuchs wollen. Doch dann verschwindet eins dieser "modernen" Kinder spurlos und die Zusammenhänge dieser sonderbaren Geschehnisse werden in ihrer Tragweite offenkundig: die Zukunft der Welt steht auf dem Spiel.

    Nachdem mir bereits der Wissenschaftsthriller "Zero" von Marc Elsberg sehr gut gefallen hat und ich mich zudem für Genetik interessiere, war es ein Muss sein neuestes Werk "HELIX" zu lesen, welches vier Sterne bekommt. Ohne Vorgeplänkel steigt man sofort in die Handlung ein, indem man mit jedem Kapitel von einem Handlungsort zum nächsten springt und dadurch einen groben Überblick über das Geschehen bekommt. Allerdings war es deshalb zu Beginn auch etwas schwierig vollkommen in die Geschichte einzutauchen, da man stets nur kurz bei den handelnden Personen verweilt, die zahlreich vorhanden sind, weshalb es einiges an Aufmerksamkeit bedarf, um der Handlung zu folgen. Jener fortwährender Perspektivenwechsel legt sich jedoch zusehends, da die verschiedenen Erzählstränge mit jedem weiteren Tag, der in dem Buch verstreicht, stärker ineinander übergehen, bis sie schließlich eins sind und das Gesamtbild offenbaren. Das Gesamtbild einer Welt, in der man die Erbinformationen von Lebewesen soweit beeinflussen kann, dass man eine vollkommen neue Spezies mit erschreckenden Eigenschaften kreieren kann, die den gewöhnlichen Menschen weitaus überlegen sind. Besonders gut hat mir hierbei die Ausführlichkeit der Beschreibung der biologischen Abläufe gefallen, allerdings sollten ein gewisses Interesse sowie ein wenig Vorwissen durchaus vorhanden sein, denn das Thema Genetik weist in seiner Vielfältigkeit eine große Komplexität auf. So sind die "modernen" Kinder Jill und Gene die Verkörperung der gesamten Forschung, wobei von ersterer immer nur die Rede ist und sie erst gegen Ende direkt in Erscheinung tritt, wodurch sich das Grauen zunehmend aufbaut, da sie als dunkle Bedrohung über allem zu stehen scheint. Jener zunehmender Spannungsaufbau äußert sich auch in der Struktur des Buches, welche eine gewisse Relevanz zur Schöpfungsgeschichte des Menschen durch Gott nicht leugnen lässt. So erfährt man, wie die Erschaffung einer neuen Generation menschlichen Lebens von Menschenhand Tag für Tag voranschreitet. Der Mensch stellt sich auf eine Stufe mit Gott und kreiert eine neue Rasse, was speziell auf den letzten Seiten des Buches alles andere als unrealistisch erscheint. Wie weit sind die Forschungen im Bereich der Genetik tatsächlich? Auch wenn es sich bei "HELIX" nur um ein fiktives Werk handelt, kommt dennoch die Frage auf, ob in den Forschungen nicht ein Quäntchen Wahrheit steckt, da die Geschichte unglaublich authentisch wirkt. Ist das Szenario, welches in "HELIX" geschildert wird, nurmehr eine Vision oder bereits alles ändernde Realität? Dieses Buch ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven geeignet, doch wer sich für die Optimierung menschlicher Existenz durch Fortschritte in der genetischen Forschung und dessen Auswirkungen interessiert, der wird hier gänzlich auf seine Kosten kommen.

  • Erschreckend nah...

    Von: Drakonia Datum: 07. Januar 2017

    Marc Elsberg – Helix

    Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2016
    Format: Gebundene Ausgabe
    Verlag: blanvalet Verlag
    Seiten: 648
    Preis: 22,99 €
    ISBN: 978-3-7645-0564-6

    Klappentext/Inhaltsangabe:
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Meine Meinung:
    Marc Elsberg war für mich kein unbekannte Autor. Ich habe bereits "Blackout" gelesen, "Zero" wartet noch darauf, gelesen zu werden.
    Ich war nicht abgeschreckt von der doch eher hohern Seitenanzahl. Die Bücher von Herrn Elsberg sind komplexer. Aufgrund dessen ist auch die Sprache etwas anspruchsvoller.
    Sowie auch "Helix". Das Buch handelt in erster Linie um Gene, die verändert wurden bzw. Werden. Zum einen stirbt der US-Außenminister an einem Virus, zum anderen werden an einem geheimen Ort "moderne" Kinder gezüchtet. Doch wie hängt alles zusammen ? Ein toter Minister, genmanipulierter Mais, eine vermisste Jugendliche, ein Paar mit Kinderwunsch und besondere Kinder ?

    Der Leser wird direkt in das Geschehen geworfen, ohne lange Vorreden. Die Spannung war kontinuierlich vorhanden. Ich habe mich in keinem Kapitel gelangweiligt oder zu unspannend. Das Buch startet rasant und hält auch ein rasantes Tempo.
    Ich fand, selbst als Laie konnte man die Fachbegriffe und Zusammenhänge verstehen. Ich hatte nicht den Eindruck, ein biologisches Fachbuch zu lesen.

    Der Plot im allgemeinen ist gut ausgearbeitet und sehr detailliert. Leider konnte ich bei den Charakteren kaum Sympathie aufbauen. Mich hat es nicht gestört, das die Geschichte in mehrere Handlungsstränge unterteilt war und die Kapitel auch recht kurz waren. Am Ende laufen alle Fäden zusammen. Ich habe mich gut zurecht gefunden und konnte mir schnell merken in welchen Strang welche Person gehörte.
    Fazit:
    Mir hat das Buch gut gefallen. Abstriche gebe ich, da für mich am Ende nicht alles geklärt war und ich es manchmal etwas zu, ich sag mal, abgedreht fand. Aber alles in allem ist es ein sehr guter Thriller der Möglichkeiten aufzeigt, die gar nicht so fern sind.

    4,5 von 5 Büchern


    Anmerkung: "Helix" wurde mir als Rezensionsexemplar vom blanvalet Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank !

  • Von: Ulla Datum: 07. Januar 2017

    Habe das Buch in 1,5 Tagen geradezu verschlungen. Genau wie Blackout und Zero wird wieder ein brisantes und aktuelles Thema angesprochen. Auf spannende Art und Weise regt das Buch zum Nachdenken über die Segnungen der modernen Wissenschaft an.
    Ich bin wie immer begeistert von Marc Elsbergs Werk!

  • recht konstruiert und praxisfern

    Von: Klaus-Dieter Jüppner Datum: 06. Januar 2017

    Hallo Herr Elsberg, wir haben uns persönlich kennengelernt. Das war auf der Dachterrasse des Kameha in Bonn, netter Smalltalk. Angesichts der genialen Leistung mit BlackOut und der ebenso phänomenalen Darstellung in Zero ist Helix doch eher dürftig. In BalckOut konnte ich mich persönlich angesprochen fühlen, da mein erster Bereitschaftseinsatz in der Hauptschaltleitung des damals RWE Brauweiler stattfand. Auch sind die Praxisbezüge in Zero durchaus gegeben, weil ich zuletzt als freiberuflicher Berater für Informations-sicherheit und Datenschutz über zehn Jahre erfolgreich tätig war. Grundsätzlich ist absolut zu befürworten, dass in Büchern wie Zero auf die Gefährlichkeit der Gentechnologie aufmerksam gemacht wird. Das Thema generell ist ja nicht neu, vergleichbar Dürrenmatts "Physiker". Ich bin gedanklich, nicht lesend, ausgestiegen bei der Möglichkeit personalisierter Viren. Diese müssten die vollständige DNA des Opfers in sich tragen um genau diesen Menschen zu vernichten. Das ist sehr hypothetisch. Und das Ende ist wirklich dürftig. Maisfelder werden ob des Profits verbrannt, die Revolution in den Genen des Menschen wird schlussendlich sanktioniert damit Amerika besser ist als China? Was wirklich genial beschrieben ist, ist die Ohnmacht der Präsidentin gegenüber einem rotzfrechen aber überaus intelligentem Lümmel. Wirklich erschreckend und beängstigend.

  • Warum nicht?

    Von: Andreas Lukasiewicz Datum: 06. Januar 2017

    Ich habe seit Jahren kein Buch mehr in den Händen gehabt, aber dieses Weihnachtsgeschenk hatte ich in 10 Tagen ausgelesen.
    Durch die vielen parallel laufenden Geschichten musste ich schon aufmerksam lesen um den Faden nicht zu verlieren. Ich komme aus der "Welt der Elektrotechnik" und bin mir sicher, soweit weg ist das Ganze nicht.
    Niemand konnte sich 9/11 oder alle anderen terroristischen Anschläge vorstellen und doch wurden diese Realität.
    Ich will hier nicht als "Vorraunzer" erscheinen und wir werden es nicht schaffen alles sicher zu machen, aber so ein Buch sollte uns vor Augen führen, wie vergänglich unsere schöne heile Welt ist.
    Passen wir gemeinsam darauf auf.
    Danke nochmal für diese tollen Zeilen.

  • Helix Linda

    Von: Witting Jörg Datum: 03. Januar 2017

    Tolles Buch! Super recherchiert!
    Auf Seite 580 heißt Linda plötzlich Lisa. Ist ja auch ein schöner Name...

  • Von: Doris Oberauer Datum: 03. Januar 2017

    Erzählstränge fließen zusammen und bilden ein sehr beängstigendes Finale!! Wie immer sehr packend! Dieser Thriller regt auf alle Fälle zu Diskussionen an!! Hat mir sehr gut gefallen!

  • Am neunten Tag - die neue Schöpfungsgeschichte

    Von: Jule Datum: 31. Dezember 2016

    Ich kenne keinen Autor, der in seinen Romanen so topaktuelle Themen so vielschichtig beleuchtet, wie Marc Elsberg.
    Dieses Buch ist spannend und extrem gut recherchiert. Man kann es kaum aus der Hand legen. Und es ist anspruchsvoll. Vier Erzählstränge fordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers.

    Für mich bekommt das Buch glatte 5 Sterne. Daran ändern auch einige kleine Ungenauigkeiten (z.B. im Buch vom blanvalet-Verlag: S.610 "Jacobsen und der Junge! ...", dabei steht auf S. 607, das Jacobsen mit Levinson geht) nichts.

  • Never

    Von: andreas wolfsberger Datum: 30. Dezember 2016

    Ihre Überlegungen sind interessant und erschreckend zugleich, aber werden niemals Realität (Gott sei Dank) und zwar deswegen: https://www.youtube.com/watch?v=4Rx35q-zJRk&t=1928s
    Wenn Sie diesen Beitrag gesehen haben, werden Sie verstehen warum wir uns keine Sorgen um uns machen müssen. Die Melodie des Lebens kann NICHT verändert werden, die Natur der Schöpfung auch nicht. Ihre Vorgängerbücher waren deutlich besser. Trotzdem Hochachtung und Respekt für Ihre Arbeit !

  • HELIX Sie werden uns ersetzen. Ein gutes Buch gar nicht mal so fern der Realität

    Von: ElizasWorld Datum: 29. Dezember 2016



    Das Cover ist schlicht schwarz mit dem gelblich leuchtenden HELIX Schriftzug eingebettet in einem DNA Strang.

    Nicht unbedingt das schönste Cover.

    Und dennoch erweckt es Aufmerksamkeit durch diese auffällige gelbe Schrift.

    Dieser Roman handelt von einem Szenario, dass es so vielleicht irgendwann in der Zukunft geben könnte.

    Wunderkinder mit unglaublichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten!

    Gebastelt von Wissenschaftlern im Reagenzglas!

    Und wie die Regierung darauf reagiert und eine Kette von Ereignissen in Gang setzt die den Leser in staunen versetzen.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und es ist gut und verständlich geschrieben.

    Alle Begrifflichkeiten sind für "Laien",dem Leser, verständlich erklärt und hemmen auch nicht stark den Lesefluss.

    Sie sind sogar nötig um die Komplexität der ganzen Geschichte nachzuvollziehen.

    Denn es gibt hier viele verschiedene Handlungsstränge, Sichtweisen und Ortswechsel.

    Zu Beginn des Buches wird der Leser direkt mit dem Tod eines wichtigen US- Außenministers konfrontiert und ist mittendrin in einer haarsträubenden, unfassbaren und spannenden Storie.

    Rasch wechseln die Perspektiven der Protagonisten und bei einigen fragt der Leser sich, ob das nun wichtig war.

    Ich sage ja, denn irgendwann laufen alle Handlungsstränge zusammen und es klärt sich nach und nach alles auf.

    Im Laufe des Buches habe ich Vermutungen gehabt und Ideen im Kopf, weshalb ich den Roman fast gar nicht mehr aus der Hand legen wollte!

    Leider bleiben die vielen Charaktere recht blass und substanzlos.

    Aber wenn ich ehrlich bin, hat mich das jetzt nicht sonderlich gestört.

    Einige Logikfehler gibt es in meinen Augen auch.

    Um nicht zu spoilern, gehe ich aber nicht detailliert darauf ein.

    Nur soviel, bei einigen Charakteren & Nebencharakteren wird ihre Geschichte nicht zu Ende erzählt und als Leser bleibt man mit offenen Fragen zurück.

    Nichts destotrotz schafft es Marc Elsberg den Leser in seinen Bann zu ziehen, ihm Ideen in den Kopf zu pflanzen und diese teilweise wider zu zerstören um neue Vermutungen wachsen zu lassen.

    Er schafft es Vision mit Realität zu verknüpfen und alles realitätsnah zu beschreiben.

    Denn die Thematik des Buches der Genmanipulation ist ja nicht neu und doch geht Marc Elsberg hier in die höchste Instanz des Szenarios.

    Mutwillige Manipulation und Neuerschaffung des Menschen wie wir ihn heute kennen!

    Es war ein echtes Leseerlebnis und ich möchte weitere Werke dieses Autors lesen.

    Außerdem habe ich nach beenden des Buches über ein paar Fragen sehr nachdenken müssen.


    Wie würde ich reagieren? Was würde ich tun? Wie würde ich mich in den verschiedenen Situationen der unterschiedlichen Charaktere verhalten?

    Und vorallem wann wird dieses Szenario zur Realität werden?

  • Andrea Habitzl

    Von: Andrea Habitzl Datum: 28. Dezember 2016

    Drittes Weihnachten, drittes Buch von Marc Elsberg!

    Wow! War schon Blackout spannend und in 1,5 Tagen ausgelesen, Zero mich auf die Spuren von London zurückbrachte und jetzt Helix. Die ersten 170 Seiten las ich in einem durch, ohne Schlaf von 24.12. auf 25.
    Gelungen, zugleich erdrückend und ängstlichmachend die Vorstellung, dass es bereits wirklich soweit sein könnte oder ist. Mit Sicht auf Gendefekte bei Geburten, die immer weniger werden, kann man sich vorstellen, dass irgendwann nur mehr "morderne Kinder" zur Welt kommen werden.
    Danke für das tolle Buch! Danke für die spannende Unterhaltung! Ich freue mich schon jetzt auf nächstes Weihnachten!

  • Moderne Menschen

    Von: Gela Datum: 26. Dezember 2016

    "Was würden Sie tun, wenn Sie Ihrem Kind die Anlagen für den Olympiasieg mitgeben könnten? Oder, wo wir schon dabei sind, für höhere Intelligenz, bessere Gesundheit im Alter, längeres Leben?" Vor diese Entscheidung werden Helen und Greg gestellt, als sie sich für einen Besuch in "New Garden", einer geheimen Gen-Forschungseinrichtung entscheiden. Ihr Kinderwunsch ist so groß, dass all ihre Bedenken in den Hintergrund treten. Zur gleichen Zeit stirbt in München bei einem Staatsbesuch der amerikanische Außenminister und in Brasilien, Indien und Tansania werden Auffälligkeiten bei Tieren und Pflanzen entdeckt. Zufall?

    Marc Elsberg hat einen Thriller geschrieben, der nicht nur beim Lesen Gänsehaut entstehen lässt, sondern auch Ur-Ängste des Menschen anspricht. Eingeteilt in 9 Abschnitte, die jeweils einem Tag entsprechen, wird über die Zukunft der Menschheit entschieden. Trotz des sehr wissenschaftlichen Themas kann man der Handlung durch den flüssigen Schreibstil gut folgen. Die Mischung aus Sachinformationen, Spannung und Fiktion macht den Reiz des Buches aus. Ein Personenverzeichnis wäre bei der Personenanzahl und den Handlungsorten hilfreich gewesen. Man findet sich aber nach einigen Seiten auch so zurecht.

    Die Beschreibung der Charaktere ist glaubhaft und lebensnah. Die Arroganz der Wissenschaftler, die mit Leben spielen und die Hoffnungslosigkeit kinderloser Paare ausnutzen, ist deutlich spürbar. Die Hilflosigkeit der Politiker und des Staatsschutzes wird gut herausgearbeitet. Am Ende bleiben die Protagonisten aber Randfiguren mit wenig Tiefe.

    Schwerpunkt des Romans ist die Gentechnik mit all seinen Facetten. Die Veränderung von Pflanzen hinsichtlich Resistenz und Wachstum haben wir alle wahrgenommen und mehr oder weniger hingenommen. Der große Aufschrei ist bisher ausgeblieben. Im Roman wird auch das Gute herausgearbeitet. Hungernde Menschen in Afrika, die plötzlich genug Mais zum Leben haben. Aber es geht hier auch um Kinder, die durch Genmanipulation mit zehn Jahren schon hochintelligente Wissenschaftler oder gefährliche menschliche Waffen werden. Uns wird der Spiegel vorgehalten: Wollen wir wirklich so eine Welt?

    "In den Vereinigten Staaten erlaubt die Religion des Geldes ohnehin fast alles. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die kommunikative Herausforderung vielfältig ist, aber nicht so schwer, wie Sie vielleicht gedacht haben. Die wesentlichen Debatten werden sich früher oder später um die Themen Gleichheit und Gerechtigkeit drehen."

    Der Thriller rüttelt auf und weckt die Neugier, auch wenn der Spannungsbogen nicht durchgängig gehalten werden konnte. Die CRISPR-Cas9-Methode ermöglicht der Wissenschaft neue Wege, die rechtlich und ethisch noch nicht berücksichtigt wurden. Wir sollten alle an diesen Entwicklungen beteiligt werden und uns nicht vor vollendete Tatsachen gestellt sehen.

  • Moderne Menschen

    Von: Gela Datum: 26. Dezember 2016


    "Was würden Sie tun, wenn Sie Ihrem Kind die Anlagen für den Olympiasieg mitgeben könnten? Oder, wo wir schon dabei sind, für höhere Intelligenz, bessere Gesundheit im Alter, längeres Leben?" Vor diese Entscheidung werden Helen und Greg gestellt, als sie sich für einen Besuch in "New Garden", einer geheimen Gen-Forschungseinrichtung entscheiden. Ihr Kinderwunsch ist so groß, dass all ihre Bedenken in den Hintergrund treten. Zur gleichen Zeit stirbt in München bei einem Staatsbesuch der amerikanische Außenminister und in Brasilien, Indien und Tansania werden Auffälligkeiten bei Tieren und Pflanzen entdeckt. Zufall?

    Marc Elsberg hat einen Thriller geschrieben, der nicht nur beim Lesen Gänsehaut entstehen lässt, sondern auch Ur-Ängste des Menschen anspricht. Eingeteilt in 9 Abschnitte, die jeweils einem Tag entsprechen, wird über die Zukunft der Menschheit entschieden. Trotz des sehr wissenschaftlichen Themas kann man der Handlung durch den flüssigen Schreibstil gut folgen. Die Mischung aus Sachinformationen, Spannung und Fiktion macht den Reiz des Buches aus. Ein Personenverzeichnis wäre bei der Personenanzahl und den Handlungsorten hilfreich gewesen. Man findet sich aber nach einigen Seiten auch so zurecht.

    Die Beschreibung der Charaktere ist glaubhaft und lebensnah. Die Arroganz der Wissenschaftler, die mit Leben spielen und die Hoffnungslosigkeit kinderloser Paare ausnutzen, ist deutlich spürbar. Die Hilflosigkeit der Politiker und des Staatsschutzes wird gut herausgearbeitet. Am Ende bleiben die Protagonisten aber Randfiguren mit wenig Tiefe.

    Schwerpunkt des Romans ist die Gentechnik mit all seinen Facetten. Die Veränderung von Pflanzen hinsichtlich Resistenz und Wachstum haben wir alle wahrgenommen und mehr oder weniger hingenommen. Der große Aufschrei ist bisher ausgeblieben. Im Roman wird auch das Gute herausgearbeitet. Hungernde Menschen in Afrika, die plötzlich genug Mais zum Leben haben. Aber es geht hier auch um Kinder, die durch Genmanipulation mit zehn Jahren schon hochintelligente Wissenschaftler oder gefährliche menschliche Waffen werden. Uns wird der Spiegel vorgehalten: Wollen wir wirklich so eine Welt?

    "In den Vereinigten Staaten erlaubt die Religion des Geldes ohnehin fast alles. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die kommunikative Herausforderung vielfältig ist, aber nicht so schwer, wie Sie vielleicht gedacht haben. Die wesentlichen Debatten werden sich früher oder später um die Themen Gleichheit und Gerechtigkeit drehen."

    Der Thriller rüttelt auf und weckt die Neugier, auch wenn der Spannungsbogen nicht durchgängig gehalten werden konnte. Die CRISPR-Cas9-Methode ermöglicht der Wissenschaft neue Wege, die rechtlich und ethisch noch nicht berücksichtigt wurden. Wir sollten alle an diesen Entwicklungen beteiligt werden und uns nicht vor vollendete Tatsachen gestellt sehen.

  • Rezension: Helix von Marc Elsberg

    Von: Lovelybooksworld Datum: 24. Dezember 2016

    Ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Auf der einen Seite ist das Buch wirklich spannend und man ist darauf erpicht, herauszufinden, wer den Virus freigesetzt hat. Auf der anderen Seite bekommt man dazu noch ein wenig biologisches Fachwissen vermittelt, was ich besonders interessant fand. Die Geschichte besteht zuerst aus einzelne Handlungen, die dann am Ende alle zusammen führen. Ich finde es gut, wie man die Entwicklung und die Gedanken der Personen, vor allem bei Helen und Jessica, verfolgen kann. Das Buch thematisiert eine weitläufige ethische Frage, ob wir die Menschheit durch Genmanipulation verbessern bzw verändern dürfen. Der wissenschaftliche Hintergrund wurde meiner Meinung nach sehr gut in die Geschichte verpackt, sodass man neben der Handlung auch über dieses wichtige Thema informiert wurde und darüber nachdenken kann.

  • genial

    Von: Barbara Datum: 21. Dezember 2016

    Alle 3 Bücher sind brilliant, fesselnd und mit einer atemberaubender Spannung geschrieben.
    Bin seitdem ein grosser Fan und erwarte mit Spannung das nächste Buch

  • Helix - Marc Elsberg

    Von: Sabine Delorme Datum: 16. Dezember 2016

    „Helix – Sie werden uns ersetzen“ schickt uns von München aus, wo der amerikanische Außenminister bei einem Staatsbesuch stirbt und bei der Obduktion ein seltsames Zeichen auf seinem Herz gefunden wird, einmal rund um die Welt. In Brasilien, Tansania und Indien werden pflanzliche und tierische Mutationen entdeckt und gleichzeitig bekommt ein bislang kinderloses Ehepaar in den USA ein unglaubliches Angebot in einer Klinik in Kalifornien, die sich auf künstliche Befruchtungen spezialisiert hat. Wie wäre es, wenn sie die Möglichkeit hätten, die genetischen Anlagen ihrer Kinder deutlich zu verbessern? Sie erfahren von einem geheimen Forschungsprogramm, das bereits eine ganze Reihe solcher Kinder mit Spezialbegabungen hervorgebracht hat und stehen vor der schwierigen Entscheidung, ob sie sich für ein „normales“ Kind entscheiden sollen oder eines, das stärker, schlauer und gesünder als andere Kinder ist und ihm somit einen enormen Vorsprung in die Wiege legen.
    Wie mutierte Pflanzen und Tiere, genveränderte Kinder und der amerikanische Außenminister miteinander in Verbindung stehen und was passiert, als eines dieser speziellen Kinder verschwindet, ist die Story des neuesten Wissenschaftsthrillers von Marc Elsberg.

    Der Autor vermischt auf bekannte Weise Fiktion mit wissenschaftlichen Fakten und macht es dem Leser damit nicht einfach zu erkennen, was tatsächlich bereits möglich ist und was noch in den Bereich Science Fiction fällt. Die Story ist spannend, teilweise wurde der Bogen für mich doch etwas überspannt. Kinder, die durch Genmanipulation zu gefährlichen Waffen werden, vielleicht hätte es auch eine Nummer kleiner getan, um dem durchaus spannenden Thema der Genmanipulation / Crispr Cas9 gerecht zu werden.

    Die Leser werden mit grundlegenden philosophischen Fragen konfrontiert und es ist Elsberg durchaus gelungen, die Vielschichtigkeit und Komplexität dieser Fragen darzustellen. Medizinisch-wissenschaftliches kann er anschaulich und nachvollziehbar erklären und er macht definitiv Lust sich, mit dem Thema tiefer zu beschäftigen. Die Charaktere im Roman waren deutlicher herausgearbeitet als in „Blackout“, das ich vor einer Weile las, Elsbergs Stärke liegt aber definitiv eher in der Wissensvermittlung und im Aufbau einer rasanten Story. Wie auch bei „Blackout“ war ich bis etwas über die Hälfte sehr gefesselt von der Story und irgendwann wurde es dann zu abstrus und zu viel, wieder mal ein Buch bei dem ich glaube, 150 Seiten weniger hätten ihm gut getan.

    Mir hat aber durchaus gefallen, dass das Thema nicht schwarz-weiß dargestellt wurde. Einige der brennenden gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit könnten unter anderem mit Hilfe der Genetik gelöst werden. Wir brauchen auf jeden Fall eine breite gesellschaftliche Diskussion dieser Themen, denn biochemische Methoden wie Crispr/Cas geben uns Werkzeuge in die Hand, deren Implikationen wir so gut wie möglich vorab antizipieren sollten und die ethischen und rechtlichen Fragen müssen adressiert werden.

    Mein Fazit: Helix ist ein unterhaltsamer Thriller den ich zu 2/3 sehr gerne gelesen haben. Ich hatte mir eine detailliertereetwas wissenschaftlichere Auseinandersetzungen der Genetik erhofft, die Geschichte ist temporeich und interessant erzählt, aber der Plot an sich hat einige Löcher. Dennoch denke ich, dass der Roman einige Menschen dazu bringen kann, sich etwas ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen.

    Zum Abschluss noch ein Zitat aus Matt Ridley’s „Genome“, das ich für diesen Roman sehr passend fand:

    „The more we delve into the genome the less fatalistic it will seem. Grey indeterminancy, variable causality and vague predisposition are hallmarks of the system… Simplicity piled upon simplicity creates complexity. The genome is as complicated and indeterminate as ordinary life, because it is ordinary life. This should come as a relief. Simple determinism, whether of the genetic or environmental kind, is a depressing prospect for those with a fondness for free will.“

    Ich sehe im Übrigen die Notwendigkeit für die Menschheit, eine multi-planetare Spezies zu werden und dieses Ziel würde auch andere Erfordernisse an unsere DNA stellen, wenn wir uns im unwirtlichen Weltall auf andere Planeten ausbreiten wollen (jaaaa ich bin ein Sci-Fi Geek).

  • Brisantes Thema

    Von: Silly2207 Datum: 12. Dezember 2016

    Als bei einem Staatsbesuch in München der Außenminister der USA an einem Herzinfarkt verstirbt, ahnt zunächst niemand, was hier wirklich passiert, doch bei der Obduktion wird klar, es war nicht nur ein Herzinfarkt, denn dieser wurde durch einen Virus hervorgerufen. Währenddessen finden Wissenschaftler in verschiedenen Entwicklungsländern Pflanzen, wie z. B. Mais, der viel robuster und größer erscheint, als er eigentlich sollte. Zur gleichen Zeit suchen Helen und Greg in Kalifornien eine Kinderwunschklinik auf und der Vorschlag, den sie von den Ärzten unterbreitet bekommen, läßt einen stutzen. Viele unterschiedliche Ereignisse und doch scheinen sie alle in eine Richtung zu deuten, wo ist der Zusammenhang? Oder gibt es hier überhaupt einen Zusammenhang?
    Meine Meinung:
    Ich muss sagen, dass mich Marc Elsberg mit seiner Geschichte sehr schnell packen und fesseln konnte, denn er entwirft hier ein Szenario, das auf keinen Fall abwegig erscheint. Ganz im Gegenteil, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass schon Wissenschaftler irgendwo mit der menschlichen Genetik experimentieren und ich hoffe, dass es nicht doch so Realität wird, wie es hier noch fiktional ist. Der Einstieg in die Handlung beginnt noch recht langsam, da ich erst einmal einen Einblick in die unterschiedlichen Ereignisse bekam und die verschiedenen Charaktere und deren Beweggründe kennenlernen konnte. Doch schon bald nimmt alles viel mehr Tempo auf und ich wurde immer mehr in das Geschehen gezogen. Der Schreibstil ist dabei sehr gut verständlich und flüssig, so dass ich trotz des eigentlich komplizierten Themas keinerlei Verständnisprobleme hatte. Ganz im Gegenteil, der Sog des Geschehens wurde immer stärker und ich wollte einfach immer mehr wissen, was denn da los ist und wie die Zusammenhänge sind. Ganz geschickt werden hier mehrere, zunächst völlig voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählt. Die Kapitel sind kurz gehalten und lassen das Buch zum Pageturner werden, da man ja immer noch schnell ein Kapitel lesen kann. Dadurch das es hier mehrere Erzählstränge gibt, sind auch die Perspektiven unterschiedlich, doch der Autor verliert zu keiner Zeit den roten Faden, stattdessen schafft er es ganz geschickt, die einzelnen Handlungen langsam aufeinander zuzuführen, bis sie ein großes Gesamtbild ergeben.

    Gentechnik ist ja schon ein sehr brisantes Thema und wenn man überlegt, wie schnell es plötzlich gelang einen Clon zu erstellen, dann komme ich schon ins Grübeln, wann man es schafft, verschiedene DNA-Stränge auszutauschen. Mit diesem Buch schafft es Marc Elsberg auf jeden Fall, dass ich noch ein wenig mehr darüber nachdenke und das, was mit den Kindern in der Kinderwunschklinik experimentiert wurde, ließ mich schon manches Mal erschauern.

    Alles in allem ist das Buch sehr spannend gehalten und kann sich auch innerhalb der Geschichte und auch zum Ende hin immer wieder steigern. Wobei ich es auf der einen Seite am Ende doch ein wenig unrealistischer empfunden habe, andererseits klingt es so absurd und erschreckend, dass es schon fast wieder wahr sein könnte.

    Die Charaktere sind hier glaubhaft dargestellt, der ehrgeizige Wissenschaftler, die modernen Kinder, die Regierungsmitarbeiter, aber auch das Ehepaar mit Kinderwunsch bleiben so interessant und denkbar. Hier bekommt zwar niemand viel Tiefgang und Gedanken und vor allem Gefühle werden wenn überhaupt nur angedeutet, aber ich denke, dass muss auch bei einem Spannungsroman dieser Art nicht anders sein. Das Hauptaugenmerk ist und bleibt hier das Thema Gentechnik und das ist nachvollziehbar erzählt und das auch durchaus für die breite Masse.
    Mein Fazit:
    Ein Pageturner über ein sehr brisantes Thema, das im Großen und Ganzen gar nicht so weit hergeholt erscheint. Flüssig und verständlich geschrieben, mit nachvollziehbaren Handlungen und eine gehörigen Portion Spannung, ist auch Marc Elsbergs neuer Roman lesenswert und interessant. Ich könnte mir dieses Buch auch sehr gut als Film vorstellen und gebe hier eine Leseempfehlung.

  • sehr realistisch wirkend

    Von: Buchmagie Datum: 12. Dezember 2016

    „Helix Sie werden uns ersetzen“

    Autor: Marc Elsberg

    Genre: Thriller / Bereich Wissenschaft – und Technik

    Verlag: blanvalet

    Inhalt:

    Auf mysteriöse Weise stirbt plötzlich der US-Außenminister bei einem Staatsbesuch in München. Bei seiner Obduktion wir auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden, die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel und vermuten Bakterien als Verursacher.

    Parallel entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns in Brasilien, Tansania und Indien Nutzpflanzen und Tiere, die es eigentlich nicht geben dürfte.

    Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien, dort erfahren sie von einem privaten Forschungsprogramm, das bereits über hundert „sonderbegabte“ Kinder hervorgebracht hat. Helen und Greg stehen nun vor der Frage ob sie auch solch ein Kind möchten.

    Als weiteren Erzählstrang wird die Suche nach Jill beschrieben. Sie ist eines dieser hochbegabten Kinder und auf den Weg zur Uni verschwunden.





    Meinung:

    Sehr realistisch und stellenweise schon mit Gänsehautfealing beschreibt der Autor ein Szenarium, das bereits existieren könnte. Dabei bedient er sich vier Erzählsträngen, die dann zum Schluss zusammengefügt werden. Jeder einzelne davon war fesselnd und spannend, so dass hier überhaupt keine Langweile aufkam. Im Gegenteil, alles wurde so authentisch und realistisch dargestellt, das man sich beim Lesen immer wieder vor sehr emotionale und bewegende Fragen, gestellt fühlte, wie weit würde man selber gehen bei einem unerfüllten Kinderwunsch? Wo hören die Grenzen zwischen Moral und Ethik auf und wie weit ist die Gentechnik heute bereits?

    So erzählt der Autor sehr spannend, detailliert und informativ seine Geschichte, die stellenweise düster und erschreckend ist. Beim Lesen merkt man wie hervorragend hier recherchiert wurde, denn so authentisch und realistisch habe ich selten einen Wissenschafts- und Technik-Thriller erlebt.

    Im Vordergrund stehen bei diesem Thriller die Handlungsstränge und so rücken die Protagonisten etwas in den Hintergrund, sie haben wenig Charaktereigenschaften und werden dem einen oder anderen Leser vielleicht ein wenig farblos erscheinen. Das hat mich hier aber weiter nicht gestört, denn beim Lesen ist man regelrecht in der Handlung „gefangen“ und möchte wissen wie es ausgeht.

    Der Schreibstil des Autoren ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, so dass der Thriller insgesamt von mir eine Leseempfehlung bekommt.



    Fazit: manchmal düster und beklemmend, jedoch sehr realistisch wirkend wird hier ein sehr aktuelles Thema spannend erzählt

  • Große Erwartungen, leider nicht ganz erfüllt

    Von: Iwan_bloggt Datum: 11. Dezember 2016

    Seit dem Erstling "Blackout" bin ich Fan von Marc Elsberg. Dieser Autor mixt reale Elemente - in "Blackout" die Gefährdung der europäischen Stromversorgung durch Terroristen - mit einer fiktiven Thrillerhandlung. Als jetzt die Chance da war, sein neuestes Werk zu rezensieren, habe ich sofort zugeschlagen. Und direkt nach Erhalt angefangen zu lesen.

    Gehen soll es um Genmanipulation - in den heutigen Zeiten, mit all den Diskussionen um genmanipulierten Mais bis hin zu "Designerbabies", absolut spannend. Und der Roman fängt sehr vielversprechend an.Der US-Außenminister kippt auf einer Sicherheitskonferenz in München um. Stirbt schnell, und die erste Obduktion bringt nur das Ergebnis "ein Virus".

    "Vorsicht Spoiler!"

    Die Delegation fliegt umgehend zurück, an Bord auch Jessica Roberts, die dann von der US-Präsidentin den Auftrag zur Aufklärung dieser mysteriösen Sache erhält. Denn schnell wird klar - es handelt sich um einen Killervirus, mit dem der Außenminister vorsätzlich angesteckt wurde. Jessica ist verheiratet, zwei Kinder, ein Mann - alle drei werden von ihr zeitlich vernachlässigt. Im Lauf der Handlung fängt sie dann eine Art Beziehung mit einem dazugezogenen Mediziner an, die aber nicht bis zum Letzten geht.
    Parallel gibt es andere Handlungsstränge: eine arme Bäuerin in Afrika, auf deren Feld der Mais prima gedeiht, während rundherum aller Mais verkümmert. Ein Ehepaar, das unbedingt ein Kind haben will, und zum Thema künstliche Befruchtung den Hinweis erhält, es gäbe da einen Arzt, eine Klinik und eine Methode, dem Kind lauter "Super-Duper-Eigenschaften" mitzugeben. Ein 10-jähriges Wunderkind, das auf einmal verschwindet.
    Alle Handlungsstränge laufen dann in dieser Klinik zusammen. Dort gibt es Designerbabies und schon heranwachsende Wunderkinder. Helen und Greg entscheiden sich, ihrem Kind "alle Chancen" zu geben, und Helen wird befruchtet. Dann bricht die Hölle los, als Jessica mit ihrem Team dort einfällt, alle unter Quarantäne stellt ... Eugene, eines der Wunderkinder, verlangt mit der US-Präsidentin zu reden. Die kommt auch, und lässt sich schön brav von Eugene per Hubschrauber entführen. An dessen Kufe sich Helen klammert, um "ihr Baby" zu retten. Die Flucht geht nach Südamerika, zu einem geheimen Labor, auch ein Wirtschaftsmagnat trifft ein ... diverse Verfolgungsjagden, Showdowns usw. folgen. Bis hin zum unbefriedigenden Ende.

    *Spoiler Ende*

    Das Ganze liest sich .. nun ja. Man will schon wissen, wie es weitergeht. Und wartet die ganze Zeit auf etwas mehr Substanz. Oder dass man sich mit einem der Protagonisten halbwegs identifizieren könnte. Geht nicht. Die bleiben alle miteinander schablonenhaft. Viele angerissene Handlungen verlaufen ins Leere. Was ist z.B. mit den Wunderkindern, die gemeinsam mit Eugene flüchteten? Logiklöcher und Anschlussfehler gibt es leider zuhauf. Außerdem sehr verquaste Redewendungen, die sich anhören, als hätte ein nicht sonderlich guter Übersetzer das Ganze aus dem Englischen übersetzt. Was aber nicht der Fall ist. Schade, sehr schade.

    Ein absolut spannendes und kontrovers zu diskutierendes Thema wurde hier ein bißchen verschenkt. Muss man bei Genveränderung mitmachen, damit man nicht ins Hintertreffen gerät, oder überlässt man alles der Natur? Zum Aspekt "Designerbabies" hat das Peter James schon 2012 in "Perfect People" wesentlich gehaltvoller, logischer und emphatischer dargestellt. Und im Vergleich zu "Blackout" war "Helix" um zwei Punkte schwächer.

  • Helix. Sie werden uns ersetzen

    Von: Kleine Bücherinsel Datum: 11. Dezember 2016

    Ein neues Buch aus der Feder von Mark Elsberg, dass musste ich einfach haben. Mit Blackout und Zero konnte er mich vollends begeistern und so waren meine Erwartungshaltungen an Helix ziemlich hoch gesteckt.

    Der amerikanische Außenminister stirbt bei einem Besuch in München. Bei der Autopsie findet man ein ungewöhnliches Muster an seinem Herzen.
    Zur gleichen Zeit werden in verschiedenen Ländern dieser Welt Tiere und Pflanzen entdeckt, die resistent gegen Krankheiten zu sein scheinen.
    Und da gibt es noch ein Ehepaar, welches sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Kind. Da dies auf natürlichem Weg nicht klappt, wenden sie sich an eine Klinik. Der Arzt macht ihnen ein unglaubliches Angebot. Ein hochbegabtes Kind, ein Genie. Mit Merkmalen, die sich das Ehepaar aussuchen kann. Die Klinik hat schon mehrere dieser Kinder auf die Welt gebracht, doch dann verschwindet eines dieser Kinder und alles deutet auf einen Zusammenhang hin, die in dieser Welt passieren...

    Marc Elsberg hat mich, wie schon gesagt, mit seinen Büchern begeistert. Er schreibt Bücher, die gar nicht so weit weg sind von der Realität, die einem die Augen öffnen und die ein intelligentes Zusammenspiel haben.

    Auch Helix hatte einen sehr guten Start gehabt, doch nach und nach baute das Buch ab. Besonders der Mittelteil hat mir einiges abverlangt. Es gab einige Stellen, nach meiner Meinung ein paar zu viele Stellen, die sich hinzogen, doch aus Angst irgendwas zu verpassen, habe ich mich fast schon dadurch gequält. Denn kleine Details begegnen einen immer wieder.

    Die Zusammenhänge aus den drei Geschichten konnte ich Anfangs nicht erkennen, doch je weiter man in das Buch einsteigt, die Längen mal außer Acht gelassen, umso klarer wird die ganze Sache. Hier liegt auch die Stärke des Buches, dass Marc Elsberg es schafft, die drei unabhängig laufenden Geschichten, zu einem gesamten Bild zusammen zu fügen.

    Der Schreibstil ist wunderbar und es lässt sich auch sehr gut lesen. An einigen Stellen bin ich zwar gestolpert, weil es für mich ein ungewöhnlicher Satzbau war, aber okay. Das kann immer mal passieren. Die Protagonisten waren leider nicht ganz mein Fall. Ich muss mich nicht unbedingt mit einem Protagonisten identifizieren, allerdings sollten sie schon so gestaltet sein, dass man sie sich vorstellen kann. Das hatte ich hier nicht unbedingt. Ich konnte kaum einem Protagonisten einen Charakterzug zu ordnen, das war für mich alles ziemlich blass.

    Gegen Ende hin, wird das Buch wieder rasanter. Für mich hätte es allerdings schon früher an Fahrt aufnehmen können, denn ich hatte das Gefühl, auf einmal in einer Achterbahn zu sitzen und nach wenigen Sekunden ist alles vorbei.

    "Helix" von Marc Elsberg ist definitiv nicht sein bestes Buch, aber es regt schon sehr zum Nachdenken an. Genmanipulation und wie weit darf man in die Natur eingreifen? Ein spannendes Thema. Allerdings gefiel mir die Umsetzung nicht ganz so, wie erwartet.

  • Helix - Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

    Von: frolleinbuecherwurm Datum: 09. Dezember 2016

    Zum Inhalt:
    Der Tod des amerikanischen Außenministers, ein schädlingsresistentes Maisfeld in Tansania und das urplötzliche Verschwinden eines hochintelligenten Teenagers .. und Jessica Roberts, leitende Stabsmitarbeiterin, soll klären, in welchem Zusammenhang diese drei Ereignisse zueinander stehen und das am besten so schnell wie möglich. Die erste heiße Spur führt die Behörden zu einer Kinderwunschklinik, welche kinderlosen Paaren ziemlich erfolgreich Nachwuchs beschert. Aber irgendwas ist komisch.. birgt die Klinik noch andere Geheimnisse?

    Meine Bewertung:
    Der Autor wirft seine Leser direkt in das Geschehen. Ohne große Umwege oder Erläuterungen steckt man mitten in der Geschichte. Allgemein ist der Handlungsverlauf von der ersten bis zur letzten Seite ziemlich rasant und immer für eine Überraschung gut.
    Das Buch beschäftigt sich mit komplexen Themen der Wissenschaft, ist aber auch für Ahnungslose (wie mich) sehr gut nachvollziehbar. Trotz des schwierigen und tiefgründigen Themas hatte ich nie das Gefühl eine Fachlektüre vor mir zu haben. "Helix" von Marc Elsberg lässt sich in wenigen Worten beschreiben: interessantes Thema, wahnsinnig gute Story und absolut spannend und unterhaltsam!

  • Wenn die Spannung nur aufgekommen wäre

    Von: Frauenpanorama Datum: 08. Dezember 2016

    O mein Gott. So schade. .. was hat denn das Lektorat da verbockt. So ein schlechter Schreibstil. Dabei ist das Thema so packend. Aber diese grauenvolle Diktion macht alles zunichte. Der Roman ist langweilig, ihm fehlt jegliche Spannung und Überraschungungsmomente fehlen gänzlich. Das Thema Gentechnik/Gemanipulation ist an für sich atemberaubend, aber hier raubt mir nichts auf dem Papier den Atem. Mehr mag und will ich nicht sagen. Mal wieder ein Buch voller Sätze, die an Abstrusität nicht zu überbieten sind, und ein sehr schlechtes (oder fehlendes?) Lektorat. Schade!

  • Beängstigend nahe an der Wirklichkeit

    Von: Lilly Datum: 07. Dezember 2016

    Ein Kind nach Wunsch mit besonderen Fähigkeiten? Geht, einzig das nötige Kleingeld braucht man. Zukunftsmusik oder bald harte Realität? Ich weiss es nicht aber es macht mir Angst wie nahe Marc Elsberg der möglichen Realität mit seinem neuen Thriller Helix kommt.

    Ein unbescholtenes Ehepaar wünscht sich nichts mehr als ein Kind, versucht haben sie alles nun winkt die einmalige Chance. Sie nehmen die Einladung der Klinik an und landen unversehens mitten im Geschehen. Kinder nach Maß, praktisch aus dem Katalog kann man sich zusammenstellen und das beste, sie haben keine ersichtlichen negativen Eigenschaften.Jedenfalls nicht auf den ersten Blick, denn schnell wird dem Leser klar, das da etwas ganz und gar nicht stimmen kann.

    Eugene und Jill sind zwei ganz besondere Kinder und die Verbindung zu dem Ehepaar Helen und Greg wird schnell klar. Aber auch, das diese beiden alles andere als harmlos sind. Während die beiden unter dem Deckmantel Getreide ect. für alle erschaffen wollen, haben sie auch jeweils noch andere Interessen.

    Phu, ich will da auch gar nicht mehr ins Detail gehen, denn sowas muss man einfach selber lesen. Ich jedenfalls wurde das beklemmende Gefühl beim Lesen die ganze Zeit nicht los. Was wenn es wirklich so kommen würde? Uff. Alles hat wirklich Vor und Nachteile und bietet eine Menge Stoff zum nachdenken.

    Der Schreibstil hat mir gefallen. Es kamen zwar öfters mal Fachbegriffe vor, aber die flossen gut mit in den Text ein. Hatte beim Lesen also keine Probleme. Die Erzählsprache ist verständlich und gut beschrieben.


    So müssen Thriller sein, spannend. Eine tolle Handlung besitzen und gute Figuren die das ganze tragen. Wer gerne Bücher liest die zum Nachdenken anregen und trot

  • Packend von der ersten Seite an

    Von: Corinna Pehla Datum: 05. Dezember 2016

    Der Außenminister der USA stirbt unter mysteriösen Umständen.
    In den ärmsten Regionen der Erde boomt die Ernte bei einzelnen Bauern, obwohl eine Dürre den Rest der Region dahinrafft.
    Gleichzeitig bekommt ein kinderloses Paar ein unmoralisches Angebot, auf künstliche Weise ein „super“ Kind zu bekommen.
    Alle Dinge laufen zusammen, als eines dieser intelligenten Kinder verschwindet.



    „Helix“ ist mein erster Roman, den ich von Marc Elsberg gelesen habe. Viele Leute schwärmen von seinen Büchern und auch die Resonanz und Neugier war groß, als ich berichtete, nun mit dem Lesen zu beginnen.

    Für mich war dieses Buch ein kleiner Pageturner. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die so unterschiedlich sind und die uns als Leser an verschiedene Orte katapultieren. Ob es nun der Tod eines Politikers ist, die Dürre und sein „Wunder“ in einem 3. Weltland oder auch der Wunsch nach einem Baby das privilegiert aufwächst.
    Jeder Erzählstrang für sich war spannend und unterhaltend. Zusätzlich gibt es zu Beginn die Frage, wie alles zusammenlaufen wird, was prima unterhält.

    Die Kapitel sind kurz, zum Teil nur 2 bis 4 Seiten lang und lassen sich „mal eben“ einschieben, schließlich kennt es ja jeder, noch schnell ein paar Seiten lesen zu wollen. Also dies ist möglich, nur sei auch vorhergesagt, bei einem schnellen Kapitel wird es unter keinen Umständen bleiben.

    Der Schreibstil von Marc Elsberg ist fesselnd, unterhaltend, aber auch technisch. Er zieht in den Bann, dies will ich nicht abstreiten, trotzdem war es für mich manchmal zu fachspezifisch. Natürlich muss dies bei einem solchen Thema so sein, allerdings ermüdete es mich zum Teil auch.
    Aber es kommt ja immer wieder ein neuer Abschnitt mit einem anderen Handlungsstrang und dies lässt durch einen Perspektivwechsel, auch etwas Abwechslung zu.

    Das Thema des Buches und darauf muss ich einfach eingehen, ist zum Teil erschreckend, gerade weil es so echt wirkt und so sein könnte. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was wir Normalbürger nicht wissen und an was gerade geforscht wird. Ob nun legal oder illegal.

    Mein Fazit:
    Ein spannendes Buch mit einem brisanten Thema. Sicher nicht mein letzter Elsberg.

  • Was für ein Buch...

    Von: Catlovebooks Datum: 05. Dezember 2016

    ZUM INHALT:




    Haben Sie die Gene zum Überleben?

    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …







    MEINE MEINUNG:




    Ich habe schon die ersten beiden Bücher des Autors gelesen - "Blackout" und "Zero", die mir damals sehr gut gefallen haben und deswegen war klar, auch dieses Buch muss ich lesen und es hörte sich auch wieder so spannend an.




    Und ja, dass kann man vom Buch auf jeden Fall sagen, spannend ist es von Anfang bis Ende. Zum Inhalt kann ich leider nicht viel sagen, denn der Klappentext reicht da vollkommen aus, mehr sollte man nicht wissen.




    Ich bin nur so durch das Buch geflogen, denn es sind immer relativ kurze Kapitel und man denkt sich immer, ach eins geht noch und dann geht es immer so weiter, zudem sind die einfach auch immer so spannend, dass man nicht aufhören kann und möchte.

    Man liest aus verschiedenen Perspektiven, weil es auch verschiedene Handlungsstränge gibt, die irgendwann zusammenfinden.

    Ich habe mich immer gefragt, was wohl dahintersteckt und was noch kommen mag und allein das lässt einem am Buch kleben und dann kommt einfach noch der Schreibstil und die tolle Ausarbeitung des Autors dazu und man findet ein geniales Buch vor.




    Mehr mag ich gar nicht dazu sagen - außer - lest dieses Buch, weil es einfach nur genial ist.







    5/5 Sterne

  • Moderne Jugend

    Von: wal.li Datum: 03. Dezember 2016

    Während eines Staatsbesuchs in München verstirbt der amerikanische Außenminister überraschend. Fieberhaft wird nach der Todesursache geforscht. Gleichzeitig werden in verschiedenen Teilen der Welt vermutlich genmanipulierte Pflanzen und Tiere entdeckt, die es nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht geben dürfte. Auch hier machen sich Organisationen auf, nach der Ursache zu forschen. In Amerika versucht derweil ein kinderloses Ehepaar, sich den sehnlichen Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. Zu allem Überfluss verschwindet ein eigentlich gut bewachtes junges Mädchen vom Campus in Boston. Scheinbar zufällig finden diese Ereignisse beinahe gleichzeitig statt, jedes für sich genommen könnte durchaus relativ harmlos sein.

    Fast gegen ihren Willen wird Jessica Roberts aus dem Stab des verstorbenen Ministers zum Mittelpunkt der Nachforschungen. Bei der Obduktion des Verstorben wurde unheimliche Veränderungen entdeckt, die sich nur durch einen genveränderten Virus erklären lassen. Und damit ist der erste Zusammenhang mit der Genforschung hergestellt. Doch wer könnte das Wissen besitzen, um die komplizierten Bausteine des Lebens neu zusammenzusetzen. Jessica, die sich nach der Reise eigentlich wieder ihrer Familie widmen möchte, wird durch ihre neue Aufgabe sehr gefordert. Zwangsläufig leidet ihr Familienleben darunter. Dennoch ist der Auftrag so groß, dass sie ihn unmöglich ablehnen kann.

    An Schauplätze über die ganze Welt verteilt führt dieser spannende Wissenschaftsthriller. Die Möglichkeiten der Genmanipulation und wie weit sie gehen darf sind hier das große Thema. Mit Hilfe einer fesselnden Story wirft Marc Elsberg verschiedene Fragen auf, die nicht so einfach zu beantworten sind. Denn, was ist, wenn die Manipulation besser ist als die Natur? Dürfen so durchgreifende Veränderungen vorgenommen werden? Was kann zum Wohle der Menschheit zum Beispiel, um den Hunger zu stillen, durchgeführt werden? Oder könnte selbst das vermeintlich Gute später so schlimme Folgen haben, dass man sich wünschte, man hätte die Büchse der Pandora nie geöffnet? Wer entscheidet überhaupt, was besser ist? Natürlich kann auch der packendste Roman solche Fragen nicht beantworten. Nachdenklich macht es dennoch, denn auch der schlaueste oder gewiefteste Mensch kann nicht alle Folgen überblicken und alle Reaktionen vorhersehen. Und wird nur die Hoffnung auf die Vernunft bleiben können, nach der vielleicht nicht allem experimentiert werden sollte, was möglich scheint. Werden sie uns also tatsächlich ersetzen?

  • Von: Andrea Herrmann Datum: 01. Dezember 2016

    Großartig. Beängstigend. Ausgezeichnet recherchiert - wie immer bei Elsberg. Toller Wissenschaftsthriller.

  • Datum: 01. Dezember 2016

    Hochspannend, fesselnd geschrieben. Lässt den Leser nachdenklich und verschreckt zurück.

  • Erschreckend realistischer Wissenschaftsthriller

    Von: Laberladen Datum: 29. November 2016

    Darum geht’s:

    Als der US-Außenmimister bei einer Konferenz in München plötzlich verstirbt, wird schnell entdeckt, dass er an einem Virus gestorben ist, der erstaunlicher Weise nur ihm persönlich gefährlich werden konnte. In Brasilien, Afrika und Indien werden verbesserte Pflanzen bzw. Tiere entdeckt, die niemals auf natürliche Weise entstanden sein können. Das Wunderkind Jill, das im Kindesalter bereits am MIT studiert, ist plötzlich verschwunden. Und in einer US-Kinderwunschklinik erhalten Helen und Greg ein unglaubliches Angebot, wie sie zu einem perfekten Kind kommen können.

    So fand ich’s:

    Marc Elsberg hatte schon mit „Blackout“ und „Zero“ zwei aktuelle Themen aufgegriffen, die nicht nur spannende Unterhaltung bieten, sondern einen direkten Bezug zu unserem täglichen Leben haben und damit einen besonders realistischen Grusel entfalten. Das ist ihm bei „Helix“ und dem Thema Genmanipulation auch wieder gelungen.

    Die verschiedenen Handlungsstränge laufen zuerst parallel nebeneinander her und üben jeder für sich schon eine gewisse Faszination aus. Da gibt es die potentiellen werdenden Eltern Helen und Greg, die die Chance auf ein Kind mit ganz besonderen Fähigkeiten geboten bekommen. Ebenso die Ermittlungen der US-Behörden nach dem jenigen, der mit wissenschaftlichen Mitteln den Minister ermorden konnte. Die verbesserten Pflanzen und Tiere wurden augenscheinlich in niemandes Auftrag und kostenlos ausgebracht – und was hat die junge Studentin Jill, die ihrem Bodyguard entwischt ist, damit zu tun?

    Irgendwann laufen diese einzelnen Handlungen zusammen und man glaubt, man habe verstanden, worum es geht. Und dann nimmt das Ganze noch weit dramatischere Ausmaße an.

    Wie bei Marc Elsbergs Romanen üblich, wimmelt es nicht durchgehend von actiongeladenen Szenen, die Handelnden sind eher gewöhnliche Personen als übermenschliche Helden und die Hauptrolle spielt das Thema. Er versteht es, einem mit genügend wissenschaftlichen Erklärungen das Dilemma sehr eindringlich klarzumachen. Alleine die technischen Möglichkeiten zu haben, heißt noch lange nicht, dass man sie auch sinnvoll oder moralisch vertretbar einsetzt. Trotzdem ist „Helix“ nicht überfrachtet mit wissenschaftlichen Erklärungen, im Gegenteil fand ich diesen Bereich sehr gut auch für Nicht-Fachleute umgesetzt. Es fehlt genauso am direkt erhobenen moralischen Zeigefinger, sondern wir bekommen eine mögliche Zukunft vorgeführt, die einem absolut realistisch erscheint, die genau so schon irgendwo vorbereitet – oder existent? – sein könnte. Und das reicht aus, um einen zum Nachdenken anzuregen und einen mit einem sehr realen mulmigen Gefühl zurückzulassen. Vielleicht will man gar nicht so genau wissen, welche Weichen schon gestellt wurden und welcher Zug schon unumkehrbar abgefahren ist.

    Action und spannende Unterhaltung kommen trotz der besonders anfangs eher ruhigen Erzählweise nicht zu kurz, denn die Realitätsnähe von Thema und Charakteren sorgen doch regelmäßig dafür, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen.

    Auch wenn nach wie vor „Blackout“ mein erklärtes Lieblingsbuch von Marc Elsberg bleiben wird, hat mich auch „Helix“ rundherum überzeugt.

  • Von: Annette Schiewer Datum: 29. November 2016

    Spannendes Thema, fesselnd erzählt, nur leider zu lang.

  • Genialer Zündstoff für Gedankengänge

    Von: Happy Booktime Datum: 28. November 2016

    Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Erscheinungstermin: 31. Oktober 2016
    ISBN-10: 3764505648

    https://www.randomhouse.de/Buch/HELIX.-Sie-werden-uns-ersetzen/Marc-Elsberg/Blanvalet-Hardcover/e487809.rhd

    https://www.youtube.com/watch?v=SeYhaV6goCk

    www.marcelsberg.com

    www.helix-das-buch.de

    Klappentext
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Autor
    Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.

    Cover
    Das Cover zog meinen Blick sofort auf sich. Auf schwarzem Grund zeichnet sich im Hintergrund eine Struckturierung ab, die mich direkt an die Filmplakate zu Matrix erinnerte und damit sofort packte.
    Mittig unter dem Autorennamen befindet sich das Herzstück des Covers: Der Titel, leuchtend gelb in einem DNA-Strang eingebettet.
    Alles in allem ist das Cover toll, es macht neugierig und trotz der zurückgehaltenen Farbgestaltung ein richtiger Hingucker.

    Meinung
    Bücher von Marc Elsberg zu lesen ist immer ein besonderer Reiz für mich, da er es immer schafft, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion bzw. zwischen dem, was wissenschaftlich möglich ist und einem Blick in die Zukunft zu schließen und mich so zum überlegen anzuregen.
    Eben genauso ging es mir mit Helix. Spätestens seit den Schafs-Klon-Aktionen um Dolly habe ich mir die Frage gestellt, wie weit die Genforschung wohl noch gehen kann und wird.
    Ein mögliches Szenario bietet Elsberg in diesem Buch auf. Wie geht es einem Menschen, der wie eine Software konstruiert wurde? Wie entscheidet man zwischen Richtig und Falsch und vor allem, gibt es eine „veraltete Version Mensch“?

    Marc Elsberg gibt so viele Ansätze an diesem Thema, das neben dem Lesen besonders das Weiterdenken viel Freude geboten hat.

    Ein kleines Manko in diesem thematisch genialen Roman war für mich der Schreibstil, der mich an einigen Stellen ein wenig zum straucheln brachte. Er wirkte nicht vollkommen ausgereift und brachte mich aus dem Lesefluss heraus.
    Dennoch hat mir Helix spannende Lesestunden bereitet und mich zum nachdenken animiert.

    Fazit
    In einer spannenden Geschichte verpackt gibt Marc Elsberg viel Zündstoff für Überlegungen rund um das Thema Gentechnik. Die Grenzen zwischen Machbarem und Möglichem verblassen und hinterlassen eine Frage:“Was wäre wenn?“

  • Von: Katharina Rakoncai Datum: 28. November 2016

    Fesselnd, brandaktuell und immer seiner Zeit etwas vorraus.

  • Von: C. Dankelmann Datum: 28. November 2016

    Ein brisantes Thema spannend erzählt; ein würdiger Nachfolger von "Blackout" und "Zero".

  • Von: Nicole Ast Datum: 28. November 2016

    Tolle Story. Wiedermal super recherchiert. Jetzt ist Bio LK wieder aufgefrischt. Nur spannender!

  • Von: Franziska Kommert Datum: 28. November 2016

    DAS Weihnachtsgeschenk 2016 (und nicht nur für Männer und Genetiker). Durch die schnellen Szenen- und Personenwechsel ist das Lesetempo hoch und atemberaubend. Spannung bis zur letzten Seite.

  • Von: Anna Anzulewicz Datum: 28. November 2016

    Brisant, spannend und erschreckend - Marc Elsberg entwirft mit "Helix" eine mögliche Version des genmanipulierten Lebens der Menschen!

  • Von: Eva Kraxner Datum: 28. November 2016

    Toll geschrieben. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, ob es so weit fortgeschrittene Gentechnik nicht schon wirklich gibt.

  • Von: Silvia Pinter Datum: 28. November 2016

    Beängstigender, realistischer Science-Thriller! Gut recherchiert. Man hat als Leser das Bedürfnis, sich mehr über Gentechnik zu informieren.

  • Von: Doris Oberauer Datum: 28. November 2016

    Wie immer sehr packend und fesselnd! Dieses Buch regt zu Diskussionen an! Freue mich schon sehr darauf, das Buch an den Kunden zu bringen!!

  • Von: Silke Kindler Datum: 28. November 2016

    Guter Krimi mit brisantem und aktuellem Thema. Leider hat er mich nicht so fesseln können wie "Blackout". Aber trotzdem guter Lesestoff.

  • Datum: 28. November 2016

    Wieder einmal schafft es Marc Elsberg dem Leser die Schattenseiten des vermeintlichen Fortschritts in der Technik zu zeigen. Hochspannend und brandaktuell!

  • Datum: 28. November 2016

    Schreckliche Vorstellung und so nah!

  • Von: Sabine Haster Datum: 28. November 2016

    Eine erschreckende und beängstigende Story - Gut und spannend erzählt. Ein echter Pageturner.

  • Von: Marion Wittkop Datum: 28. November 2016

    Spannender Wissenschaftsthriller um ein hochbrisantes Thema. Regt zum Nachdenken und Diskutieren an.

  • Datum: 28. November 2016

    Erschreckend realistisch

  • Datum: 28. November 2016

    Beklemmendes Szenario, doch leider die Wahrheit.

  • Der Zukunftsmensch

    Von: Martinas Buchwelten Datum: 26. November 2016

    Die Kurzbeschreibung offenbart bereits die wichtigsten Eckpunkte dieses Wissenschaftsthrillers von Marc Elsberg. Ich mag die brisanten Themen, die der Autor in seinen Romanen behandelt, denn sie sind äußert erschreckend und oft ziemlich nah an der Zukunft...oder doch schon fast Realität? Das fragt man sich bei jedem seiner Bücher, nachdem man es zugeklappt hat! Schon in "Black Out" und "Zero" hat er diese Szenarien großartig beschrieben. Auch "Helix - Sie werden uns ersetzen" ist wieder ziemlich komplex.
    Die ersten Kapitel sind zunächst etwas verwirrend, da sie an verschiedenen Schausplätzen spielen. Die verschiedenen Handlungsstränge mit unterschiedlichen Personen sind zu Beginn schwer einzuordnen und auch die Namen der Protagonisten nicht einfach zu merken. Trotzdem war ich sehr schnell gefesselt vom Thema Genmanipulation. Leider war dieses Thema im Bezug auf CETA oder TIPP dieses Jahr sehr oft in den Medien zu finden, denn genmanipulierte Lebensmittel sind ja leider keine Zukunftsvision mehr. Doch Marc Elsberg hat hier ein wirklich erschreckendes Szenario beschrieben, denn in "Helix" geht es nicht nur an Manipulationen an Lebensmittel, sondern an Menschen.

    In mehreren Handlungssträngen, die am Ende perfekt zusammenführen, wird der Leser in die Welt der Genmanipulation und dessen Auswirkungen versetzt. Diese Einblicke und Zukunftsszenarien sind erschreckend und manchmal gar nicht so weit hergeholt.
    Bereits der Prolog beginnt spannend, denn der US Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Die offizielle Todesursache ist Herzversagen, doch die inoffizielle: ein personifizierter Killervirus. Jessica Roberts, leitende Stabmitarbeiterin wird von der Präsidentin als Sonderbeauftragte eingesetzt und kämpft bald gegen Windmühlen. Sie setzt sich mit den führenden Wissenschaftler Richard Allen auf diesem Gebiet in Verbindung und beginnt der Sache auf den grund zu gehen.

    In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir diejenigen kennen, die man in diesem Buch noch am ehesten als Hauptprotagonisten bezeichnen könnte: Jill und Eugene, zwei zehnjährige "moderne" Kinder. Beide besitzen genetische Anlagen, die sie im Vergleich zu "normalen" Kinder deutlich überbevorteilen. Während Eugene noch aussieht, wie ein Kind, aber wissenschaftlich ein Superhirn ist, sieht Jill bereits aus wie eine 18-jährige. Auch sie ist ein Designerkind und hyperintelligent. Die beiden sind die Vorreiter einer ganz neuen Generation, die in einer Klinik in San Diego unter Doktor Stanley Winthorpe und seinem Team "gezeugt" wurden. Hierhin verschlägt es auch Helen und Greg, ein reiches Paar, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen wollen. Bei Doktor Winthorpe haben sie die Möglichkeit ihr "Designerkind" zu bestellen. Während sich weitere reiche Eltern ihre maßgeschneiderte Kinder aussuchen, arbeiten Jill und Eugene aber schon an weiteren Genveränderungen. Sie wollen mittels GeneDrive (die Vererbungslehre, die Mendelschen Gesetze, werden damit außer Kraft gesetzt) bereits veränderte Gene vom Mann auf die Frau übertragen lassen, sodass in kürzester Zeit nur noch genetisch "optimierte" Menschen auf der Welt leben.

    Währenddessen werden in Brasilien, Tansania und Indien Nutzpflanzen und –tiere, die resistent gegen Schädlinge oder Krankheiten sind von Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns entdeckt. Auch ihr Weg führt schlussendlich in dieselbe Richtung, wie die der anderen Protagonisten.

    Obwohl das wissenschaftliche Thema den Kern der Geschichte bildet, wird es mitunter auch ziemlich rasant und actionreich. Es kommt zu Verfolgungsjagden mit einem Hubschrauber und man fühlt sich manchmal fast wie in einem Actionfilm.
    Interessant fand ich auch, dass der Autor in seinem Roman bereits einen weiblichen US Präsidenten, die namenslos bleibt und nur "die Präsdidentin" genannt wird, mit dieser Stelle betraut hat. Tja, in Wirklichkeit dürften die Amis noch nicht bereit für eine Frau als Präsidentin sein....
    Obwohl das Thema sehr kompliziert ist, werden die wissenschaftlichen Aspekte auch für Laien wie mich, klar und verständlich erklärt. Marc Elsberg versucht aber nicht nur alle Möglichkeiten, die diese Genveränderungen mit sich bringen, darzustellen, sondern stellt gleichzeitig auch moralische Fragen.
    Auf jeden Fall gibt es auch im neuersten Roman des Autors wieder viel Diskussionsstoff und seineThemen bleiben im Hinterkopf.

    Schreibstil:
    Marc Elsberg hat einen sehr klaren und prägnanten Schreibstil. Man merkt, dass er über das Thema, das er ausgewählt hat, ziemlich lange recherchiert und sich in die Materie eingearbeitet hat. Sein Hintergrundwissen zu den Themen, die er in seinen Büchern beschreibt, ist für mich als Laie sehr komplex. Die Kapitel sind kurz und die Handlungsstränge und -orte wechseln sich ab.
    Die Charaktere fand ich etwas reserviert dargestellt. Sie wurden zwar gut beschrieben und auch ihre Handlungen waren nachvollziehbar, jedoch fühlte ich eine gewisse Distanz. Das ist aber für mich nicht unbedingt negativ bei dieser Art Roman.

    Fazit:
    Wieder ein gelungener Thriller, der diesmal das Thema Genmanipulation behandelt. Der Autor bietet mit seinen Inhalten sehr viel Diskussionsstoff und beeindruckt mich mit seinem Schreibstil, der auch uns Laien komplexe Themen vereinfacht und logisch erklärt. Beklemmend, brisant und gar nicht weit weg von der Realität! 4 1/2 Sterne für ein weiteres Top-Buch des Autors.

  • Helix

    Von: Helga Kern Datum: 24. November 2016

    Ich bin eh schon Fan von Marc Elsbergs Bücher. Mit Helix ist ihm wieder ein genialer Wissenschaftsthriller gelungen - erschreckend realistisch.

  • Meine Meinung

    Von: Helga Kern Datum: 24. November 2016

    Bin eh schon Fan von Marc Elsbergs Büchern. Genialer Wissenschaftsthriller - erschreckend realistisch

  • Ein fesselndes Thema

    Von: Gedankenvielfalt Datum: 22. November 2016

    Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, durch den flüssigen Schreibstil verfliegt das Buch, obwohl es einige Seiten zu bieten hat.

    Es war mein erstes Buch von dem Autor und ich bin begeistert über das ganze Hintergrundwissen und seine Recherchen.

    Allgemein sind die meisten Kapitel recht kurz gehalten, was aber für mich absolut in Ordnung war.

    Der Autor hat es geschafft die Figuren glaubhaft darzustellen und viele Facetten aufzuzeigen.
    Das Thema Genmanipulation ist sehr interessant dargestellt worden und hat mich sehr gefesselt, aber auch erschreckt. Jeder der etwas "angst" hat, weil er sich mit diesem Thema noch nie beschäftigt hat, der sollte es dennoch lesen, da der Autor es sehr gut beschrieben hat und man dafür kein Fachwissen benötigt, sondern sehr durch dieses Thema geleitet wird, mit verständlichem Schreibstil und auch vielen Erklärungen.

    ___________________________

    Mein Fazit:

    Ein sehr gut recherchiertes Buch mit einem sehr spannenden Thema, was jeden zum Nachdenken anregen wird.

  • Du kannst schreiben...

    Von: Boris Bärmichl Datum: 22. November 2016

    Lieber Marc,

    Danke für die über 13 Stunden spanende Unterhaltung, es ist einfach toll wie Du dich steigerst. Alles gute und auf bald mal wieder.

  • Spannungsroman mit begrenztem wissenschaftlichen Mehrwert

    Von: booksnstories Datum: 20. November 2016

    Marc Elsberg wird von seinem Verlag als der „Meister des Science-Thrillers“ beworben und Leser von „Blackout“ behaupten gar „in 50 Seiten Blackout mehr über Strom gelernt [zu haben] als in 7 Jahren Physik.“ (Twitter - Stehlblueten). Demnach baut sich eine gewisse Erwartungshaltung auf, nämlich dass hier der wissenschaftliche Mehrwert eines Sachbuches mit den Spannungselementen eines Thrillers verbunden wird. Nachdem sich der Strategieberater, Kreativdirektor und Zeitungskolumnist in seinem zweiten Roman „Zero“ dem Thema Datensammlung und „gläserner Mensch“ gewidmet hat, stellt sich Elsberg in seinem neuster Roman „Helix“ der Herausforderung, Chancen und Gefahren von Genmodifikation in ein spannendes Thriller-Setting zu verpacken.

    Die Handlung erstreckt sich über die vier Erzählstränge, die bereits in der Inhaltsanabe anklingen und im Verlauf des Romans zusammengeführt werden. Der rätselhafte Tod des amerikanischen Außenministers führt das Ermittlungsteam zu jener Einrichtung, die das Paar mit dem Kinderwunsch aufgesucht hat. Das verschwundene Kind hat ebenso wie das sämtlichen Naturkatastrophen trotzdende Wundergetreide eine Verbindung zu jenem Forschungsprojekt. Elsberg gelingt es, durch kurze Kapitel und häufige Perspektivwechsel zwischen den Charakteren und Handlungsorten, ein straffes Lesetempo zu erzeugen – die Seiten fliegen regelrecht dahin. Die Charaktere an sich sind wenn auch nicht übermäßig detailliert ausgestaltet, doch so beschaffen, dass man ihre Beweggründe nachvollziehen kann. Lediglich den beiden Wunderkindern, die im Laufe der Handlung mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt werden, konnte ich relativ wenig abgewinnen. Vielleicht hätte es sich empfohlen auf die ein oder andere Perspekive zu verzichten und sich dafür auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auch das „große Ganze“, dass sich am Ende des Romans erschließt, war mir persönlich ein wenig zu gewollt und konstruiert. Ab dem letzten Drittel des Romans wird die Schwierigkeit, die Erzählstränge zusammen zu führen, sehr deutlich – und dies geht manchmal leider zu Lasten der Logik.

    Die Stärke von „Blackout“ lag darin Wissenschaftliches für den Laien verständlich darzustellen und dies in eine spannende Fiktion einzubetten, in die sich jeder Leser persönlich hineindenken kann. „Zero“ gelang dies meiner Meinung bereits weniger gut, hier bot sich aber zumindest noch der persönliche Bezug, denn jeder Leser nutzt Internet und Handy und jene einschlägigen Plattformen und Appliktionen, die aus unserem Leben kaum noch wegzudenken sind.

    „Helix“ ist von der Thematik her ein wenig abstrakter. Natürlich sind uns die Diskussionen um Genanipulation bei Lebensmitteln nicht zuletzt im Kontext von TTIP durchaus geläufig. Aber mal ehrlich, hängen wir trotz BIO-Boom nicht alle ein bisschen der Meinung an: „Was ich so anfange, brauche ich erst gar nicht mehr in den Supermarkt zu gehen?“. Zudem widmet sich der Roman ohnehin mehr dem Thema Genmodifikation beim Menschen und somit eher philosophischen Aspekten. Wollen wir nicht alle nur das beste für unsere Kinder, ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen? Warum nicht auch, indem wir sie schon vor der Geburt „schöner, besser, klüger“ machen? Und wollen wir uns nicht selbst verbessern, zu „perfekten Menschen“ werden? Ich kann mir vorstellen, dass im Gegensatz zu „Blackout“ und „Zero“ nicht jeder Leser einen Bezug zu diesen Fragen finden kann.

    Im Allgemeinen steht der wissenschaftliche Nutzen dem philosophischen dieses Mal deutlich hinten an. Zwar ist es erstaunlich, wozu die Forschung nach heutigem Stand bereits in der Lage ist – es lohnt sich ein näherer Blick auf die CRISPR/cas9-Methode – und welche Freiheiten manche Regierung ihren Forschern lässt – Großbritannien hat in diesem Jahr die Genmanipulation von Embryonen zu Forschungszwecken erlaubt – aber „Helix“ wirft doch eher Fragen auf, als welche zu beantworten. Und sicherlich ist es grundsätzlich positiv zu sehen, wenn ein Autor sich bei der Bewertung von „Technologien, die man positiv oder negativ einsetzen kann“ mit einer eigenen Meinung zurückhält, um dem Leser die Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung zu lassen. Allerdings bleibt mir „Helix“ hier zu diplomatisch, zu schwammig und lässt selbst die Charaktere mit Extrempositionen nicht aus Überzeugung auf extreme Art handeln, sondern nur um einen völlig gewollten Showdown herbeizuführen und die Handlung zwischenzeitlich mit ein wenig Action zu würzen.

    FAZIT

    „Helix“ ist bestimmt ein flüssig geschriebener, teilweise spannender und actiongeladener Thriller, der ein Stück weit Wissen zu dem heiklen Thema Genmodifikation vermittelt. Er wirft interessante Fragen auf und schneidet durchaus zu diskutierende Gedanken an. Ein Spannungsroman mit großem wissenschaftlichen Mehrwert ist „Helix“ jedoch nicht.

  • In welcher Welt wollen wir leben?

    Von: Angi Datum: 17. November 2016

    Die Geschichte:
    Marc Elsberg unterhält uns in seinen Büchern immer mit brisanten Themen, aus denen er erschreckende Szenarien entwirft. In “Blackout” zeichnete er die Vision einer Welt, die ohne Erdöl auskommen muss, in “Zero” ging es um die allumfassende Überwachung und hier in “Helix” sind nun die genveränderten Menschen an der Reihe.
    Helen und Greg haben einen unerfüllten Kinderwunsch und wollen künstlich nachhelfen. Dabei wird ihnen angeboten, dass sie ihren künftigen Nachwuchs doch gleich optimieren könnten: wie aus dem Katalog können sie sich die Eigenschaften aussuchen, angefangen bei Augen- und Haarfarbe über Größe bis hin zum Schlafbedürfnis.
    In einem weiteren Handlungsstrang erleben wir, wie der Außenminister der USA augenscheinlich durch einen Herzanfall stirbt. Später stellt sich heraus, dass ein geheimnisvoller, von Menschenhand gezüchteter Virus dafür verantwortlich war.
    Und außerdem gibt es weitere rätselhafte Vorkommnisse: an einigen Stellen auf der Welt tauchen plötzlich optimierte Pflanzen und Tiere auf, die resistent gegen Schädlinge, Dürre, Krankheiten sind.
    Wie hängt das alles zusammen? Welche Macht steckt hinter diesen Forschungen, die nach dem aktuellen Stand der Technik noch gar nicht möglich sein dürften?

    Meine Meinung:
    Verschiedene Handlungsstränge, die uns an unterschiedlichste Ort dieser Welt mitnehmen, sorgen dafür, dass gleich zu Anfang fesselnde Unterhaltung garantiert ist. Ob nun in Afrika oder im heimischen München: man kann sich dank der lebendigen Beschreibungen immer alles sehr gut vorstellen.

    Vorgestellt werden uns auch gleich einige wichtige Charaktere, die im weiteren Verlauf noch eine große Rolle spielen: Jessica, die in den USA für die nationale Sicherheit mitverantwortlich ist. Außerdem Helen und Greg, das Paar, das sich für oder gegen ein Designerbaby entscheiden muss. Jill, ein geheimnisvoller und anscheinend hochbegabter Teenager und Richard Allen, ein Wissenschaftler, um nur noch einige zu nennen.
    So richtig sympathisch war mir leider kaum eine der Figuren, am liebsten mochte ich noch “Rich”, der immer eine sehr humorvolle Art hat. Jessica war mir zu sehr Workaholic, Helen blieb mir emotional auch sehr fremd, Jill und ihr “Bruder” wirkten meist recht abgehoben und seltsam.

    Die Geschichte ist natürlich nicht ganz neu, denn schon viele Autoren haben sich über dieses Thema Gedanken gemacht. Trotzdem fand ich die Infos ganz interessant und natürlich regt so ein Stoff auch immer etwas zum Nachdenken an. Wobei man selbst in diesem Szenario relativ machtlos ist, denn gegen gentechnische Veränderungen kann sich niemand wirklich schützen. Die Frage ist viel eher: ist das Ganze wirklich nur Fluch oder vielleicht doch eher ein Segen für die Menschheit?
    Im Verlauf der Story wird es actionreicher und ein wahres Katz- und Maus-Spiel entbrennt. Jäger und Gejagte verfolgen dabei natürlich gegensätzliche Ziele: die einen wollen den Planeten mit “modernen” Menschen besiedeln, die anderen wollen alles so lassen, wie es ist. Wer wird sich am Ende durchsetzen?

    Diese Frage beantwortet der Schluss des Buches nicht wirklich. Vieles bleibt offen, was angesichts des Stoffes doch nur recht ist: Evolution hat schließlich auch kein Ende!

    Fazit:
    Nicht so mitreißend wie “Blackout”, aber ein unterhaltsamer Roman, der auch wieder einiges an Informationen liefert.

  • Vielleicht das Brave New World unserer Tage

    Von: WolfgangB Datum: 16. November 2016

    Immer, wenn Marc Elsberg sich eines Themas annimmt, wird es beunruhigend.
    Bereits, als von intelligenten Stromzählern noch keine Rede war, entwarf er ein Katastrophenszenario, das mittlerweile als durchaus möglich erscheint.
    Noch bevor die Sinne der Öffentlichkeit geschärft waren, warnte er vor allzu freizügigem Umgang mit persönlichen Daten in den Sozialen Netzwerken.
    Und diesmal? Nichts Geringeres als die Weiterentwicklung der Menschheit, genauer, die Veränderung von genetischem Erbgut, steht im Zentrum von "Helix". Wie bereits zuvor in "Blackout" und "Zero" widmet sich der Autor auch diesmal wieder einem komplexen, gesellschaftlich brisanten Thema. Den Auftakt dabei bildet ein ebenso spektakuläres, wie im Verlauf der Handlung wenig logisches Attentat, dessen einziger Zweck offensichtlich darin besteht, dem Leser klarzumachen, wie er seine nächsten Stunden verbringen wird. Bereits der erste Satz nagelt den Blick an die Zeilen:

    "Dann stand nur mehr das Rednerpult auf der Bühne des voll besetzten Hotelsaals, und der US-Außenminister lag reglos daneben." (S.11)

    Dabei wirkt nicht nur der Satz als ganzes wie ein reißender Strom, von dem der Leser mitgerissen wird, schon das erste Wort, "Dann", stellt einen noch unbekannten Kontext her. Es signalisiert, daß es keinen Anfang und kein Ende gibt, nichts in sich Abgeschlossenes. Es gibt ein Davor und ein Danach, der Text ist keine harmlose zwischen zwei Buchdeckel gebannte Fiktion, sondern er quillt darüber hinaus. Der Gegenstand ist zu groß, er betrifft - obgleich als Erzählung aufbereitet - in absehbarer Zukunft unseren Alltag.

    Im Stil folgt der Autor bewährten Mustern: Der Themenkomplex wird aus unterschiedlichen Perspektiven in rascher Kapitelabfolge beleuchtet. Die einzelnen Erzählstränge verweben sich dabei nach und nach zu einem Gesamtbild. Wissenschaftliche Zusammenhänge werden in leicht faßbaren Dialogen aufbereitet, wobei sich das Gespür des Autors erweist, seine Leser weder zu über-, noch zu unterfordern. Anhand einer actiongeladenen Geschichte, die in ein hollywoodreifes Finale mündet, entwickelt der Leser ein erstes Gespür für die weitreichenden Konsequenzen der Gentechnologie.

    Geschickt sind auch jene Fragestellungen eingewoben, die starkes Unbehagen auslösen. Ist der Fortschritt, jener Begriff, unter dem in Entwicklung begriffene Technolgien zusammengefaßt sind, unaufhaltsam? Verhält er sich wie eine Naturgewalt, die über den Menschen hereinbricht? Oder kann er gezähmt, vielleicht sogar kontrolliert werden? Wenn er sich ethischen Regeln unterwerfen muß, wie lauten diese, und von wem werden sie definiert? Der Roman handelt von sogenannten "modernen Kindern", Menschen, deren Genom mit Eigenschaften wie gesteigerter Intelligenz oder Körperkraft ausgestattet ist. Dabei wird der Mensch zu einer Ware, werdende Eltern können sich aus einem Katalog mit einem Baukastensystem ihr Wunschkind entwerfen und bestellen. Wie aber kommt der Preis zustande, wie wird der Wert menschlichen Lebens bemessen? Errechnet sich der Preis bloß aus der Summe der Einzelkosten der genetischen Legosteine? An der Qual der Wahl eines Paares läßt der Autor den Leser teilhaben:

    "Helen überflog die Liste. Geschlecht, Haarfarbe, Augenfarbe, Athletik, Ausdauer, Schlafdauer, Reaktionsschnelligkeit ..." (S. 223)

    In welcher Weise werden derartige Wunschkinder die Gesellschaft beeinflussen? Wird es zu einem genetischen Wettrüsten kommen, aus dem nur jene als Sieger hervorgehen können, deren Eltern sich die besten Upgrades für ihren Nachwuchs leisten können? Wird die Konsequenz etwa eine noch stärkere Abschottung einer zahlenmäßig kleinen Gruppe von materiell begüteten Entscheidungsträgern sein?

    "Helen wechselte ihr Smartphone alle zwei bis drei Jahre. Was machte man mit veralteten Menschenmodellen? Nach drei Jahren?" (S. 492)

    Scheinbar offensichtliche Überlegungen wie diese werden nicht etwa von Wissenschaftern oder den hochintelligenten Kindern, sondern bewußt von Figuren ohne spezielle Ausbildung formuliert. Der Untertitel des Romans "Sie werden uns ersetzen" bezieht sich genau auf diese Urangst: Was, wenn das Geschöpf seine Fesseln abwirft und sich über den Schöpfer erhebt? Wie wird der Mensch damit umgehen, wenn er sich plötzlich nicht mehr an der Spitze der Evolution findet? Das Spiel mit diesem Szenario ist ein beliebter Topos in der Unterhaltungsliteratur. In "Nur dein Leben" (Originaltitel "Perfect People") beschäftigte sich der britische Autor Peter James bereits 2011 mit einer Klinik, die Kinderwünsche auf Bestellung realisiert. In "Extinction" des Japaners Kazuaki Takano ist der Sprung in der menschlichen Evolution noch Folge natürlicher Mutation und nicht von Experimenten im Labor, und in "Nexus" von Ramez Naam [Link zur Rezension] verschmelzen Mensch und Maschine miteinander.

    Obwohl Marc Elsberg für seine akribischen Recherchen bekannt ist, wirkt das Thema diesmal abstrakter, weniger greifbar als in den beiden Vorgängerromanen. Dies mag einerseits an der deutlicheren Präsenz der Stromversorgung und Sozialen Netzwerke im Alltag liegen, andererseits an der Heftigkeit, mit der die Geschichte an unserem Selbstverständnis als Mensch rüttelt. Wird die Qualität eines Romans auch daran gemessen, wie lange er den Leser beschäftigt, nachdem im Epilog noch sämtliche Zweifel neu aufgeheizt wurden, so zählt "Helix" gewiß zu den wichtigsten Titeln des Jahres.


    Persönliches Fazit

    Die Chancen und Risiken genetischer Manipulation anhand einer spannenden Geschichte ... möglicherweise ist Marc Elsberg hier eine aktualisierte Version von "Brave New World" gelungen.

  • Eigene Maßstäbe unterschritten

    Von: FEMEREBOOKS Datum: 16. November 2016

    Wer meine Rezension zu Elsbergs Roman "Zero" gelesen hat (wer nicht, kann das hier [http://www.femerebooks.de/buchrezensionen/e/elsberg-marc-zero/] nachholen) weiß, dass Elsberg eines meiner absoluten Top-Bücher im Jahr 2014 geschrieben hat und ich sehr begeistert von diesem Roman war. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen und die Vorfreude an und auf den neuen Thriller "Helix".
    Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte, gab mir die Dicke des Buches bereits zu denken und eine leise Angst, dass Buch könne langwierig werden, beschlich mich.
    Dem war tatsächlich so. Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Wo "Zero" knackig und auf Zack war, zog sich "Helix" dermaßen in die Länge, dass es kaum auszuhalten war. Von den 648 Seiten hätte man locker 150, wenn nicht sogar 200 einsparen können. Für die langweiligen "Füllszenen", die Elsberg eingebaut hat, tut es mir Leid für die Bäume die dafür abgeschlagen wurden.
    Das Thema an sich - Genmanipulation - ist ein solch komplexes Thema, aus dem man viel machen kann, beziehungsweise könnte.
    Action und Spannung kommen selten und wenn nur stümperhaft auf.
    Dem Roman fehlt ein gewisser Sog, der den Leser an seine Seiten fesselt, was auch darin begründet ist, dass das Buch eben so schrecklich lang ist. Wenn man ein durchschnittlicher Leser wie ich ist, der nicht jeden Tag 2 Stunden liest, braucht für dieses Buch 2 Wochen. Für einen Roman, der eigentlich Züge eines Thrillers aufweisen soll, ist das entschieden zu lang. In ihm muss ein Zug sein, der den Leser durch die Handlung prügelt und weniger sollte sich der Leser durch die Handlung prügeln müssen.
    Doch bei aller gerechtfertigten Kritik, muss man sagen, dass der Roman durchaus ein annehmbares Buch ist, jedoch an den Maßstäben gemessen, die Elsberg selbst aufgestellt hat, unterirdisch.

    Fazit:
    Für alle diejenigen, die Elsbergs vorangegangenen Bücher gelesen und gern gelesen haben, wird das Buch eine Enttäuschung sein. Denjenigen, die Elsberg noch nie gelesen haben, empfehle ich, wenn sie ihn lesen wollen, mit diesem Roman anzufangen, denn dann werden sie von Buch zu Buch in ihren Erwartungen übertroffen.

  • Erste Hälfte super spannend, zweite Hälfte dreht sich im Kreis

    Von: Jenny Datum: 15. November 2016

    Rezension:
    Zu Beginn verfolgt das Buch mit der Untersuchung zum Tod des US-Außenministers, der Entdeckung von resistentem Mais, dem ungewöhnlichen Angebot einer Kinderwunschklinik und dem Verschwinden einer jungen MIT-Studentin vier verschiedene Handlungsstränge, die noch keinerlei Verbindung zueinander haben. Dabei wird ein Handlungsstrang jedoch nicht immer von derselben Person erzählt, sondern wechselseitig aus den Perspektiven, die gerade gewinnbringend für den Verlauf sind. Beispielsweise berichtet manchmal Jessica, Mitarbeiterin des Sicherheitsstabs im Weißen Haus, von neuen Erkenntnissen zum Tod des Außenministers, manchmal aber auch Jaylen, ein FBI-Beamter. Der resistente Mais wird vom Wissenschaftler Jegor untersucht, aber er bekommt mit Gordon bald kompetente Hilfe an die Hand und im Hauptsitz des Chemiekonzerns zerbrechen sich die Personen rund um Vorstandschef Helge den Kopf über die Befunde. Helen und Greg berichten abwechselnd von ihrem Besuch bei der Klinik und die verschwundene Studentin, Jill, lernt der Leser zuerst durch ihren Leibwächter Jim und ihre Mutter Hannah kennen.
    Anfangs ist es noch relativ einfach, den unterschiedlichen Handlungssträngen und Perspektiven zu folgen. Die vier Teile der Geschichte sind klar voneinander unterscheidbar und innerhalb eines Handlungsstranges ist es auch gar nicht so wichtig, alle Charaktere im Blick zu haben, da beispielsweise die Vertreter der amerikanischen Dienste CIA, FBI, Homeland Security etc., die den Tod ihres Außenministers untersuchen, ohnehin immer nur gemeinsam auftreten. Je mehr die Handlungsstränge miteinander verschmelzen, desto komplizierter wird es jedoch, den Überblick zu behalten, wer denn jetzt wie viel wovon weiß. Als nicht mehr jede Figur an ihrem eigenen Problem herumexperimentiert, sondern auch Informationen von anderen Stellen bekommt, war es nicht mehr so leicht, dem Informationsfluss zu folgen. Gerade die Tatsache, dass jeder unterschiedliche Details erfährt, an anderen Stellen belogen wird und sich selbst seine eigene mehr falsche als richtige Geschichte zusammen bastelt, war irgendwann sehr verwirrend. Mehr als einmal hat mich die Überraschung eines Charakters überrascht, weil ich der festen Überzeugung war, er wäre korrekt informiert gewesen. Dabei war es dann auch nicht hilfreich, dass bis zum Schluss ständig noch neue Perspektiven eingeführt wurden und gefühlt die Hälfte der Vornamen mit J anfangen, sodass ich manchmal nicht wusste, ob die Person nicht doch schon mal vorgekommen ist. Neben den oben bereits erwähnten Namen (Jessica, Jaylen, Jegor, Jill und Jim) gibt es nämlich beispielsweise noch zwei Jacks, Jason, June, Jelena, Justine ...

    Neben der Verwirrung darüber, welcher Charaktere über welche Dinge informiert ist, hat das Verschmelzen der unterschiedlichen Handlungsstränge aber auch noch die rapide Abnahme der Spannung zur Folge. Normalerweise hätte ich das erleuchtende Verständnis der letzten Zusammenhänge und den damit verbundenen Höhepunkt der Spannung am Ende des Buches erwartet. Stattdessen ist schon kurz vor der Mitte des Buches so gut wie alles klar – und das nicht nur dem Leser, sondern auch den Charakteren. Es gilt noch, verschwundene Personen zu finden und die Menschheit zu retten, aber außer dass sich die verschiedenen Figuren und Interessensgruppen dabei gegenseitig im Weg stehen, passiert nicht mehr viel. Die für mich viel spannendere Frage, wie genau alles zusammen hängt und wer dahinter steckt, ist nach der Hälfte des Buches beantwortet.
    Ab diesem Zeitpunkt ist jedoch nicht nur die Spannung verschwunden, auch die Geschwindigkeit der Geschichte verebbt. Es gibt Reibereien und Handgreiflichkeiten, die jedoch letztlich zu nichts führen und immer wieder am Ausgangspunkt enden. Alle Parteien sind und bleiben sich gegenseitig unsympathisch. Und die sich im Kreis drehenden ethischen Diskussionen zur Forschung an Embryonen, zur Manipulation von Genen und zur Gentechnik im Allgemeinen sind alle schon aus der Realität aus den Medien bekannt. Ich kann durchaus verstehen, dass Wissenschaftler auf eigene Faust unter dem Radar fliegend Experimente durchführen, denn die ethischen Debatten werden wohl niemals einen Konsens erzielen. Das tun sie im echten Leben nicht, im Buch werden aber leider auch keine neuen Ansätze geliefert. Einzig die im Buch mit einbezogene Sichtweise der „sonderbegabten“ Kinder bringt etwas frischen Wind in die Angelegenheit.

    Nichtsdestotrotz hat mir die Idee des Buches sehr gefallen. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie es in der Realität wohl mit solchen „privaten Forschungsprogrammen“ steht und ob wir in unserer Leistungsgesellschaft mit „den besten Voraussetzungen“ nicht einige essentielle Punkte übersehen. Die zahlreichen Exkurse in die Biologie und die Gentechnik, die das Buch in diesem Zusammenhang vornimmt, waren mir anfangs zwar aus der Schule bekannt, im weiteren Verlauf aber durchaus spannend. Die Entwicklungen, Eingriffe und Veränderungen, die der Autor beschreibt, sind alle gut begründet und die Erklärungen gehen auf der wissenschaftlichen Ebene weit genug in die Tiefe, um die Geschichte erschreckend realistisch erscheinen zu lassen.

    Fazit:
    Die Idee des Buches ist interessant und wirkt erschreckend realitätsnah. Die Exkurse in Biologie und Gentechnik zur Erklärung der wissenschaftlichen Entwicklung haben mir gefallen. Zu Beginn ist die Geschichte außerdem spannend und die vier Handlungsstränge werden schnell vorangetrieben. Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven ist die Entwicklung der Handlung sehr dynamisch und packend. Den Höhepunkt erreicht das Buch allerdings schon kurz vor der Mitte, als alle Stränge zusammenlaufen und die Hintergründe offenbart werden. Ab dem Zeitpunkt drehen sich viele Dinge wie ethische Diskussionen und Reibereien nur noch im Kreis. Außerdem treffen die Charaktere in unterschiedlichen Konstellationen aufeinander, erfahren verschiedene wahre wie gelogene Details und spinnen sich daraus eigene Geschichten zusammen, sodass ich bald den Überblick verloren habe, wer wie viel wovon wusste und wen schon mal getroffen hatte. Insgesamt hat mich die erste Hälfte des Buches begeistert und die zweite Hälfte enttäuscht, sodass ich an „Helix – Sie werden uns ersetzen“ drei Schreibfedern vergebe.

  • Nicht gelungen

    Von: Mila Albrecht Datum: 15. November 2016

    In einer nicht gar so fernen Zukunft, oder mag es gar die Gegenwart sein? Der Kinderwunsch ist da, aber es will nicht so richtig klappen. Was tun? Welche Möglichkeiten hat man? Jetzt stelle man sich vor in eben genau dieser Situation zu stecken und während deiner Recherchen tritt jemand an dich heran und berichtet dir von einer Biotechnologiefirma die dir aus deinem Dilemma helfen kann. Doch damit nicht genug, dass dir zu deinem Wunschkind verholfen werden soll – nein – du kannst es auch ganz nach deinen Wünschen designen! Geschlecht, Aussehen und Hirn…alles ist am Computer wählbar. Helen und Greg haben diese Chance…

    Das Buch beginnt mit dem plötzlichen Zusammenbruch und Tod des US-Außenministers durch eine seltsame Virusinfektion während der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Erwähnung der deutschen Kanzlerin lässt den Schluß zu, dass wir uns zeitlich irgendwo im Jetzt befinden. Während die amerikanische Präsidentin zeigt, was Herr Elsberg von der blonden Föntolle da drüben hält ^^

    Die Perspektive wechselt häufig und es gibt nicht DEN einen Hauptcharakter. Das Buch folgt verschiedenen Handlungssträngen, die natürlich irgendwo zusammenlaufen aber eine direkte Identifikation mit den Figuren erschweren. Eben sind wir noch in München, dann wechselt das Geschehen z.B. nach Tansania oder Indien. Das ist für die Geschichte zwar wichtig und ich kann der Storyline auch gut folgen, aber andere mag das irritieren oder gar nerven.

    Jedenfalls reisen Helen und Greg nach San Diego um sich ihr Wunschkind zu designen, während in anderen Regionen der Welt Nutztiere und Pflanzen auftauchen die eigentlich nicht existieren dürften und sich als hochspezialisierte Gentechnik herausstellen, die dem gegenwärtigen Kenntnisstand um Jahre voraus zu sein scheint. Vor Ort werden dann bereits erfolgreich „gezüchtete“ Kinder beschrieben und der Vergleich mit den „X-Men“ drängt sich förmlich auf, da diese auch tatsächlich spöttisch erwähnt werden – besonders, da diese Kinder später auch wirklich übertriebene Fähigkeiten und „Superspeed“ haben… Eines dieser Kinder verschwindet dann auch passender Weise und seltsame Ereignisse nehmen ihren Lauf

    Meinung:
    Das ist auch so ein Kritikpunkt…das Buch weiss nicht so recht was es sein will. Sci-Fi…Technothriller (dafür mMn. zu langatmig). Es wird auf jeden Fall mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Gentechnik gezeigt und ein sehr überspitztes und negatives Zukunftsbild gezeichnet. Es wurde sicherlich gut recherchiert, aber dennoch ist das alles…ja wie soll ich sagen…sehr weit weg. Es tangiert mich nicht so, als dass ich mir jetzt wirklich als Leser Sorgen machen würde. Genau so wenig wie bei den X-Men. Da wurde übertrieben…
    Ja, der Autor will uns mit der Nase auf die Gefahren einer Zwei-Klassen-Gesellschaft stoßen, wenn wir normalen zum alten Eisen gehören und die Welt den ach so klugen Designerkindern gehört. Das hat Gattaca vor Jahren besser gemacht…

    …und dann der Schreibstil. Dem kann ich persönlich nicht so viel abgewinnen. Ich schreibe mir wie der Mund gewachsen ist – das ist ein persönlicher Blog und keine literarische Wunderwelt für die ihr auch noch Geld bezahlt, aber einige der Satzkonstrukte in diesem Buch lassen mich nur mit den Zähnen knirschen…

    Was bitte ist eine „völlig devastierte junge Frau“ ??? Ich meine, mir ist klar was der Autor sagen wollte…aber im deutschen? Gibt es devastiert? ich könnte jetzt googeln…aber ich vertraue meinem Bauchgefühl. Oder an anderer Stelle stand „Aus ihren Stirnporen spürte sie Schweißtropfen quellen“. WTF? Echt jetzt? Also das Lektorat hätte gerne noch einmal Hand anlegen dürfen…

    Fazit:
    Das Buch hat mich leider nicht wirklich gefesselt – ich hatte noch keinen Vorgängerband gelesen und war absolut offen für dieses Buch, aber es konnte mich nicht überzeugen und es war eine Qual mich hier hindurchzuarbeiten. Meine Rezension wäre auch etwas früher erschienen, doch mein zweites Buch vom Randomhouse.Bloggerportal hat mich einfach viel mehr gefesselt.

  • Hochbrisant, interessant und spannend!!!

    Von: Federzauber Datum: 14. November 2016

    Ein Premierminister wird ermordet. Bei der Obduktion kommt ein sehr merkwürdiger und erschreckender Fund zum Vorschein. An mehreren Orten auf der Welt gedeihen Vieh und Pflanzen außerordentlich und ungewöhnlich gut. Ein Paar mit großem Kinderwunsch wird ein besonderes Angebot gemacht.

    Merkwürdige Vorkommnisse tauchen weltweit auf. Geheimagent, Politiker und Wissenschaftler, machen sich auf der Suche nach dem Grund dieser ungewöhnlichen Ereignisse.


    Ein Wissenschafts-Thriller, mit hoch brisanten Thema. Es geht um Genmanipulation in jeglicher Form, wie weit es weltweit schon verbreitet ist und welche Auswirkungen es auf der Welt und die Menschheit haben könnte.

    Sehr gut recherchiert, schafft der Autor das Thema sehr gut rüber zu bringen und ein Gefühl damit zu geben wie weit entwickelt die Wissenschaft wahrscheinlich schon ist, ohne es der Öffentlichkeit zu offenbaren.
    Er schafft es den Leser zum Nachdenken zu bringen, zu recherchieren und darüber zu reflektieren.

    Die Geschichte nimmt im Laufe des Buches immer mehr an Fahrt an, wird rasanter und actionreicher.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Weil es etwas in mir ausgelöst hat, mich auch während meine Lesepausen beschäftigt hat und ich mit anderen Menschen, um mich herum Gespräche darüber führen wollte.

    Mich konnte der Lauf der Geschichte sehr überzeugend. Es war utopisch und doch sehr authentisch und realistisch dargestellt. so dass die Gegebenheiten auch tatsächlich so passieren könnten.
    Ebenso fand ich es sehr gut nicht nur ein Blickpunkt der Genmanipulation zu bekommen, sondern der Fokus setzt sich auf verschiedene Gebiete, wie die Genmanipulation auf Pflanzen, Tiere und auch auf Menschen.

    Ein Buch, dass ich sehr empfehlen kann, wenn man sein Horizont für brisante Themen öffnen möchte und sich Gedanken auf die Zukunft der Welt macht.

    Note: 4,5/5

  • viel erwartet - wenig bekommen

    Von: Lesetante Datum: 10. November 2016

    Ich habe mich so sehr gefreut, dass ich das neue Buch von Marc Elsberg vom Bloggerportal zugeschickt bekam, denn die ersten beiden Bücher „Blackout“ und „Zero“ fand ich fantastisch, erschreckend, real und grandios in der Recherche und Idee.

    Nun also „Helix“ – ich erwartete Großes, Überraschendes, reale Fiktion, kurz eine Anknüpfung an die ersten beiden Romane.

    Leider hat Marc Elsberg mit seinem neuen Roman meine Erwartungen so gar nicht erfüllen können, denn:

    Die Story ist nicht neu, auch nicht in der Literatur. Ich habe den gleichen Stoff vor Jahrzehnten schon bei Johannes Marius Simmer („Doch mit den Clowns kamen die Tränen“) gelesen. „Helix“ erinnerte mich sehr an diesen Roman von Simmel, der bei mir die gleiche Wirkung hatte wie Elsbergs „Blackout“.
    Irgendwie wirkt die Geschichte unausgegoren, ja sogar ein bisschen zusammen geschustert. Mir fehlt die Leidenschaft des Erzählens, der Sog, den ich von Elsberg kenne.
    Sicher ist eine Spannungskurve vorhanden und für LeserInnen, die Simmels Buch nicht kennen, ist die Geschichte bestimmt sehr gut, aber mich konnte die angedachte Spannung nicht erreichen.
    Wer ist eigentlich der Hauptpersonencast? Ist es die FBI-Agentin, die Ehefrau mit dem übergroßen Kinderwunsch, die beiden „modernen“ Kinder? Auch das ist mir nicht klar geworden.
    „Moderne“ 10-Jährige, die Helikopter fliegen und ein Staatsoberhaupt entführen – das ist mir zu abstrus und hat mit einem für mich möglichem Szenario nichts zu tun.
    Leider hat mich der neue Roman so gar nicht überzeugt. Ich habe ihn gelesen, aber damit tat ich mich schwer, denn ich wartete bis ungefähr zur Mitte auf den Moment, an dem mich der Autor mit seiner Geschichte kriegt. Von „Blackout“ kannte ich das, dass ich mich in das Buch hinein arbeiten/ -lesen musste, bevor der Funken übersprang. Und er sprang über! In „Helix“ gab es für mich leider einen Funken, insofern auch keine Zündung und das enttäuscht mich, denn ich hatte mir das wirklich gewünscht. Aber der Hälfte las ich das Buch dann nur noch, um es zu lesen. Vieles war vorhersehbar und die Geschichte riss mich überhaupt nicht vom Hocker.

    Leider und das muss ich betonen, denn ich mag die ersten beiden Bücher wirklich sehr, aber es bestätigte sich, was bei „Zero“ schon durchklang, dass es schwer werden würde, an einen Knaller wie „Blackout“ anknüpfen zu können. Ich hätte es mir und Elsberg gewünscht. Vielleicht beim nächsten Roman …

  • Helix, Marc Elsberg

    Von: Lexy´s Bücherwelt Datum: 10. November 2016

    "Fiktion oder doch nahe Zukunft? Marc Elsberg stellt die Welt der Genmanipulation auf den Kopf."


    Klappentext
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


    Cover
    Eher Schlicht! Passt aber zu 120 % zum Inhalt, wo wir beim nächsten Abschnitt wären. :)

    Inhalt
    Es ist mein erstes Buch von Marc Elsberg gewesen und ich bin sehr begeistert. Dazu muss ich sagen das mich das ganze Thema der Genmanipulationen sehr interessiert.
    Der Aufbau des Buches ist zum Anfang etwas verwirrend. Die ersten Kapitel spielen immer an anderen Schauplätzen und anderen Charakteren die sich erst zum ende hin zusammenfügen. Da brauch man etwas Geduld bis man alle Szenarien im Kopf behalten hat. Es trägt aber nichts negatives zur Story bei.
    Die ersten Kapitel gestalteten sich bei mir etwas zeh. Ab der hälfte des Buches habe ich die Story jedoch in mich aufgesogen wie ein Schwamm das Wasser.
    Im Hinterkopf hatte ich immer eine Welt die genauso enden könnte wie Marc Elsberg es in diesem Roman versucht zu schildern.

    Manche scheuen sich vielleicht dieses Buch zu lesen weil sie Angst haben das sie sich in der Genetik auskennen müssten. Dies ist bei Helix nicht der Fall. Sicher brauch man ein paar Kapitel um in die Story rein zukommen und vielleicht muss man ein paar Begriffe nachschlagen. Im großen und ganzen ist es aber überschaubar.

    Mein Fazit: Ein durchaus zu Empfehlender Titel.
    Ich gebe 5 von 5 Sternen

    Ein großes Dankeschön auch an den Blanvalet Verlag für dieses tolle Leseexemplar!

  • Helix - Sie werden uns ersetzen, Marc Elsberg

    Von: Raven Cooper Datum: 10. November 2016

    Was würdest du tun, hättest du die Wahl zwischen genetischer Induvidualität und genetischer Genialität?

    Titel: Helix - Sie werden uns ersetzen
    AutorIn: Marc Elsberg
    Verlag: Blanvalet
    Seitenzahl: 646 Seiten
    Preis: 22,99 €
    Sprache: Deutsch
    Genre: Thriller
    Reihe: Einzelband

    Klappentext
    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

    Inhalt
    Als der US-Außenminister bei einem Besuch in München auf mysteriöse Weise stirbt, gerät alles aus dem Ruder. Auf dem Herzen des Außenministers wird bei der Obduktion ein seltsames Zeichen gefunden - ein Skelettkopf. Zur gleichen Zeit finden Wissenschaftler in einer Gegend in Brasilien, Tansania und Indien Mais und Tiere, die besser sind als andere. Während der Mais und die Tiere in der Umgebung verkommen, gibt es dort größere Bestände als sonst irgendwo. Genetisch verändert. Verbessert. Doch das ist nicht das einzige. Helen und Greg stehen vor ihrer einzigen Chance, ein Kind zu bekommen, als ihnen der Arzt die Option eröffnet, dass sie ihr Kind optimieren können. Mithilfe von Gentechnik können sie ihr Kind hochbegabte Gene geben, talentiertere. Doch ob es damit richtig vorgeht? Jessica ist derzeit im weißen Haus angekommen und wird zur Leiterin der Taskforce erklärt, die den Mord an dem Außenminister untersucht. Kann sie dn Fall aufklären oder steht sie vor einem unlösbaren Rätsel? Und was hat es mit dem genveränderten Mais auf sich? Macht er die Menschen krank? Oder ist das doch einfach nur ein Naturphänomen?

    Cover
    Das Cover passt zu dem Buch wie die Faust aufs Auge und hebt sich wunderbar davon ab. Der Name passt genauso. Da das Buch etwas mit Genetik zutun hat, passt der DNA-Doppelhelix ebenso gut und der Name Helix passt deswegen auch dazu. Die Fabe Gelb hebt sich wunderbar von dem Schwarz ab und auch die gräulichen Highlights passen wunderbar dazu, da dies ein wenig wie Codierung aussieht.

    Meinung
    Helix ist wirklich ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ist das hier wirklich nur Fiktion oder hat Marc Elsberg eine Realität beschrieben, die vielleicht in zehn bis zwanzig Jahren da ist? Bereits jetzt wird Genforschung betrieben. Es macht ein wnig Angst, wenn man sich dem Bewusst wird und das hat dem Buch einen weiteren Kick verliehen.

    Fazit
    Das Buch ist Spannung Pur. Zumal wir gerade in der Schule das Thema Genetik durchnehmen, kann man dabei auch was lernen und für den wunderschönen Kugelschreiber noch einmal ein riesiges Dankeschön an Bloggerportal! Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne!


    Der Link zu einem Interview mit Marc Elsberg zu seinem Buch Helix:

    Interview mit Marc Elsberg zu Helix - Sie werden uns ersetzen

  • Von: Albrecht Andres Datum: 05. November 2016

    erstaunlich fix gelesen

  • Bald schon beängstigende Realität oder definitiv Fiktion?

    Von: Mel Bücherwurm Datum: 04. November 2016

    "Helix - Sie werden uns ersetzen" ist ein sehr gelungener Politthriller. Da mir die vorherigen Thriller von Marc Elsberg sehr zusagten, freute ich mich auf einen erneuten Lesegenuss des Autors. Meine Vorfreude wurde nicht getrübt, denn ich war vom Anfang bis Ende absolut gefesselt von Worten und Geschehnissen innerhalb der Story. Mich hat es völlig überrumpelt, wie nah es mir ging, das Kinderlosigkeit Menschen über Grenzen gehen lässt, die so hoffentlich nie eintreten werden, Ein Kind sollte niemals einfach nur designed sein, sondern genetisch so entstehen, wie es vorgesehen ist. Eine beängstigende Fiktion wie ich hoffe, denn in den Plan des Schöpfers einzugreifen empfand ich als sehr verwerflich. Absolut gelungen und für mich reichlich Raum zum Nachdenken. Die Strafe folgt auf dem Fuß, denn wer sich Geschöpfe schafft, die perfekt erscheinen sollen und ohne Makel, könnte sich auch Monster schaffen, denen Gefühle wie Liebe oder Mitleid völlig fremd sind. Empathie? Keine Spur davon. Es zeigt sich eher, das Experimente an DNA nicht nur die genetischen Anlagen verbessert, sondern die Designerkinder zu Außenseiter machen wird. Mich hat es einerseits fasziniert, auf der anderen Seite sehr abgestoßen. "Helix - Sie werden uns ersetzen" ist gigantisch und eine echte Leseempfehlung wert. Ich flog förmlich durch die Seiten und gönnte mir kaum Pausen zum Atemholen. Die Story hat mich regelrecht umgehauen. Noch jetzt ein paar Tage nach Beenden des Politthrillers fühle ich leichten Grusel und erhoffe mir, dass es nur Fiktion bleibt und sich niemals zur grausamen Realität entwickelt.

    Die Protagonisten in "Helix - Sie werden uns ersetzen" sind so gezeichnet, dass sie entweder sympathisch oder unsympathisch erscheinen. Mir hat gefallen, wie nah sie mir als Leserin gekommen sind. Als Mutter von drei Kinder ist mir natürlich bewusst, wie stark ein Kinderwunsch ausgeprägt ist und wie unvollständig man sich als Ehepaar fühlt, wenn eine Schwangerschaft trotz aller Bemühungen ausbleibt. Mir ist bewusst, dass man seinen Verstand ausschaltet und sich nur Schmerz und Hoffnung hingeben könnte, sollte man ein solches Angebot bekommen, wie in diesem Buch beschrieben. Als Außenstehende finde ich es dennoch mehr als verwerflich. Es hat mich mitunter überfordert. "Helix - Sie werden uns ersetzen" wird viel Raum für Diskussionen bieten und wird hoffentlich so viel Erfolg beim Verbreiten und Verkauf haben, wie es verdient ist. Ich habe lange schon nicht mehr einen Thriller gelesen, der völlig unblutig und ohne Psychosen dargestellt wird und dennoch ganz viel Raum zum Gruseln und Fürchten lässt. Die Ereignisse überschneiden sich förmlich und werden hinterher wie Puzzlestücke aneinandergefügt. Es ist unvorstellbar grausam und dadurch fesselnd, denn es zeigt sich wie gehabt, dass es nicht straffrei bleiben wird, wenn man die Pläne der Schöpfung zu durchkreuzen versucht. Niemand sollte Schöpfer spielen, denn es wird nur nach hinten losgehen, was im Thriller sehr verdeutlicht wird. Dies aufzuzeigen war sicherlich nicht die Absicht des Autors, aber meine eigene Interpretation als gläubiger Mensch.

  • Ein Buch zum nicht mehr aus der Hand legen

    Von: Sarahs Bücherregal Datum: 02. November 2016

    Nach dem Tod des US-Außenministers auf einer Münchener Konferenz wird bei seiner Obduktion eine seltsame Veränderung am Herzen festgestellt, die auf Bioterrorismus hindeutet. Gleichzeitig wird in Afrika einer Art superresistenter Mais entdeckt, in Indien hochgradig weiterentwickelte Ziegen. In den USA versuchen Helen und Greg schon lange ein Kind zu bekommen. Als sie sich für künstliche Befruchtung entscheiden, bekommen sie das Angebot, die genetischen Anlagen ihres Kindes zu verbessern. Irgendjemand scheint weiter zu sein bei der Manipulation von Genen, als bisher bekannt war, doch wer und wie hängst das alles zusammen? Jessica Roberts leitet die Task Force, die den Mord am Außenminister aufklären soll und muss das Puzzle langsam zusammensetzen.
    Mit „Helix“ ist Marc Elsberg ein herausragender und spannender Thriller gelungen, der sich problemlos mit seinem Bestseller „Blackout“ messen kann. Obwohl das Thema sehr kompliziert ist, schafft Elsberg es, dem Leser die Problematik der Genmanipulation und Genforschung auf leichte Art nahezubringen und stellt gleichzeitig die großen moralischen Fragen. Wenn man so weit ist, solche bahnbrechenden Dinge entwickeln kann, wer soll dann Zugang dazu haben? Was ist dann noch Gerechtigkeit und welche Menschen sind dann noch die „wahren“ Menschen, wenn es moderne und optimierte Kinder mit herausragenden Fähigkeiten und schneller fortschreitender Entwicklung gibt? Was genau definiert denn eigentlich ein Kind? Ist es nur das Alter in Jahren oder auch sein Entwicklungsstand? All diese Fragen verpackt Elsberg in eine unfassbar spannende und mitreißende Story mit Charakteren, die es einem nicht immer einfach machen. Doch Elsberg lässt kein einfach Urteil zu, er macht es dem Leser nicht leicht und teilt sein Personal in gut und schlecht ein. Die Forscher macht er gerade nicht zu Frankenstein- Erschaffern, sondern lässt auch ihre Perspektive sprechen und ihre Argumente für die geschafften Entwicklungen ihren Raum haben.
    Obwohl die beschriebenen Entwicklungen für uns gerade noch wie Zukunftsmusik scheinen, sind die damit verbundenen Fragen hochaktuell und nicht zu unterschätzen. Unser Menschenbild könnte sich in der Zukunft dramatisch verändern und die Frage bleibt, was wir als Grundlagen empfinden, auf denen unser Zusammenleben basieren sollte. Schon heute haben wenige Produzenten die Kontrolle über einen Großteil der Nahrungsmittelproduktion, wie die vergangene Übernahmedebatte von Monsanto durch Bayer gezeigt hat. Schafft die Weiterentwicklung von Nahrungsmitteln mit Genmanipulation nun mehr Gerechtigkeit durch mehr Nahrung oder mehr Ungerechtigkeit, indem nicht jeder Zugang zu weiterentwickeltem und produktiverem Saatgut hat? All diese Fragen reißen das Problem zumindest an, wenn sie es auch nicht allumfassend beschreiben können.
    Marc Elsberg schafft es, all diese Probleme realistisch zu beschreiben, ohne eine trockene Abhandlung vorzulegen. Er hebt die Debatte auf eine fiktionale Ebene, die es dem Leser leicht macht, die Problematik zu verstehen, ohne ihm vorgefertigte moralische Lösungen zu präsentieren. Für mich war „Helix“ ein absolut außergewöhnlicher Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

  • Von: Doris Oberauer Datum: 02. November 2016

    All diese Erzählstränge fließen zusammen und bilden ein sehr beängstigendes Finale!! Wie immer sehr packend! Dieser Thriller regt auf alle Fälle zu Diskussionen an!! Hat mir sehr gut gefallen!

  • Helix sie werden uns ersetzen

    Von: Manuela Hahn Datum: 01. November 2016

    Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer Bäuerin, während auf den Nachbarfeldern die Ernte von Schädlingen vernichtet wird und in den USA wird einem kinderlosen Ehepaar das Angebot gemacht, mittels Gentechnologie ein sonderbegabtes Kind zu bekommen.

    Meine Meinung:
    Klingt spannend, ist es auch, aber es ist auch ein sehr schwieriges Buch, viele Personen die alle eine wichtige Rolle spielen und sehr viele wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen die die volle Konzentration beim Lesen erfordern und man muss dran bleiben am Buch, immer mal nur ein paar Seiten kurz vorm Schlafen gehen, geht nicht dafür ist es zu kompliziert, das wird aber ein bisschen ausgeglichen durch den flüssigen Schreibstil Marc Elsbergs und die recht kurzen Kapitel.
    Der Autor entwirft ein erschreckendes Szenario, bei dem ich immer hoffte das es soweit niemals kommen wird, mir aber gleichzeitig klar ist, das die Wissenschaft alles tut was in ihrer Macht steht um es Wirklichkeit werden zu lassen und dabei wird sie von der Politik und den Wirtschaftmächten nach Kräften unterstützt.
    Ich hatte leider zeitweise das Gefühl das der Autor ein Grundwissen bezüglich der Thematik voraussetzt, das zumindest bei mir nicht gegeben war, so das ich doch das eine oder andere Mal versucht war Google zu befragen, das habe ich mir aber verkniffen, ich erwarte bei Unterhaltungsliteratur das sie doch zum größten Teil selbsterklärend ist, auch wenn es sich um so ein komplexes Thema handelt.
    Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, mein Wissen hat im Nachhinein wohl doch gereicht.
    Ich gebe für das Buch gerne eine Leseempfehlung.

  • Spannung trifft auf Wissenschaft.

    Von: buecherkompass Datum: 01. November 2016


    ZUM AUTOR

    Marc Elsberg, 1967 in Wien geboren, war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Mit seinen internationalen Bestsellern Blackout und Zero machte er sich einen Namen als Meister des Science-Thrillers. Beide Werke wurden von bild der wissenschaft mit dem Titel Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet und machten den Autor zu einem gefragten Gesprächspartner in Politik und Wirtschaft.

    Mit Helix bringt Marc Elsberg einen weiteren Gesellschaftsthriller auf den Markt und greift ein hochaktuelles Thema auf.

    ZUR GENTECHNIK

    Gentechnik ist ein zentraler Bestandteil unserer Lebenswelt. Ob bei Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten, Reinigungsmitteln, Biokraftstoffen oder Pflegemitteln: das Thema Genmanipulation ist omnipräsent. Dabei scheint der Begriff Gentechnik häufig negativ konnotiert.

    Marc Elsberg greift die Thematik auf und regt seine Leser zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Gentechnik an.

    INHALT

    Während seiner Rede in München bricht der US-Außenminister plötzlich leblos zusammen. Bei der Obduktion offenbart sich Unfassbares. Auf dem Herzen des Außenministers zeichnen sich seltsame Flecken ab. Der Seuchenschutz greift ein und unterzieht den Ministerstab einer gründlichen Untersuchung. Eine Verbreitung des Killervirus ist nicht auszuschließen.

    Zugleich entdecken Mitarbeiter eines europäischen Chemie- und Biotechkonzerns immens hochentwickelte Genmanipulationen an Organismen in Brasilien, Indien und Afrika. Die an Baumwolle, Ziegen und Mais vorgenommenen Manipulationen sind dem derzeitigen Stand der Wissenschaft um Jahre voraus. Die Quelle der Entwicklungen: unbekannt.

    Ein Paar Ende dreißig kann auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen und lässt sich von einem Arzt dazu ermuntern, eine Einrichtung in San Diego aufzusuchen. Hier wachsen Wunderkinder auf, die normalen Kindern haushoch überlegen sind. Auch Helen und Greg könnten ein sonderbegabtes Kind bekommen. Was sie nicht wissen: Eines der Kinder ist bereits vor einigen Tagen verschwunden.

    Und plötzlich häufen sich die sonderbaren Ereignisse.

    MEINUNG

    Mit Helix greift Marc Elsberg ein Thema auf, das uns alle betrifft. Zugleich ist der Thriller vom ersten Satz an packend. Als Leser steigt man direkt in die Handlung ein, gerät in einen Strudel aus Ereignissen und ist hin und hergerissen zwischen dem Pro und Contra der Gentechnik.

    Marc Elsberg verfügt über einen prägnant Schreibstil. Er schweift nicht in die Welt der Worte ab, sondern konzentriert sich vielmehr auf das was zählt. Zugleich sind seine Begriffe gut gewählt und verleihen der Geschichte ihre ganz eigene Atmosphäre.

    Das Buch ist neun Teile aufgegliedert, wobei jeder Teil jeweils einen weiteren Tag im Geschehen darstellt. Von Kapitel zu Kapitel springt man beim Lesen zwischen den Perspektiven der unterschiedlichen Protagonisten hin und her, sodass man einen zunehmend umfassenden Einblick in den Gesamtzusammenhang erhält.

    Als Wissenschaftsthriller war Helix für mich nicht nur spannend bis zum Schluss, sondern zudem besonders lehrreich. Im Vorfeld des Schreibprozesses hat Marc Elsberg sich umfassend mit der Thematik Gentechnik befasst und sein Wissen durch Gespräche mit Experten ergänzt. Dies kommt den Lesern nun zugute.

    Marc Elsberg regt bewusst zum Nach- und Weiterdenken an. Für mich war die Lektüre seines Buches eine absolute Bereicherung. Fünf Sterne von mir, für einen Gesellschaftsthriller, aus dem sicher jeder etwas für sich herausziehen kann.

  • Helix - Sie werden uns ersetzen

    Von: Seehase1977 Datum: 01. November 2016

    Zum Inhalt:
    Bei einem Staatsbesuch in München bricht der US-Außenminister urplötzlich zusammen und stirbt. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein ungewöhnliches Zeichen gefunden. Was hat es damit auf sich? Ist der US-Politiker an einem Virus gestorben? Außerdem entdecken Wissenschaftler in Indien, Afrika und Südamerika Tiere und Nutzpflanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die es eigentlich so nicht existieren können. Zeitgleich wenden sich Helen und Greg an eine Kinderwunschklinik, da die beiden auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Dort bekommen sie ein ungewöhnliches Angebot. Sie haben die Möglichkeit ihr Wunschkind nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen „zusammenzustellen“. Ein sonderbegabtes Kind, das es einmal leichter haben wird in der modernen und schnelllebigen Welt zu bestehen. Eines dieser bereits existierenden besonderen Kinder verschwindet und die Behörden müssen sich die Frage stellen, ob das Verschwinden mit den sonderbaren Ereignissen rund um die Welt in Zusammenhang steht…

    „Helix“ von Marc Elsberg war zugegebener Maßen mein erstes Buch des Autors, in welchem die Themen Gentechnologie und Ethik eine besonders große Rolle spielen. Elsberg hat einen hochkomplexen und anspruchsvollen Plot kreiert, der es mir anfangs schwer machte, in die Story zu finden. Unkonzentriert oder unter Ablenkung ist es schier unmöglich, der Handlung zu folgen und die vielen gut recherchierten Informationen zu verstehen und zu verarbeiten. Marc Elsberg hat einen tollen und flüssigen Schreibstil, sein Buch ist unterteilt in mehrere Handlungsstränge, die jeweils in kurze und spannende Kapitel unterteilt sind. Jessica, die US-Stabsmitarbeiterin und ihr Team wollen den mysteriösen Tod des US-Außenministers aufklären und entdecken „New Garden“, eine geheime Area, in der Wissenschaftler außergewöhnliche und mehr als hochbegabte Kinder „züchten“. Dort trifft der Leser dann auch das Paar Helen und Greg wieder, die sich für solch ein Kind interessieren und kurz vor einer künstlichen Befruchtung stehen. All diese Handlungsstränge führen zu einem spannenden und erschreckenden Szenario und doch waren mir manche Szenen und Handlungen etwas zu unglaubwürdig und konstruiert. Dennoch bleibt die Frage: Wie weit würde man selbst gehen, wenn man die Chance hätte sein Kind nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen schaffen?

    „Helix“ von Marc Elsberg ist ein hochkomplexer und intelligent geschriebener Wissenschafts-Thriller, der dem Leser seine ganze Aufmerksamkeit abverlangt und kaum Luft zum Atmen lässt. Ein nicht einfach zu lesendes Buch mit erschreckenden Zukunftsvisionen. Für mich war das alles manchmal etwas zu viel, dennoch gibt es von mir eine Leseempfehlung, vor allem für all diejenigen, die solche komplexen Wissenschafts-Thriller lieben.

  • Erschreckende Visionen oder doch bereits Realität?

    Von: Elke Heid-Paulus Datum: 01. November 2016

    Der Wiener Autor Marc Elsberg schreibt Thriller und wurde für seine beiden Veröffentlichungen „Black Out“ und „Zero“ von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ ausgezeichnet. Die Themen, die er behandelt, sind vielfältig, ob das nun die dubiosen Machenschaften der Energiebranche sind oder die Totalüberwachung durch staatliche Stellen, stets ist es der wissenschaftliche Fortschritt, der zum Schaden der Menschheit von skrupellosen Individuen und Organisationen missbraucht wird. Nun also „Helix – Sie werden uns ersetzen“, der neueste Roman aus der Feder Elsbergs. Und hier behandelt er, wie bereits der Titel vermuten lässt, ein brisantes Thema. Es geht um Veränderungen im Erbgut, die in der Retorte erzeugt werden, spätestens seit Klon-Schaf Dolly sowie der Debatte um Monsanto-Saatgut ein Thema, das informierten Lesern einen Schauer über den Rücken jagt. Und vielleicht ist die Forschung hinter verschlossenen Labortüren ja bereits viel weiter, als wir es uns vorstellen können.

    Von dieser Annahme geht auch Marc Elsberg in „Helix“ aus und entwickelt aus verschiedenen Handlungssträngen ein schreckendes Zukunftsszenario. Dabei schreibt sehr realitätsnah und immer auf der Höhe der aktuellen Forschung im Genetik-Bereich, allerdings sollte der Leser, wenn er denn die theoretischen Einschübe verstehen möchte, ein gewisses Maß an naturwissenschaftlichem Basiswissen mitbringen. Aber auch wenn dieses nicht vorhanden ist, bietet „Helix“ spannende Unterhaltung. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge und die schnell wechselnden Perspektiven legt der Autor ein hohes Tempo vor und hat einmal mehr einen rasanten Pageturner abgeliefert, der den Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt.

  • Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

    Von: Yvis Leseecke Datum: 31. Oktober 2016

    Meine Meinung:
    Ich fand den Schreibstil des Autor einfach super. Generell bin ich nicht so ein Mega Fan von so "Verschwörungstheorien" und Büchern dazu. Aber hier hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Ich wurde mit diesem Buch nicht enttäusch. Der Autor hat einen einfachen Schreibstil und beschreibt nichts "tot". Es fallen zwar auch ein paar Fachbegriffe, aber diese werden immer sehr gut, kurz und knapp erläutert oder es sind solche die eigentlich geläufig sind. Das zeigt auch wie intensiv der Autor für dieses Buch recherchiert hat.

    Besonders gut hat mir der Wechsel der verschiedenen Personen.Perspektiven gefallen. Dadurch wurde es nie langweilig. Jedoch ist dadurch auch schwierig sich auf einen zu 100 % zu fixieren und ich konnte nicht bei allen Charakteren mitfiebern.

    Die Thematik regt natürlich zum Nachdenken an und ist wahnsinnig komplex.

    Ich konnte das Buch super schnell lesen, musste aber auch immer sehr Aufmerksam dabei sein, da es eben doch komplexer ist. Das jedoch war kaum ein Problem weil es eben auch super spannende war. Ich habe mich hier zu keiner Zeit gelangweilt. Das hat man aber auch vor allem den kurzen Kapiteln zu verdanken, die das Buch so dynamisch machen. Aber auch durch diesen Wechsel von Fachlichen, Wissenschaflern und "normalen" Menschen mit Kinderwunsch etc.

    Was ich aber überhaupt nicht mochte und warum ich einen Punkt abgezogen habe, war die Geschichte um die Polizistin Jessica. Sie versucht Ihrer Arbeit nach zu gehen und dadurch gibt es natürlich Eheprobleme. Das leist man halt in 90 % von allen Thrillern oder Krimis. Ich finde das vermittelt immer ein ganz komisches Bild, als ob man Karriere und eine gut laufende Ehe nie haben könnte.

    Fazit: Sehr spannend und ein tolles Thema, welches den Leser durchaus fordert.

  • HELIX. Sie werden uns ersetzen

    Von: gosureviews Datum: 31. Oktober 2016

    Nach "Blackout" ist "Helix" der zweite Roman von Mark Elsberg, den ich gelesen habe, der allerdings nicht an sein Debüt heranreicht. Gerade das zugrundeliegende Themengebiet, mit dem sich dieser Roman beschäftigt, war für mich schon immer sehr interessant. Beim Lesen der Lektüre merkt man gleich, dass sich der Autor eingehend mit der Thematik rund um die Gentechnologie beschäftigt hat. Elsberg stellt hier eine gut recherchierte Zukunftsvision auf, die in Teilen gar nicht mehr so „zukünftig“ ist, sondern schon in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gefunden hat. Verpackt hat er dies in eine über weiten Strecken doch spannende Handlung, der es aber leider an Tiefe fehlt.
    Der Hauptgrund, warum man nur schwer in die Geschichte findet und keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann, ist, dass es sehr viele kurze, sprunghafte Kapitel gibt, die abrupt in eine vollkommen andere Erzählperspektive hineinspringt. Teilweise ist ein Kapitel nicht einmal eine Seite lang. Dies stört den Fluss der Geschichte ungemein. Hat man sich gerade zurecht gefunden bei welcher Person man gerade ist, wird man schon wieder in eine neue Szene hineingezerrt. Ich komme auf ca. sieben Seiten pro Kapitel. Aber auch innerhalb etwas längerer Kapitel kommt es zu abrupten Sprüngen.
    Zwar führt dieser Stil dazu, dass die Handlungen nie wirklich langweilig werden, allerdings überwiegen hier die Nachteile. Die Geschichte an sich ist verständlich dargestellt und vermittelt gerade im technischen Bereich einen leicht verständlichen Überblick. Hatte auf mich allerdings nicht den gleichen Einfluss wie zum Beispiel Blackout.
    Fazit:
    Ein durchaus unterhaltsamer Thriller, mit einem interessanten Themengebiet. Jedoch sollte man in der Lage sein sich schnell innerhalb vieler Handlungsstränge orientieren zu können.

  • Fluch oder Chance?

    Von: Hirilvorgul Datum: 31. Oktober 2016

    Das Thema Gentechnik beschäftigt uns schon länger. Bisher stand ich dem recht aufgeschlossen gegenüber (und das hat sich auch nach der Lektüre nicht geändert), da ich in ihr durchaus viele positive Aspekte sehe: Kampf gegen Hunger und Armut, die Chance, bisher unheilbare Krankheiten zu besiegen – um nur zwei Punkte zu nennen.
    Elsberg wäre nicht Elsberg, würde er uns nicht noch ganz andere Aspekte vor Augen halten. Wie immer entwickelt er aus einem eigentlich alltäglichen Szenario (kinderlose Paare wählen den Schritt der künstlichen Befruchtung) eine Horrorvision unserer Zukunft. Wobei: ist es wirklich eine Horrorvision? Oder eine große Chance? Die Frage bleibt am Ende offen, denn natürlich hat der Autor keine allgemeingültige Antwort darauf. So wirft er uns in eine Handlung, in der wir mitfiebern, voller Staunen die Augen aufreißen, die Stimmung von Angst zu Hoffnung wechselt und wieder zurück. Das alles erzählt der Autor in seiner eher sachlichen Art, die gerade so unheimlich viel Spannung aufbaut. Das ist kein reißerischer Roman, der nach Effekten hascht, sondern eine Szenario, dass der Leser dem Autor sofort abnimmt. Da man bei Elsberg auf sehr gute Recherche vertrauen kann, erübrigt sich auch das nebenher selbst im Internet nach Informationen suchen (erst jetzt, nachdem ich das Buch weggelegt habe, werde ich noch ein oder zwei Begriffe nachschlagen), sondern man eilt von Seite zu Seite, um am Ende sehr nachdenklich zurückzubleiben. Mich beschäftigt vor allem ein Gedanke: wird die Menschheit irgendwann reif genug sein, für ihre eigenen Fähigkeiten? Auch darauf gibt der Autor nicht direkt eine Antwort. Die indirekte am Ende des Romans macht nicht allzu viel Hoffnung.

    Einziger wirklich minimaler Kritikpunkt: die stellenweise unprofessionelle Vorgehensweise der Ermittler, die man ihnen aber vielleicht angesichts der Umstände nicht mal zum Vorwurf machen kann.

    Dieser Roman wird, wie seine Vorgänger, für viel Diskussionsstoff sorgen. Gut so. Nicht nur Lesern, die an wissenschaftlichen Themen interessiert sind, lege ich dieses Buch ans Herz, sondern alle, die sich um die Zukunft der Menschheit Gedanken machen. Was können, was sollen, was dürfen wir im Namen der Wissenschaft tun? 5 Sterne trotz meiner minimalen Kritik, denn keiner öffnet uns die Augen so gut, wie Elsberg und regt zum Nachdenken an, ohne den Zeigefinger zu heben. Vielmehr zeigt er Pro und Contra aus verschiedensten Blickwinkeln auf und fordert den Leser auf, sich selbst zu entscheiden. Keine Unterhaltungslektüre, aber spannend bis zur letzten Zeile.

    Fazit:
    Gentechnik – Fluch oder Chance? Elsberg gibt keine Antwort, aber viel Stoff zum Nachdenken. Unbedingt lesen!

  • Grauenerregend realistisch, aber fesselnd

    Von: Gwees Bücherwelt Datum: 30. Oktober 2016

    Optisch hält sich der Roman sehr zurück und fällt trotzdem auf, vielleicht gerade wegen dieser Zurückhaltung. Der angedeutete DNA-Strang als Titel ist auf jeden Fall ein origineller Blickfang. Innen ist das Buch typographisch sehr angenehm gestaltet und vor allem die vielen kürzeren Kapitel und Abschnitte laden zum Weiterlesen ein. Die Kurzbeschreibung ist zwar recht lang, aber dennoch – oder gerade deswegen – Interesse weckend und verrät nur die Ausgangspunkte der Geschichte.

    Der Roman hält sich nicht mit langen Erklärungen auf, sondern springt sofort ins Geschehen. Der Außenminister ist tot. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Geschehnisse, die noch kommen. Das Thema Gentechnik wird hier auf sehr interessante Art verarbeitet und hinterlässt bis zum Schluss ein beklemmendes Gefühl und weckt grausige Horrorvisionen für die Zukunft. Hier werden viele Plotstränge vermischt, die an verschiedenen Orten auf der Welt spielen und auf den ersten Blick nur eines miteinander zu tun haben, das große Thema Gentechnik. Diese Plotstränge werden hier raffiniert verwoben und bieten trotz einem ruhigen Erzähltempo viel Spannung und eine rasante Handlung. Bis zum Schluss bleibt die Handlung undurchsichtig, dann sogar noch mehr als zuvor. Vor allem wie geschickt die verschiedenen Handlungen verknüpft werden, ist wirklich bemerkenswert. Gentechnik ist ein Thema, das schon heute Menschen verschreckt und nervös macht, aber die Szenarien, die in dem Roman beschrieben werden, wirken so realistisch, dass alles davon bereits möglich sein könnte. Vor allem die Designerkinder finde ich eine wirklich gruselige Vorstellung. Auch die Entwicklungen an sich sind nachvollziehbar und auch für Laien, die mit vielen der fachspezifischen Begriffe nicht vertraut sind, leicht verständlich. Am Ende lässt der Roman einen vor allem aufgewühlt zurück. Das eher offene Ende ist dabei auf positive Art provokant.

    In „Helix“ gibt es sehr viele Charaktere, die sogar ab und an Perspektivträger sein dürfen. Die wichtigsten sind aber vermutlich Jessica und Helen, die den größten Anteil an der Geschichte haben. Beides sind Frauen, die man vielleicht nicht unbedingt mögen muss, aber vor allem authentisch reagieren. Vor allem Jessica war eine sehr angenehme Figur, mit der man sehr leicht mitfühlen kann. Helen wiederum ist in einer Situation, die vermutlich keiner von uns nachfühlen kann, aber dennoch war für sie auch immer Verständnis da, auch wenn ich ihr Verhalten deswegen nicht unbedingt gebilligt habe. Generell wirken alle Charaktere wie Menschen von der Straße und sind gerade durch die spärliche Charakterausschmückung, die dem Schreibstil sehr entgegen kommt, glaubwürdig.

    Dieser ist sehr sachlich und aufs notwendigste beschränkt. Es gibt keine ewigen Gedankenmonologe oder poetisch anmutende Beschreibungen. Stattdessen erzählt Elsberg direkt und ohne Umschweife. Er kommt auf den Punkt, was gerade in diesem Roman eine Notwendigkeit ist, um das Thema in den Vordergrund zu rücken, was ihm auch gut gelingt. An manchen Stellen waren die Absätze unangenehm lang und erstreckten sich manchmal auch über mehr als eine Seite, aber dies wird von den häufigen Perspektivwechseln wieder ausgeglichen.

    „Helix“ ist in summa ein Roman, der einen noch lange zu beschäftigen weiß und nachdenklich macht. Das Thema ist hochaktuell, heikel und konfliktgeladen und bietet damit den perfekten Stoff. Zudem werden hier die verschiedensten Arten wie Gentechnik eingesetzt werden könnte, kombiniert, wodurch ein noch eindrucksvolleres Bild entsteht. Dies war mein erstes Buch von Elsberg und die vielen positiven Meinungen, die man über den Autor hört, kann ich nur bestätigen. Ihm ist hiermit ein wirklich gutes Werk gelungen. Dennoch muss ich sagen, dass mir bis zum Ende hin das gewisse Etwas gefehlt hat.

    Fazit:
    Dieser Roman hat durch die brisante Themenwahl und sachlich gute Umsetzung das Potenzial dazu, ein neuer Bestseller zu werden. Das Tempo ist zwar eher mäßig gehalten, dennoch möchte man bis zum Schluss weiterlesen.

    Gesamt: 4/5

    Inhalt: 4/5
    Charaktere: 4/5
    Lesespaß: 4/5
    Schreibstil: 5/5

  • Wieder ein sehr empfehlenswerter Science-Thriller mit topaktuellem Thema

    Von: moni2506 Datum: 30. Oktober 2016

    Helix von Marc Elsberg ist ein Science-Thriller, in dem es um Genmanipulation an Pflanzen, Tieren und letztendlich auch Menschen geht. Erschienen ist der Roman Ende Oktober 2016 im blanvalet-Verlag.

    Auf einer Sicherheitskonferenz in München sackt der US-Außenminister plötzlich leblos zusammen und stirbt. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein ungewöhnliches Zeichen entdeckt. Was ist das für ein Virus? Und warum stirbt nur der Außenminister daran?
    Gleichzeitig werden auf der ganzen Welt Tiere und Nutzpflanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften gefunden, die es eigentlich nicht geben kann.
    Helen und Greg wollen Eltern werden. Kurz vorm Einsetzen der befruchteten Eizellen erhalten Sie ein ungewöhnliches Angebot. Wenn sie möchten, können sie ihren Nachwuchs nach ihren Vorstellungen gestalten und zu Wunderkindern machen, die in der modernen Welt viel konkurrenzfähiger sind als normale Kinder.
    Eines der dort schon hervorgebrachten sonderbegabten Kinder verschwindet und mit der Zeit ergeben sich Hinweise, dass all die außergewöhnlichen Ereignisse einen Zusammenhang haben...

    Auch mit Helix ist dem Autor Marc Elsberg wieder ein spannender und äußerst interessanter Science-Thriller gelungen. Wie auch schon bei Zero oder Blackout wurde hervorragend recherchiert. Das Thema der Genmanipulation, wie sie in diesem Thriller beschrieben wird, ist topaktuell. Wenn man einige der Begriffe, die im Buch auftauchen, googelt, findet man hierzu sehr aktuelle News, die dem entsprechen, was Marc Elsberg in seinem Roman erzählt.
    Der Autor geht aber noch über die heutigen Möglichkeiten hinaus (hoffentlich zumindest) und erschafft ein erschreckendes Szenario, was mit der im Buch beschriebenen Technik alles möglich sein könnte. Hierbei lässt er aber auch nicht aus, dass es durchaus auch positive Effekte geben könnte.
    Der Schreibstil hat mir durchweg sehr gut gefallen und war gut und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und die Szenen werden schnell gewechselt, so dass die Spannung durchgehend aufrecht erhalten wird und der Roman sehr temporeich ist. Hierzu tragen auch immer wieder kurze und prägnante Sätze bei.
    Mit dem Thema Genmanipulation hat sich Marc Elsberg ein sehr komplexes und schwieriges Thema ausgesucht. Die Zusammenhänge werden auch für Laien verständlich dargestellt, so dass ich dem Geschehen jederzeit folgen konnte und auch das Gefühl hatte, das Gelesene verstanden zu haben, auch wenn man natürlich davon ausgehen muss, dass hier einiges vereinfacht dargestellt wurde.
    Wie ich in einem kürzlich erschienen Interview auf kurier.at gelesen habe, wäre der Autor auch einer Verfilmung seiner Bücher nicht abgeneigt. Ich finde ja durchaus, dass man das auch merkt, wenn man seine Bücher liest. Zum Ende hin wird es doch immer sehr action- und ereignisreich und ich könnte mir alle Bücher sehr gut als Film vorstellen.
    Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die ich an diesem Roman nicht ganz so gelungen fand. Zum einen dachte ich mir an einem Punkt, so doof kann die Person doch jetzt nicht sein. Immerhin weiß diese Person, dass es sich um ein Wunderkind mit weit überdurchschnittlichen Fähigkeiten handelt.... Zum anderen fand ich das kleine Techtelmechtel zwischen der Hauptermittlerin und dem Wissenschaftler etwas überflüssig und auch Helen, die sich ein modernes Kind einsetzen lassen hat, war mir teilweise ein bisschen zu hysterisch.

    Fazit: In der Gesamtheit betrachtet aber wieder ein sehr guter Thriller, der mich darin bestärkt auch weiterhin Bücher von Marc Elsberg zu lesen. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle dieses Buch allen, die sich nicht vor komplexen Themen scheuen, die zum nachdenken anregen.

    Vielen Dank an blanvalet und das bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

  • Großartiger Wissenschaftsthriller

    Von: Christian Datum: 29. Oktober 2016

    Willkommen in "New Gardens": Planen Sie sich am Computer ihren perfekten Nachwuchs und sogen Sie dafür, dass ihr Kind zur zukünftigen Elite gehört! Wer würde nicht schwach werden, wenn er seinem Kind eine sorgenfreie und gesunde Zukunft bieten kann?

    Inhalt:
    Zum großen Glück fehlt Helen und Greg der Kindersegen: Da sie auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, wenden Sie sich an eine Kinderwunschklinik. Doch diese Klinik will ihnen nicht nur diesen Wunsch erfüllen - sie bietet dem Paar auch die Teilnahme an einem neuen Forschungsprogramm an. Helen und Greg sollen sich am Computer ihr perfektes Kind gestalten - vom Geschlecht, der Augenfarbe und dem Intellekt ist alles möglich! Was haben diese Ereignisse mit dem bakteriell verursachten Tod des US-Außenministers, der Entführung der amerikanischen Präsidentin und den merkwürdigen Ereignissen auf den Anbaufeldern in Indien oder Tansania zu tun? Und wurde tatsächlich ein Killervirus freigesetzt? Eine internationale Katz- und Mausjagd beginnt, bei der Helen und Greg eine Schlüsselrolle spielen werden...

    Meine Meinung:
    Nachdem Marc Elsberg uns mit Blackout unsere Abhängigkeit von Elektrizität vor Augen geführt hat, spielte er in Zero mit der Angst des alles sehenden Big Brothers. In Helix widmet er sich einem, weiteren spannenden und sehr aktuellen Thema: Genforschung und deren Manipulation!
    Neben dem komplexen Grundthema fordert das Buch auch durch einen verwobenen Plot mit vielen Protagonisten - einen wirklichen Hauptcharakter gibt es in Helix nicht. Stattdessen erzählen die kurzen Kapitel die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven. Glücklicherweise kann man dem Geschehen aber trotzdem sehr gut folgen und das Buch bleibt durchweg spannend.
    Dazu gehören auch die angeschnittenen (moralischen) Fragestellungen zu diesem Thema: Sind genetisch konstruierte Menschen wirklich "Menschen" mit den entsprechenden Menschenrechten? Und ist es eigentlich eine gute Sache, wenn man durch die Veränderungen auch Erbkrankheiten auslöscht und die Menschheit durch eine höhere Intelligenz einige Schritte nach vorne bringt? Das Buch bietet also wieder einiges an Diskussionsmaterial!
    Ein wenig Kritik habe ich aber trotzdem: Die beschriebenen Kinder erinnern einen tatsächlich (vor allem am Anfang) an die auch im Buch angedeuteten X-Men und wirken durch ihre Schnelligkeit etc. deshalb etwas unrealistisch. Am Ende benehmen sie sich dann aber nicht mehr ganz so clever. Zwischenzeitlich hatte ich auch das Gefühl, dass sich das Buch in eine endlose Verfolgungsjagd hineinsteigert. Das Ende ist dann aber wieder große Klasse und bietet weiteren Diskussionsstoff - hier will ich aber natürlich nicht vorweggreifen.

    Fazit:
    Ein großartiger Wissenschaftsthriller mit viel Diskussionsmaterial: Helix ist durchweg spannend und regt zum Nachdenken an. Ich vergebe 5 Sterne und freue mich bereits jetzt auf neuen Lesestoff des Autors.

  • Ein sehr fesselnder Wissenschaftsthriller der mich sehr begeistert hat.

    Von: Lena Kaspers Datum: 28. Oktober 2016

    Inhalt
    Haben Sie die Gene zum Überleben? Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


    Meine Meinung
    Es war mein erstes Marc Elsberg Buch und ich weiß jetzt schon ich will die anderen auch lesen. Marc Elsberg Schreibstil ist einfach nur klasse trotz einen sehr wissenschaftlichen Themas was in diesen Buch behandelt wird hatte man nicht das Gefühl es nicht zu verstehen. Ebenso toll fand ich die kurzen aber aussagekräftigen Kapitel. Dieses Buch hat mich umgehauen es war fesselnd aber auch echt erschreckend zu sehen was möglich ist oder werden kann. Trotz der vielen Handlungsstränge kam man immer mit und wusste nach 1 oder 2 Sätzen wo man grade ist und bei welchen Personen. Er zeigt ihr deutlich auf das Forschung wichtig ist aber man sie gezielt einsetzen muss damit so etwas wie in diesen Buch nicht passiert. Sonst baut man wohl möglich wirklich irgendwann die perfekten Krieger zum Töten. Das Buch war Actionreich und wirklich spannend trotz Wissenschaft. Ich könnte mir dieses Buch wirklich als richtig genialen Kinofilm vorstellen. Ich bin wirklich begeistert.


    Fazit
    Ein rund um gelungener Wissenschaftsthriller der Spannend fesselnd und erschreckend zu gleich war. Ich kann dieses Buch nur jeden empfehlen mich hat es echt vom Hocker gerissen.

  • Datum: 28. Oktober 2016

    Spannend, packend und erschreckend realistisch geschrieben. Das offene Ende lässt Platz für viele Spekulationen.

  • Spannender Wissenschaftsthriller zum Thema Genmanipulation

    Von: Yvonnen Datum: 27. Oktober 2016

    Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Bei der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden, das vermutlich durch Bakterien verursacht wurde. In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und -tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Ein inoffizielles privates Forschungsprogramm verspricht vom Kinderwunsch getriebenen Paaren besonders begabte Kinder. Als eines dieser Kinder verschwindet, deutet alles plötzlich auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt.

    Im Normalzustand ist DNS in Form einer Doppelhelix aufgebaut, die sich hier auf dem Cover stilisiert um den Buchtitel „Helix“ windet. So wird der Leser in ansprechender Weise auf das Thema „Gentechnik“ vorbereitet, um das es hier geht. Dass einen dabei auch schon mal ein mulmiges Gefühl im Magen beschleichen kann, verstärkt die Ergänzung „Sie werden uns ersetzen“.

    Da ich von dem Autor bereits „Blackout“ und „Zero“ begeistert gelesen habe, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch gesteckt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

    In kurzen Kapiteln streben abwechselnd vier Handlungsstränge, in denen es um genmanipulierte Tiere und Pflanzen, eine personalisierte Biowaffe, genmanipulierte Wunderkinder und ein kinderloses Ehepaar geht, unaufhaltsam aufeinander zu. Schnell entwickelt dieses Buch einen Sog, in dem es viel Interessantes über Genmanipulation, Biochemie und Medizinethik zu erfahren gibt. Und auch mit nur minimalen Vorkenntnissen in diesen Bereichen konnte ich den Schilderungen folgen, wobei ich für mich nicht den Anspruch erhebe, die Details bis ins kleinste verstehen und auf den Wahrheitsgehalt überprüfen zu müssen. Immerhin hatte ich von einigen Dingen bereits durch die Medien gehört, anderes war mir neu, konnte aber mein Interesse wecken und regte zum Nach- und Weiterdenken an.

    Wie auch schon bei den anderen Büchern von Marc Elsberg gefällt mir die Nähe zum gegenwärtigen Stand der Technik und der Wissenschaft. Man hat das Gefühl so nah dran zu sein, dass genau das, was man als Fiktion im Buch liest, in der Realität möglich sein könnte. Dies erzeugt einen besonderen Nervenkitzel und ich war beim Lesen oft hin- und hergerissen zwischen dem, was Genmanipulation für die Menschen Positives bedeuten könnte und welche Gefahren sie auf der anderen Seite birgt.

    Dabei wird dieses Buch allerdings auch nicht zu nachdenklich, sondern bleibt spannend und unterhaltend bis zur letzten Seite und hat zudem noch einige Szenen zu bieten, die sich als tauglich für jeden Actionfilm erweisen würden.

    Marc Elsberg ist mit „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ein spannender temporeicher Wissenschaftsthriller zum Thema Genmanipulation gelungen, den ich wirklich empfehlen kann.

  • Datum: 24. Oktober 2016

    Unfassbar realistisch und dadurch beängstigend. Für mich ein Meisterwerk!

  • Von: Ludwig Müll Datum: 24. Oktober 2016

    Spitzenmäßig bis zum Schluss. Eine Fortsetzung wäre denkbar.

  • Von: Franziska Körner Datum: 24. Oktober 2016

    Nach der Elternzeit hab ich endlichg wieder ein Buch gefunden, welches mich packt und hält. "Schöne neue Welt"?

  • Von: Nicole Pienkoß Datum: 24. Oktober 2016

    Beängstigender Science-Thriller, der gar nicht so weit von der Realität ist. Komplexe Story, starke Ideen und wie immer nachdenklich stimmender Plot - was ist Fortschritt und zu welchen Preis?

  • Datum: 24. Oktober 2016

    Äußerst spannender Thriller mit einer beängstigend realen Vision der Gen- Forschung. Mögen wir von dieser Vision lange verschont bleiben (leider kaum realistisch)!

  • Spanned, mitreißend, beängstigend

    Von: Simone Kumpe Datum: 23. Oktober 2016

    Habe es nicht mehr aus der Hand gelegt.

  • Von: Frank Höppner Datum: 18. Oktober 2016

    Superspannend und beklemmend. Wissenschaftlich gut nachzuvollziehen.

    Klasse!!

  • Datum: 18. Oktober 2016

    Erschreckend und fabelhaft! Sehr spannend, einmal angefangen kann man es nicht mehr weglegen.

  • Von: Kirsten Schetla Datum: 18. Oktober 2016

    Ein richtig spannendes Buch mit der Gefahr langer Nächte, denn man kann es nicht aus der Hand legen!

  • Packender Gentechnikthriller

    Von: Christina Schobert Datum: 16. Oktober 2016

    Absolut fesselnder und beängstigender Wissenschaftsthriller. Meinem 18-jährigen Sohn hat er genauso gut gefallen wie mir.

  • Von: Simone Kumpe Datum: 13. Oktober 2016

    Spannend, mitreißend, beängstigend. Habe es nicht aus der Hand gelegt!

  • Beängstigend realistisch

    Von: Jutta Goullon Datum: 12. Oktober 2016

    Ein unglaublich spannender Plot und ich frage mich, wie lange es dauert, bis er Wirklichkeit werden könnte...

  • Brandaktuell wie immer

    Von: Melanie Eidler Datum: 11. Oktober 2016

    Fesselnd geschrieben wie die Vorgängerromane. Das Thema regt zum Nachdenken an. Für alle, die was aktuelles Lesen wollen und natürlich ein perfektes Männerbuch :-)

  • Von: Bettina Waßer Datum: 10. Oktober 2016

    Superspannend! Elsberg greift wieder ein Thema am Puls der Zeit auf. Erschreckend, dass dieses Thema keine Utopie mehr ist!

  • Von: Monika Welsch Datum: 10. Oktober 2016

    Schlichtweg SUPER!

    "Dramatische" Spannung

  • Datum: 10. Oktober 2016

    Beängstigend GUT!

    Ein Register für Begriffe fehlt noch.

  • Datum: 07. Oktober 2016

    Super

  • Von: Margit Inninger Datum: 07. Oktober 2016

    Eigentlich war am letzten Wochenende ein Radlausflug geplant. Meine Familie radelte ohne mich. Ich verbrachte die Stunden mit einer beklemmenden Zukunftsvision. Extrem spannend! Ich bangte bis zuletzt mit Helen!

  • Von: Eva Maria Pucher Datum: 06. Oktober 2016

    Ein Topaktueller Krimi, der genau in die heutige Zeit passt und eine Zukunft beschreibt, die vielleicht gar nicht mehr so weit weg ist. Unheimlich spannend!

  • Datum: 06. Oktober 2016

    Erschreckend!

  • Datum: 06. Oktober 2016

    Spannend, erschreckend und gleichzeitig faszinierend. Elsberg hat sich mal wieder übertroffen!

  • Von: Sabine Gartmann Datum: 06. Oktober 2016

    Atemberasubend - spannend von der 1. bis zur letzten Seite.

    Einziger Makel: warum 22,99 und nicht 23,- €?

  • Datum: 06. Oktober 2016

    Toll, rasant, gut recherchiert, wichtiges Thema, beste Unterhaltung!

  • Marc Elsberg versteht sein Handwerk

    Von: Dana Schneider Datum: 05. Oktober 2016

    Und wieder einmal beweist Marc Elsberg, dass Technik und Fortschritt nicht nur positive Veränderungen mit sich bringen. Wirklich bemerkenswert, wie er Anhand umfangreicher Recherchen über Gentechnik Schreckenszenarien bewusst macht, die gar nicht so abwegig sind und uns zeigen, welche Gradwanderung wir vollführen und dass es nur kleiner Schritte bedarf, um große Veränderungen herbeizuführen. Irgendwie gruselig!

  • Von: Werner Bürk Datum: 05. Oktober 2016

    Super spannend, gekonnte Dramaturgie, unbedingt empfehlenswert!

  • Von: Rolf Korell Datum: 30. September 2016

    Spannend, erschreckend, nahe am möglichen.

  • Von: Inge Pflügner Datum: 28. September 2016

    Nicht so spannend wie Blackout, dazu ist mir das Thema zu fremd, gewinnt aber an Brissanz durch den Verkauf von Monsanto an Bayer! Wir müssen dringen wachsam bleiben.

  • Datum: 28. September 2016

    Marc Elsberg ist wieder ein perfekter Roman gelungen. Zukunftsvisionen eingebunden in Spannung. Nur zu empfehlen.

  • Von: Gabi Hepting Datum: 28. September 2016

    Das Buch ist sooo gut, dass ich es am Buchvorstellungsabend vorstelle! Noch besser als Balckout!

  • Von: Dennis Bilous Datum: 26. September 2016

    Spannender Thriller zu einem hoch aktuellen Thema.

  • Science-Thriller der Extraklasse

    Von: Wolfgang Fruehauf Datum: 24. September 2016

    Wieder einmal gelingt es Marc Elsberg, uns mit seinem neuesten Pageturner bis zum Schluss zu fesseln.
    Ich musste mich jeden Abend zwingen, auf zu hören, um wenigstens etwas Schlaf zu bekommen.
    Logisch konsequent, zeigt er uns die Licht und Schattenseiten der Gentechnik heute und in Zukunft? Ich glaube, er ist wieder sehr dicht an der Wahrheit, und zu wissen, dass seine Version der Zukunft vielleicht gar nicht so fern ist, wie wir glauben, lässt einen beim Lesen immer wieder Schauer über den Rücken laufen.
    Fazit: TOP- Leseempfehlung für alle Fans von Wissenschaftsromanen, Agententhrillern, Utopischen Romanen, moralischen Romanen, u.v.a.m.! Eigentlich sollte ihn jeder Lesen!

  • Von: Thomas Urmoneit Datum: 23. September 2016

    Spannend bis zum Schluss. Aber auch beängstigend. Einmal angefangen, lässt er einen nicht mehr los.

  • Von: Antonia Merkel Datum: 23. September 2016

    Wieder richtig gut!

    Man kann es kaum fassen, so spannend diese Story!

  • Datum: 22. September 2016

    Haarsträubend gruselig!

  • Datum: 22. September 2016

    Brisante Thematik in spannender Handlung. Konflikt zwischen moralischen Grenzen und wissenschaftlichen Möglichkeiten erfasst und dargestellt. Show-Down etwas konstruiert.

  • Von: Marika Heinlein Datum: 22. September 2016

    COOL!!!

  • Von: Karin Sawallich-Ünver Datum: 22. September 2016

    Der Autor bietet uns mit diesem rasanten Thriller einen spannenden Blick in die Zukunft der Menschheit und unwillkürlich fragt man sich, wieviel davon schon Realität ist. Der Mensch als Konstrukteur einer neuen Art - Marc Elsberg hat dieses Kontroverse Thema zu einem gelungenen, spannenden Roman gemacht.

  • Von: Susanne Barten-Renner Datum: 20. September 2016

    Sehr spannend, gut recherchiert (erschreckend gut!)
    Mein Thriller für diesen Herbst!

  • Ein weiterer temporeicher Wissenschaftsthriller aus der Premiumklasse

    Von: Tobias Wrany Datum: 20. September 2016

    Marc Elsberg bleibt sich insofern treu, als er sich einmal mehr mit eines wissenschaftlichen Themenkomplexes angenommen hat, der ein höchst geeignetes Treibmittel für ebenso kontroverse, wie gefährliche Entwicklungen, nah (oder gar gleich) an der Realität, abgibt.
    Ein hohes Maß an Sachwissen bildet das solide Fundament von "Helix", was den Lesern die Wahl lässt, im Zuge der unterhaltsamen Lektüre auch gleich eine ganze Menge zu den aktuellen Möglichkeiten der Genforschung und -manipulation zu lernen oder zumindest in der sicheren Gewissheit zu schmökern, dass das Gelesene tatsächlich Hand und Fuß hat.
    Trotz der nicht unbeträchtlichen Menge an fachlichen Informationen, besteht allerdings keine Gefahr von Langeweile, beherrscht Marc Elsberg doch die hohe Kunst der Thriller-Literatur, das dynamische Tempo des Geschehens von seinem qualifizierten Sachgehalt nicht ausbremsen, sondern noch befeuern zu lassen.
    Beim Personal von "Helix" sollte man allerdings (genregemäß) keine allzu große Charaktertiefen erwarten; doch weiß sich Elsberg zumindest auch in diesem Punkt insofern positiv von so mancher, auch prominenter, Konkurrenz abzusetzen, als seine Figuren zumindest nicht aus ärgerlich seichten Klischeebausteinen zusammengebastelt sind.

  • Die neuen Menschen?

    Von: Sonja Weber Datum: 16. September 2016

    Marc Elsbergs neues Buch "Helix" ist nicht nur von der ersten bis zur letzten Seite spannend und gut konstruiert, nein, es ist geradezu schockierend und sollte uns mehr als nachdenklich stimmen. Eine fesselnde Story, die erschreckend real beim Leser ankommt, gut ausgearbeitete Charaktäre und eine beeindruckende Recherche des Autors machen diesen Sience-Thriller absolut packend. Marc Elsberg ist so brisant wie Dave Eggers und dabei so unterhaltend Preston und Child.

  • Datum: 16. September 2016

    Das wird definitiv einer der Verkaufsschlager bei uns im Herbst. Super spannend!

  • Von: Nicole Richards Datum: 16. September 2016

    Exzellent recherchiert! Fiktion und doch immer ganz nah an der Realität. Ein echter Elsberg!

  • Von: Beate Janning Datum: 16. September 2016

    Wie immer: Super spannend, tolles Thema!

  • Datum: 14. September 2016

    Einfach unfassbar

  • Von: Andrea Pehle Datum: 13. September 2016

    Gute Recherchearbeit, tolle Verknüpfung der Handlungsstränge und Spannung bis zur letzten Seite. Das wird ein Bestseller!

  • Von: Andrea Messerschmidt Datum: 13. September 2016

    Fesselnd bis zum Schluss, erschreckend - was geschieht wirklich auf der Welt?

  • Von: Sybille Wagner Datum: 13. September 2016

    Da bleibt der Mund offen und die Haare stehen zu Berge.

    Aber hey Mann, was für tolle Frauen!

  • Datum: 12. September 2016

    Beängstigend real. Elsberg schafft es immer wieder, sich zu steigern. Es sollte Pflichtlektüre für unsere Politiker werden.

  • Von: U. Hohenesler Datum: 12. September 2016

    Unglaublich spannend und erschreckend.

  • Von: Martina Kraus Datum: 12. September 2016

    Fantastisch! Perfekte Mischung zwischen Spannung und Wissenschaft. Wieder ein Top-Krimi eines tollen Autors!

  • Von: Bettina Zwirrlein Datum: 12. September 2016

    Spannend geschrieben, beängstigende Story... wieviel ist wohl heute schon möglich... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. TOP!

  • Von: Hilke Basse Datum: 12. September 2016

    Sehr spannend und beklemmend, wenn man sich vorstellt, was heute schon technisch möglich ist.

  • Erschreckend realistisch

    Von: Martina Kraus Datum: 10. September 2016

    Was für ein Thema! Wieder schafft es Marc Elsberg grandiose Spannung mit Wissenschaft zu verknüpfen. Erst gestern las ich einen Artikel über "Crispr-Cas 9 Genschere im Eisatz" und dachte - wieder hat es Marc Elsberg, die auch mitunter sehr erschreckende Realität, in einen fantastischen Thriller zu verpacken. Bin total begeistert und die Leser werden es auch sein.

  • Von: Waltraud Hohmann Datum: 06. September 2016

    Hallo Liebe Kollegen,

    danke für das Leseexemplar !

    Interessant, ich wusste ich würde es durchlesen, nachdem ich auf Seite15 den letzten Satzt gelesen hatte.

    So etwas gefällt mir, also doch sprachlich kein Schulaufsatz wie leider so oft ...

    .......und spannend ist es natürlich auch!

    Obwohl es überwiegend in Amerika handelt, hatte ich immer das Gefühl ein deutsches Buch zu lesen, da ist wohl der Journalist sprachlich deutlich sehr präsent. Ich finde es auch deswegen sehr gelungen.

    Bei der Geschichte zweifelte ich oft, wie weit die Realität schon beschrieben wird und wann/ob die Fiktion anfängt - sicherlich der kleinste Anteil im Werk .

    Wichtig für den Verkauf ist mir, das den Lesern das so verständlich dargebracht wird, das diese vielleicht ein wenig mehr im Alltag reflektieren, wie weit schon in das Leben eingegriffen wird, egal ob das dem EInzelnen gefällt oder nicht.

    Evolution heisst nicht festhalten am Bestehenden und dieses Buch regt an, darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten sich eröffnen ------- und das Ganze dann im Kontrast zu den wirtschaftlichen Realitäten - toll wie einfach und verständlich gerade das im Buch dargelegt wird....

    Viel Erfolg damit wünscht Ihnen

    Waltraud Hohmann

    Buchhandlung Hohmann

    P.S. auf unserer Buchbesprechung die wird Ende Oktober planen, werden

    wir diesesn Titel auf jeden Fall vorstellen!

  • Datum: 06. September 2016

    Das dritte Buch von Marc Elsberg hält, was die ersten beiden Bücher versprachen. Moderne Wissenschaft und atemlose Spannung.

  • Datum: 05. September 2016

    Beeindruckendes Szenario, packend erzählt.

  • Gewinnspiel

    Von: Katrin Berger Datum: 01. September 2016

    Ich habe erst die knappe Hälfte gelesen, es ist interessant, manche Ausführungen zur Gentechnik haben mich überfordert. Leider kommt es für mich nicht an "black out" und "Zero" heran, wobei die Wahl des Themas durchaus sehr brisanten Bezug zum Alltag hat. Vielleicht bringt ja die zweite Hälfte noch die bis jetzt vermisste Spannung.

  • Von: Ilona König Datum: 31. August 2016

    Ein beeindruckendes Buch. Brisantes Thema, wieder grandios umgesetzt.

  • Datum: 31. August 2016

    Helix - ein Wissenschafts-Thriller der Extraklasse! Einmal aufgeschlagen kann man dieses Buch nicht mehr weglegen und fragt sich, was ist real und was nicht!!! Fiktion oder Wahrheit! Sehr spannend! Ich liebe dieses Buch! Endlich wieder ein guter Titel zum Thema Genetik!

  • Von: Lutz Heimhalt Datum: 30. August 2016

    Herzlichen Dank für den Elsberg ! Mein Wochenende ist gerettet !!